Doku-Tipp: Fast Fashion – Die dunkle Welt der Billigmode

Fast Fashion Doku
Foto: Screenshot / Arte Mediathek

Die Doku „Fast Fashion – Die dunkle Welt der Billigmode“ zeigt, wer den Preis für unsere Kleidung zahlt, wenn wir bei Billig-Labels shoppen. Bis zum 6. Juni 2021 ist sie in der Arte-Mediathek verfügbar.

Fast Fashion boomt. Labels können ihre Kleidung immer günstiger anbieten, und wir haben das Gefühl, uns für wenig Geld ganz viel kaufen zu können. Aber wie ist es möglich, Klamotten so billig anzubieten? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine 90-minütige Arte-Doku.

Das zeigt die Fast-Fashion-Doku

Die Fast-Fashion-Doku zeigt unter anderem eine Textilfirma in Leicester.
Die Fast-Fashion-Doku zeigt unter anderem eine Textilfirma in Leicester.
(Foto: Screenshot / Arte Mediathek)

Der Grundgedanke von Fast Fashion ist es, Modelle von Luxusmarken möglichst kostengünstig nachzustellen. Die Marke Zara hat dieses Prinzip in den 1960er Jahren erstmals angewandt und seitdem boomt die Billigmode. Dadurch kann sich mittlerweile jede:r modisch kleiden – doch zu welchem Preis?

Das Arte-Team ist ganz nah an den Menschen, die von der Industrie ausgebeutet werden. Es schleust sich in Textilfabriken in Leicester oder eine Paketzustellungsfirma in der Nähe von Paris. Die Fast-Fashion-Doku zeigt auch, wie die Umwelt unter der Textilbranche leidet: Sie ist der weltweit zweitschmutzigste Sektor nach der Ölindustrie. Wächst die Branche, dann wächst auch die Umweltbelastung.

  • Wann: verfügbar bis zum 06.06.2021
  • Wo: arte-Mediathek
  • Dauer: 90 Minuten

Viskose – eine nachhaltige Lösung für Fast Fashion?

Eine Option, die das Nachhaltigkeits-Image von Fast Fashion aufpolieren soll, ist Viskose. Dabei handelt es sich um Fasern, die aus Holz hergestellt werden. Allerdings entsteht bei der Produktion von Viskose Schwefelkohlenstoff (CS2). Die Fast-Fashion-Doku zeigt die Mitarbeiter:innen von Fabriken, die Viskose herstellen und Bewohner:innen der umliegenden Dörfer. Durch die Belastung mit dem schädlichen Schwefelkohlenstoff sind viele von ihnen körperlich beeinträchtigt.

Das Arte-Team recherchiert investigativ und fokussiert sich dabei besonders auf die Menschen, die die Schattenseite der Fast Fashion am eigenen Leib zu spüren bekommen. Auch das Thema Umwelt wird angeschnitten. Doch im Zentrum des Films steht, was wir unseren Mitmenschen antun, wenn wir bei Fast-Fashion-Labels einkaufen. Trotz Slow-Fashion-Angeboten, die es vereinzelt auf dem Markt gibt, zieht der Film ein ernüchterndes Fazit: Ein nahes Ende der Fast Fashion ist (noch) nicht in Sicht.

Du kannst selber ein Zeichen gegen Ausbeutung setzen, indem du keine Fast Fashion mehr kaufst. Brauchst du doch mal neue Kleidung, haben wir hier ein paar Empfehlungen für dich:

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