Doku-Tipp: Gesundheitsrisiko Aluminium? Was das Metall im Körper auslösen kann

Foto: WDR / Screenshot

Die Doku „Gesundheitsrisiko Aluminium“ von Quarks & Co. geht der Frage nach, wie gefährlich Aluminium wirklich ist. In vielen Produkten ist es enthalten und steht unter Verdacht, Brustkrebs und Alzheimer auszulösen. Doch stimmt das?

Gesundheitsrisiko Aluminium: WDR-Doku klärt auf

Cola-Dosen, Deo und Zahnpasta – in vielen Produkten steckt Aluminium. Eine mögliche Gefahr ist vielen Verbrauchern erst bewusst, seitdem einige Deo-Hersteller mit dem Aufdruck „Ohne Aluminium“ werben. Ist Aluminium also schädlich und ein Verzicht besser? Dieser Frage geht die WDR-Doku Quarks & Co. nach.

Brustkrebs entsteht oft nahe den Achseln und Studien legen einen Zusammenhang mit dem Einsatz von Deos (Antitranspirantien) nahe. Das Problem der meisten Studien: Wie viel Aluminium wir durch ein Deo aufnehmen, lässt sich nicht genau feststellen. Denn bereits über die Nahrung nehmen wir Aluminium zu uns, sodass sich die Aluminium-Menge im Blut nicht zweifelsfrei dem Deo zuschreiben lässt.

Eine Studie, die in der WDR-Doku angeführt wird, verwendet Aluminium 26. Dieser Stoffe kommt nicht in der Natur vor. Im Test wurde er unter die Achseln aufgetragen und später im Urin nachgewiesen. Das Ergebnis ist alarmierend: Alleine durch den Einsatz eines aluminiumhaltigen Deos nimmt der Körper mehr als die empfohlene Höchstdosis an Aluminium auf. Doch es gibt auch Kritik an der Studie…

Sendung online schauen: in der WDR-Mediathek

Dauer: 44 Minuten

Aluminium: Viele offene Fragen

Doku über Aluminium zeigt: Es gibt noch viele offene Fragen
Doku über Aluminium zeigt: Es gibt noch viele offene Fragen (Foto: CC0 / Pixabay / RitaE)

Alufolie ist in vielen Küchen die Allzweckwaffe, dabei gibt es viele gute Alternativen. Nicht nur, dass sich möglicherweise Stoffe lösen und auf Lebensmittel gelangen können. Auch die Herstellung ist äußerst energieintensiv. 860.000 Tonnen Alufolie produziert Europa jedes Jahr, so die Doku. Daneben erklärt Quarks & Co. auch, in welchen Lebensmitteln Aluminium versteckt vorkommt. Backwaren und Süßigkeiten sind nur zwei Lebensmittel. Aber auch Wissenschaftler, die keine Gefahr durch Aluminium sehen, kommen in der Doku zu Wort.

Fazit: Die Doku zeigt auf, in welchen Produkten überall Aluminium enthalten ist und zu welchem Ergebnis verschiedene Studien kommen. Zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommt die Doku aber nicht: Noch ist noch vieles an Aluminium unklar und die Gefahren sind noch nicht gut genug erforscht. Trotzdem findet sich der Stoff schon in unzähligen Produkten – wir raten dir, vorsorglich auf Aluminium soweit wie möglich zu verzichten.

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(1) Kommentar

  1. Liebe Utopia-Team, leider vergleichen Sie hier Äpfel mit Birnen.

    In den Deos, von denen hier gesprochen wird, ist nicht das Metall Aluminium enthalten. In Wahrheit sind dort Aluminiumsalze also Aluminiumchlorid, die gegen das Schwitzen helfen sollen. Interessanterweise verkaufen sehr viele Hersteller Deos „Ohne Aluminium“ jedoch dann in einer Dose aus Aluminium. Warum? Weil dies völlig unbedenklich ist.

    Die Hersteller von Aluminiumfolie weisen auf ihren Verpackungen darauf hin, dass man die Aluminiumfolie nicht in Verbindung mit Säuren, wie z.B. Zitronensäure verwenden soll. Aber das weiß jetzt aber schon fast jedes kleine Kind. Also, warum wird ständig diese Sau durch das Dorf getrieben?

    Wenn man sich tiefgründiger mit dem Leichtmetall Aluminium beschäftigen würde, bzw. auch mal genauer recherchieren würde, könnte dieses unnötige Bashing aufhören. Mir scheint hier nur das Interesse zu fehlen.

    Manchmal macht es auch Sinn, mal die andere Seite zu beleuchten. Hier mein Tipp: http://www.aluinfo.de/files/_media/dokumente/Downloads/Fact%20Sheets/GDA_Aktuell/201702_GDA_Aktuell_SPEZIAL_de.pdf

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