E-Bike gebraucht kaufen: 7 Punkte, auf die du achten solltest

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Ein E-Bike gebraucht kaufen ist oft die erste Wahl. Und kein Problem, denn der Markt für Gebrauchte wächst, längst gibt es zahlreiche gebrauchte E-Bikes zu guten Preisen.

Hier sieben Dinge, auf die du beim Kauf eines gebrauchten E-Bike unbedingt achten solltest.

  1. Bike-Wünsche klären
  2. Wie steht’s um den E-Bike-Akku?
  3. Was sagt die E-Bike-Diagnose?
  4. Wie kann man einen Unfall erkennen?
  5. Ist das Gebraucht-E-Bike gepflegt?
  6. Nie ohne Probefahrt!
  7. Wichtige Web-Plattformen für gebrauchte E-Bikes

1. Erst Wünsche klären, dann ein E-Bike gebraucht kaufen

Vor dem Gebrauchtkauf eines E-Bike solltest du dir überlegen, welche Variante für dich in Frage kommt. Soll es ein E-Bike für den Stadtverkehr sein, ein E-Mountain-Bike oder gar ein E-Lastenrad? All diese E-Bike-Typen kann man mittlerweile auch gebraucht kaufen. Je nach Ansprüchen benötigt man einen anderen Motor und eine andere Akkulaufzeit.

Überlege dir auch, wie viel Platz das gebrauchte E-Bike maximal einnehmen darf, damit es noch in den Fahrradkeller oder auf den Fahrradständer am Auto passt. Erkundige dich am besten beim Verkäufer oder Hersteller nach den Maßen des Elektrobikes.

Auch das Gewicht ist nicht zu unterschätzen. E-Bikes sind wegen des verbauten Motors oft schwerer als normale Fahrräder. Bei einem E-Bike muss man mit einem Gewicht zwischen 15 und 20 Kilogramm rechnen. Das trägt man nicht gerne täglich die Treppe rauf oder runter.

Lesetipp: E-Bike kaufen

2. E-Bike gebraucht kaufen: Akku-Zustand checken!

Bei einem gebrauchten Elektrofahrrad kommt es vor allem auf den Akku an. Denn nur, wenn der E-Bike-Akku noch ausreichend Ladung aufnehmen kann, kommt man mit dem Elektrorad auch weit. Wer also ein E-Bike gebraucht kaufen will, sollte den Verkäufer nach der Akkulaufzeit fragen und zudem herausfinden, wie häufig der Akku aufgeladen wurde.

E-Bike-Akkus haben eine Lebenszeit von ca. 600 bis 700 Ladungen. Gemeint sind damit Vollladezyklen. Ein Ladezyklus entspricht nicht der Zahl der Ladevorgänge. Bei den neueren Lithium-Ionen- (Li-Ion) und Lithium-Polymer-Akkus (Li-Po) gilt: Wenn der Akku nur zu einem Drittel entladen war und du ihn vollständig auflädst, zählt das nur als ein Drittel Ladezyklus. Li-Ion- und Li-Po-Akkus unterliegen nicht mehr dem Memory-Effekt, sodass Teilladungen anders als bei alten Nickel-Cadmium-Akkus (Ni-Cd) dem Akkus nicht schaden.

Lesetipp: E-Bike-Akku – so erhöhst du die Lebensdauer

Unabhängig von der Zahl der Vollladezyklen gilt: E-Bike-Akkus halten 5 bis 6 Jahre. Wenn du ein 5 Jahre altes E-Bike günstig kaufen könntest, es aber immer noch den ersten Akku hat, solltest du dich lieber nach einem anderen umsehen. Kaufst du ein E-Bike gebraucht, solltest du den Preis so weit herunterhandeln, dass du dir einen neuen Akku leisten kannst.

Elektrofahrrad bzw. Pedelec mit integriertem Akku - schwierig beim E-Bike gebraucht kaufen
Wer ein Pedelec mit integriertem Akku kaufen möchte, sollte ganz besonders auf den Akkuzustand achten (Foto © Kalkhoff / Derby Cycle Werke GmbH)

Ist der Akku schon zu alt, lohnt sich der Kauf des gebrauchten E-Bikes nur, wenn ein neuer nicht allzu teuer ist. Vielleicht kannst du den Akku sogar selbst in Augenschein nehmen, um seinen baulichen Zustand zu beurteilen.

Risse in der Isolierung, die einen Kontakt mit Wasser ermöglichen, können für einen Akku schlimmstenfalls das Aus bedeuten. Ein verbeultes Gehäuse deutet auf Stürze oder Schläge hin, die Akkus nicht sonderlich mögen und mit Leistungsabfall quittieren. Wirf außerdem einen Blick auf die Kontakte: Sind sie in Ordnung oder haben sie, zum Beispiel bei einem im Winter genutzten E-Bike, schon gelitten?

Achte auch darauf, ob das Original Ladegerät mitgeliefert wird. Vor allem bei billigen Steckern kann es zu Kurzschlüssen und zur Selbstentzündung des Akkus kommen.

Lesetipp: E-Bikes, Akkus, Antriebstechnik: Trends und Öko-Tipps

E-Bike Gebraucht-Kauftipp: Noch ein weiterer Grund spricht für ein E-Bike mit Li-Ion- oder Li-Po-Akku. Wegen des Memory-Effekts nimmt die nutzbare Kapazität der älteren Nickel-Cadmium-Akkus (Ni-Cd) mit der Zeit deutlich ab. Anders gesagt: Bei einem gebrauchten E-Bike mit Ni-Cd-Akku kannst du den Preis eines neuen Akkus gleich zum Kaufpreis dazurechnen.

3. Diagnosebericht gibt Auskunft

Wer ein E-Bike gebraucht kauft, kann sich bei manchen Verkäufern und Marken einen Diagnosebericht erstellen lassen. Der zeigt wichtige Daten des gebrauchtes Elektrofahrrads an. Zum Beispiel, wie häufig der Akku schon geladen wurde und in welchem Zustand er sich befindet. Auch der Zustand des Getriebes wird bei der Diagnose überprüft. Allerdings kann diesen Diagnosebericht nur ein Fachhändler ausstellen.

Manchmal kann der Händler sogar den genauen Kilometerstand des E-Bikes angeben. Denn ähnlich wie beim Auto gilt auch bei E-Bikes: Die Anzahl der gefahrenen Kilometer gibt Auskunft darüber, wie der Verschleiß der einzelnen Teile ist. Ein älteres, gebrauchtes Elektrofahrrad kann in besserem Zustand sein als ein neueres, mit dem der Vorbesitzer sehr viel gefahren ist.

E-Bike gebraucht kaufen: kann auch Spaß machen
E-Bike gebraucht kaufen: kann auch Spaß machen (Foto: © Melinda Nagy - Fotolia.com)

4. War das Elektrofahrrad an einem Unfall beteiligt?

Die Frage, ob ein Fahrzeug an einem Unfall beteiligt war, kennt man vom Autokauf. Ähnlich ist es, wenn du ein E-Bike gebraucht kaufen möchtest. Auch hier sollte der Verkäufer Auskunft darüber geben, ob das Elektrofahrrad schon in einen Unfall verwickelt war oder nicht. Schließlich können Unfallschäden die Sicherheit des E-Bike beeinträchtigen.

Lesetipp: Fahrrad versichern: Das musst du beachten

5. Wie gut ist das E-Bike gepflegt?

Wenn du ein E-Bike gebraucht kaufen willst, solltest du beachten, ob der Vorbesitzer es gut gepflegt hat. Wo stand das Fahrrad im Winter? War der Fahrradkeller feucht und kühl, könnte der Antrieb in den Wintermonaten Schaden genommen haben.

Um generell zu beurteilen, wie gut das gebrauchte Pedelec in Schuss ist, raten Experten, die Kette auf alte Ölreste zu überprüfen. Außerdem kannst du Stellen am Rad anschauen, die beim Putzen schwerer erreichbar sind – etwa die Nabe oder die Innenseiten des Rahmens. Sind sie gut erhalten und sauber, wurde wahrscheinlich auch der Rest des gebrauchten E-Bikes gepflegt.

Lesetipp: Mit dem E-Bike auf dem Radweg? – Rechtliches rund ums E-Bike

6. Nie ohne Probefahrt

Der Verkäufer kann dir viel erzählen. Wir empfehlen, mit dem E-Bike eine Probefahrt zu machen – und zwar eine komplette Akkuladung lang. So erlebst du, wie es sich mit dem Fahrrad fährt, wie die Motorleistung ist und wie weit du damit kommst. Ein seriöser Anbieter wird gegen eine kleine Tour nichts einzuwenden haben.

7. Portale für gebrauchte E-Bikes

Inzwischen gibt es zahlreiche Portale für gebrauchte E-Bikes. Wir stellen die die wichtigsten vor:

Rebike1 – E-Bikes wie neu

rebike1.de hat sich auf Premium-E-Bikes spezialisiert und bietet 2 Jahre Garantie auf seine gebrauchten E-Bikes. Die Plattform verkauft zu attraktiven Preisen ausschließlich E-Bikes von namhaften Herstellern, ausgestattet mit hochwertigen Antriebssystemen. Das Portal bietet ausschliesslich geprüfte E-Bikes und lockt mit einer Preisersparnis von bis zu 50 Prozent. Der Käufer erhält alle Informationen zu Akkuzyklen, Kilometerstand und Betriebszeiten (Diagnose, siehe 3. Diagnosebericht). In Zusammenarbeit mit dem Service-Partner Live-Cycle bietet Rebike1 auch ein Premium Lieferservice angeboten.

Bikesale.de – einfacher geht’s nicht

bikesale.de ist ein Marktplatz für alle, ein E-Bike gebraucht kaufen wollen – bietet aber auch normale Fahrräder. Es gibt eine große und qualitativ hochwertige Auswahl. Bikesale geht aktiv gegen Falschangaben vor und löscht diese, was den Käufer schützt. Zudem sind Suche und Bedienung auf der Website einfach und verständlich. Du kannst hier zwischen Trekking-, Stadt- und MTB-E-Bike wählen: So findest du ein ideales Fahrrad, das genau auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Bike Exchange – der Spitzenreiter

bikeexchange.de bietet sowohl gebrauchte E-Bikes vom Fachhändler, als auch reduzierte E-Bikes aus dem Vorjahr. Der Händler stellt den einwandfreien Zustand der gebrauchten Räder sicher. Häufig bekommt der Käufer noch eine zweijährige Garantie dazu. Ob Mountainbike, Rennrad, BMX, Trekkingrad, Kinderfahrrad, Triathlonrad oder Tandem – bei BikeExchange.de findest du, was du suchst. Das Modul „Rund um’s Fahrrad“ auf der Seite enthält zum Beispiel unabhängige Tipps und Ratschläge über den Kauf und Verkauf von neuen und gebrauchten Fahrrädern, gibt hilfreiche Trainingshinweise und informiert dich über die Pflege und Instandhaltung deines Bikes.

ebike-markt.de – der vielversprechende Neueinsteiger

ebike-markt.de hat sich zwar mehr auf normale Fahrräder spezialisiert, bietet aber auch gebrauchte E-Bikes an. Das Angebot ist noch verhältnismäßig klein, weil die Seite noch relativ neu ist. Der Interessent kann sich die Fotos ansehen, die der Verkäufer auf die Seite hochgeladen hat. Besonders nützlich: Eine übersichtliche Tabelle informiert Interessenten über Hersteller, Modell, Motorenmarken und Modelljahr.

Speiche24.de – die Professionellen

speiche24.de fokussiert sich ausschließlich auf E-Bikes und hat dementsprechend eine sehr große Auswahl und Vielfalt anzubieten. Im Browser kann man Marke, Bike-Typ, Motormarke und Preis des E-Bikes auswählen. Wer ein E-Bike gebraucht kaufen möchte, kann hier wesentlich einfacher und gezielter suchen als bei anderen Plattformen. Durch die Angabe der Postleitzahl kannst du zum Beispiel Fahrräder finden, die in deinem Umkreis gerade zum Verkauf stehen. Auf der Website befindet sich außerdem ein Lexikon, welches Fachbegriffe von A-Z erläutert und Antworten auf häufige Fragen zum Thema Technik und Recht gibt.

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