Engelwurz: Wirkung und Anwendung des Heilkrauts

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Engelwurz ist eine nordeuropäische Heilpflanze. In diesem Artikel erfährst du, wie du das Heilkraut anwenden kannst und gegen welche Beschwerden es wirkt.

Engelwurz ist eine nordeuropäische Heilpflanze.
Engelwurz ist eine nordeuropäische Heilpflanze. (Foto: CC0 / Pixabay / marjattacajan)

Engelwurz (auch Angelika, Giftwurz oder Heiligenbitter genannt) gehört zu den Doldengewächsen und ist eine in Nordeuropa und Nordasien vorkommende Heilpflanze.

Die Pflanze kann bis zu zwei Meter groß werden und wächst sehr schnell. Engelwurz blüht im Sommer, von Juni bis Juli. Zur Anwendung kommen jedoch meist nur die Wurzeln und die Wurzelstöcke der Heilpflanze. Diese kannst du im Frühling und im Herbst ernten.

Wenn du selbst Engelwurz erntest, stell sicher, dass du die Wurzeln gründlich reinigst. Oft tritt Insektenbefall auch an den Wurzeln auf. Vor der Verwendung solltest du die Wurzeln daher der Länge nach aufschneiden und zum Trocknen aufhängen.

Da Engelwurz leicht mit anderen Pflanzen verwechselt werden kann, wie zum Beispiel dem giftigen Schierling, musst du dir immer sicher sein, dass du die richtige Pflanze gesammelt hast. Du kannst die getrockneten Wurzeln aber auch in der Apotheke oder online zum Beispiel bei **Avocadostore kaufen.

Engelwurz als Heilkraut

Die Wurzeln der Engelwurzpflanze haben viele gesundheitsfördernde Eigenschaften
Die Wurzeln der Engelwurzpflanze haben viele gesundheitsfördernde Eigenschaften (Foto: CC0 / Pixabay / vivi14216)

Engelwurz enthält einige Inhaltsstoffe, die die Pflanze zu einer wirksamen Heilpflanze machen. Zu den wichtigen Inhaltsstoffen gehören:

Durch den hohen Anteil an ätherischen Ölen hat Engelwurz ein sehr starkes Aroma, sowohl im Geschmack als auch im Geruch.

Engelwurz hilft laut des Lexikons der Heilpflanzen vor allem bei Beschwerden im Verdauungstrakt. Die Einnahme von Engelwurz kann helfen bei:

Die Inhaltsstoffe des Engelwurz unterstützen die Produktion von Gallenflüssigkeit und Magensäure. Dadurch wird die Verdauung unterstützt. Dabei wirkt er ebenfalls krampflösend, was bei Menstruationsbeschwerden hilfreich sein kann.

 

Anwendung von Engelwurz

Engelwurz kann als Tee zubereitet werden.
Engelwurz kann als Tee zubereitet werden. (Foto: CC0 / Pixabay / Myriams-Fotos)

Engwelwurz kannst du sowohl innerlich, in Form von Tee oder Tinktur einnehmen, als auch äußerlich mit einer Salbe oder Körper-Öl.

Im Tee soll Engelwurz gegen die beschriebenen Beschwerden helfen. In anderen Hausmitteln wirkt Engelwurz in Kombination mit anderen Inhaltsstoffen laut eines Artikels in der Schweizerischen Zeitschrift für Ganzheitsmedizin ebenfalls als Tinktur auch bei Schwäche- und Erschöpfungszuständen. Die Heilpflanze wird auch in Salben verarbeitet. Engelwurzsalbe kannst du auch online zum Beispiel im **Avocadostore kaufen.

Um den Tee herzustellen brauchst du:

  • 1TL trockene Wurzel vom Engwelwurz
  • 1 Tasse kochendes Wasser
  • je nach Belieben andere Pflanzen zur Geschmacksneutralisierung

Zubereitung des Tees:

  • Übergieße den Engelwurz mit dem kochenden Wasser und lasse den Tee 15 Minuten ziehen. Dann kannst du die Mischung abseihen und trinken.
  • Falls dir der reine Geschmack von Engelwurz zu intensiv ist, kannst du andere Pflanzen wie Melisse- oder Erdbeerblätter oder getrocknete Apfelstücke mit aufgießen.
  • Den Tee kannst du täglich zwei Mal nach dem Essen trinken.

Mögliche Nebenwirkungen von Engelwurz

Die Furocumarine, die im Engelwurz enthalten sind, erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Wenn du regelmäßig Engelwurz einnimmst, solltest du dich also nicht zu viel in der Sonne aufhalten um Hautentzündungen zu vermeiden.

Außerdem können die ätherischen Öle bei zu hoher Dosierung negative Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem haben. Weiterhin solltest du Engelwurz nicht anwenden, wenn du unter Magen-Darm-Geschwüren leidest. Solltest du schwanger sein, ist die Einnahme von Engelwurz ebenfalls nicht zu empfehlen. Wie bei allen Heilpflanzen solltest du immer mit einem Arzt absprechen, ob und wie viel du von dem Heilkraut ohne Probleme konsumieren kannst.

Weiterlesen auf Utopia.de:

Quelle: Lexikon der Heilpflanzen. Die bekanntesten Heilpflanzen von A bis Z, Iris Schmidt, 2004, Komet Verlag GmbH

Bitte lies unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen.

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