Filterkaffee: Anleitung und Tipps für richtig guten Kaffee

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Filterkaffee ist einfach gemacht und genial: Richtig zubereitet schmeckt er köstlich. Alles was du brauchst, ist ein bisschen Zubehör und ein paar Minuten Zeit.

Die Zeiten, in denen Mediziner vor Kaffeekonsum warnten, scheinen vorbei zu sein. Inzwischen gibt es sogar immer mehr Studien, die darauf hinweisen, dass sich ein moderater Kaffeekonsum von drei bis vier Tassen am Tag positiv auf die Gesundheit auswirken könnte. 

Richtig zubereiteter Filterkaffee schmeckt außerdem einfach gut, insbesondere, wenn du dir Zeit für die Zubereitung nimmst. Viel Zubehör brauchst du nicht, bloß hochwertige Kaffeebohnen, eine Mühle und einen Handfilter.

Hauptzutat für Filterkaffee: Kaffeebohnen

Bei Kaffeebohnen solltest du auf Qualität und faire Anbaubedingungen achten.
Bei Kaffeebohnen solltest du auf Qualität und faire Anbaubedingungen achten.
(Foto: CC0 / Pixabay / Alexas_Fotos)

Für richtig guten Filterkaffee lohnt es sich, sich eine Kaffeemühle zuzulegen und ganze Bohnen zu kaufen, die du portionsweise mahlst. Denn bereits gemahlener Kaffee verliert schnell sein Aroma. Hochwertige mechanische Handmühlen gibt es bereits für weniger als 50 Euro im Handel oder online bei **CoffeeCircle oder **Butch.

Die häufigsten Kaffeesorten sind Arabica und Robusta. Sie unterscheiden sich sowohl im Aussehen und im Anbau als auch im Geschmack. Kaffee aus Arabica-Bohnen schmeckt feiner und weniger bitter als Robusta-Kaffee. Außerdem enthält er weniger Säure und gilt deshalb als bekömmlicher. Dafür enthalten Robusta-Bohnen mehr Koffein und der daraus gebrühte Kaffee bekommt eine Karamellnote, wenn du ein wenig Zucker hinzufügst. Hierzulande erhältst du im Handel meistens Arabica-Bohnen oder Mischungen, da Arabica-Kaffee bei uns beliebter ist und als hochwertiger gilt.

Egal, ob Arabica oder Robusta – hauptsache Fairtrade: Bei Kaffee solltest du ganz besonderen Wert darauf legen, dass er fair gehandelt wurde, da der konventionelle Anbau oft umweltschädlich ist und auf vielen Plantagen die Arbeiter ausgebeutet werden. Wirf doch einmal einen Blick auf unsere Bestenliste von Fair-Trade-Kaffees.

Der richtige Filter für Filterkaffee

Kaffeebohnen, Mühle und Filter: Das brauchst du für leckeren Filterkaffee.
Kaffeebohnen, Mühle und Filter: Das brauchst du für leckeren Filterkaffee.
(Foto: Leonie Barghorn / Utopia)

Natürlich brauchst du für Filterkaffee auch einen Filter. Es gibt verschiedene Formen, vom Handfilter bis hin zur Kaffeemaschine mit Filtereinsatz. Einen Handfilter aus Plastik bekommst du bereits für etwa zwei Euro. Es lohnt sich aber, ein paar Euro mehr für einen Porzellan- oder Keramikfilter auszugeben. Nimm am besten eine Filtergröße, die auch für mehrere Tassen Kaffee ausreicht – dann bist du flexibel.

Inzwischen gibt es auch diverse Kaffeefilter aus wiederverwendbaren Materialien: Kaffeefilter aus Edelstahl brauchen keinen zusätzlichen Papierfilter. Sie sind mehrfach verwendbar und recycelbar und deshalb eine gute Alternative zu Plastikfiltern. Du findest sie zum Beispiel in der Haushaltswarenabteilung, beim Kaffeeladen oder online** bei WaschbärAvocadostore oder memolife.

Praktisch, vor allem auf Reisen, sind auch Baumwollfilter: Hier hast du den Filterhalter und den Filter in einem und sparst dadurch Papiermüll. Günstige Baumwollfilter findest du zum Beispiel bei **Kivanta.

In wenigen Schritten zum Filterkaffee

Wenn du für deinen Filterkaffee einen Edelstahlfilter benutzt, musst du zusätzlich keine Papierfilter verwenden – so entsteht weniger Müll.
Wenn du für deinen Filterkaffee einen Edelstahlfilter benutzt, musst du zusätzlich keine Papierfilter verwenden – so entsteht weniger Müll.
(Foto: Utopia / Katharina Schmidt)

Jetzt musst du den Filterkaffee nur noch zubereiten. Wir erklären dir, wie du ihn mit dem Handfilter brühst:

  1. Stelle bei deiner Kaffeemühle einen mittleren Mahlgrad ein. Ob der Mahlgrad geeignet ist, erkennst du später beim Aufbrühen des Kaffees. Wenn der Kaffee wässrig ist, hast du ihn möglicherweise zu grob gemahlen, ist der dagegen bitter und sehr stark, war der Mahlgrad möglicherweise zu fein. 
  2. Mahle die gewünschte Menge Kaffeebohnen. Die Dosierung hängt natürlich davon ab, wie stark du deinen Kaffee magst. Empfohlen werden ungefähr 16 Gramm Kaffeepulver auf 250 Milliliter Wasser.
  3. Setze ein Filterpapier in deinen Handfilter ein und spüle es mit heißem Wasser durch. So wärmst du den Filter und die Tasse vor und beseitigst gleichzeitig den Eigengeschmack des Filterpapiers. Das heiße Wasser in der Tasse schüttest du anschließend aus.
  4. Gib die gewünschte Menge frisch gemahlenen Kaffee in das Filterpapier.
  5. Erhitze Wasser auf etwa 95 Grad. Koche es dafür auf und lasse es anschließend für eine Minute ruhen. Wenn das Wasser zu heiß ist, schmeckt der Kaffee bitter, wenn es zu kalt ist, erhält er dagegen einen säuerlichen Beigeschmack.
  6. Gib so viel von dem heißen Wasser in den Filter, dass das Kaffeepulver gerade eben vollständig bedeckt ist. In den folgenden 30 Sekunden kannst du beobachten, wie das Kaffeepulver aufquillt. Dieser Effekt wird „Blooming“ genannt. Dadurch, dass sich das Kaffeepulver mit Wasser aufsaugt, können die Geschmacksstoffe anschließend besser herausgelöst werden.
  7. Gieße den Rest des Wassers langsam in den Filter und lasse es durchlaufen.

Jetzt ist der Kaffee fertig – Zeit, zu genießen! Den Kaffeesatz, der im Filter zurückbleibt, solltest du übrigens nicht wegwerfen, da er ein vielseitiges und nützliches Hausmittel ist.

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