Flamingoblume: So pflanzt und pflegst du Anthurien

Foto: CC0 / Pixabay / manfredrichter

Die Flamingoblume ist ein exotischer Hingucker für Haus und Wohnung. Wie du die tropische Zimmerpflanze richtig pflegst und umpflanzt, erfährst du hier.

Die Flamingoblume, auch unter der Bezeichnung Anthurie bekannt, ist eine auffällige Pflanze für Haus und Wohnung. Ursprünglich stammt sie aus feuchten Tropenwäldern in Süd- und Mittelamerika. Botanisch gesehen gehört sie zur Familie der Aronstabgewächse und umfasst mehr als 1.000 Arten. Die immergrüne Staude wächst aufrecht und wird bis zu einem Meter hoch. Die bunten Blätter, die meist in kräftigem Rosa oder Rot erstrahlen, sind entgegen verbreiteter Auffassung keine Blüten, sondern Hoch- beziehungsweise Hüllblätter. 

Schon gewusst? Bei den Flamingoblumen, die hierzulande im Zimmer gehalten werden, handelt es sich um Hybride. Das sind Kreuzungen, die vor allem aus der Großen und der Kleinen Flamingoblume entstanden sind. 

Flamingoblume: Standort und Umpflanzen

Wenn du selbst eine Flamingoblume in deiner Wohnung halten möchtest, solltest du dich vor der Anschaffung auf die Suche nach einem geeigneten Platz für sie machen. Anthurien mögen helle bis halbschattige Standorte ohne direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft. Sie gedeihen gut bei 20 bis 25 Grad Celsius – ganz normale Zimmertemperatur ist also ideal. Im Winter reichen 16 bis 18 Grad aus. Flamingoblumen mögen außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit. Wenn du also ein helles Bad mit Fenster hast, fühlen sie sich dort besonders wohl. Alternativ hat es sich auch bewährt, sie in einer Pflanzenvitrine aufzustellen.

Hast du dir eine neue Flamingoblume zugelegt, kannst du sie vorerst in der Erde lassen, in der sie bereits steht. Wichtig ist, dass du deine Pflanzen in einem Topf mit hochwertiger Erde kaufst – so ist die Anfälligkeit für Schädlinge geringer.

Das Umtopfen findet bei jungen Anthurien jeden Frühling statt. Dafür benutzt du am besten hochwertige Grün- und Zimmerpflanzenerde mit hohem Humusgehalt, saurem pH-Wert und Erde ohne Torf. Und so gehst du dabei vor:

  1. Nimm die Flamingoblume vorsichtig aus ihrem Pflanzgefäß. Wenn sich der Topf nicht einfach so abziehen lässt, versuche ihn durch vorsichtiges Drehen und Schütteln zu lockern.
  2. Schüttle die alte Erde von der Pflanze ab. Wenn noch etwas an den Wurzeln kleben bleibt, ist das nicht schlimm.
  3. Fülle ein etwas größeres Pflanztöpfchen etwa zu einem Drittel mit frischer Erde.
  4. Setze die Pflanze aufrecht hinein und fülle den Topf komplett mit Erde auf. 
  5. Drücke die Erde fest, sodass die Pflanze genügend Halt hat.
  6. Gieße die Flamingoblume an.

Flamingoblume pflegen: So machst du es richtig

Der Stiel in der Mitte ist die eigentliche Blüte der Flamingoblume.
Der Stiel in der Mitte ist die eigentliche Blüte der Flamingoblume.
(Foto: CC0 / Pixabay / MrGajowy3)

Die Flamingoblume gehört nicht unbedingt zu den unkompliziertesten Zimmerpflanzen. Wenn du ein paar Dinge beachtest, gedeiht sie aber auch bei dir prächtig.

  • Die Erde, in der die Flamingoblume steht, sollte niemals ganz austrocknen. Gieße sie regelmäßig, aber nicht übermäßig. Kalk toleriert die Pflanze nur schlecht, deshalb solltest du entweder abgestandenes Leitungswasser oder Regenwasser zum Gießen verwenden. Achte zudem darauf, dass das Wasser nicht kalt, sondern lauwarm ist. Im Winter solltest du die Wassermengen etwas reduzieren.
  • Düngen kannst du im Sommer jede Woche. Eine kleine Menge salzarmer Flüssigdünger im Gießwasser reicht vollkommen aus. Im Winter solltest du nur alle vier Wochen düngen. 
  • Halte die Luftfeuchtigkeit für die Flamingoblume hoch. Wenn nötig, solltest du sie regelmäßig mit kalkarmem Wasser besprühen. Lies dazu auch: Luftfeuchtigkeit erhöhen: Tipps für ein besseres Raumklima.
  • Ab und zu solltest du die Blätter der Pflanze entstauben, sonst funktioniert ihre Fotosynthese nicht mehr einwandfrei.
  • Schneiden musst du die Anthurie nicht.

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