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Füße schlafen beim Meditieren ein? Das kannst du tun

Foto: CC0 / Pixabay / lograstudio

Wenn deine Füße bei der Meditation einschlafen, ist das unangenehm. Außerdem kann das Kribbeln uns schnell von der Praxis ablenken. Wie du trotz eingeschlafener Füße weiter meditierst, erfährst du in diesem Artikel.

Wenn du im Sitzen meditierst, kann es passieren, dass deine Füße einschlafen. Das Kribbeln und das taube Gefühl lenken die Aufmerksamkeit dann meist weg vom Atmen und der inneren Ruhe. Stattdessen ist das unangenehme Gefühl vereinnahmend und wird zum Hauptfokus der Meditation. 

Eingeschlafenen Füße sind jedoch kein Grund, deine Meditation abzubrechen. Es gibt einige Dinge, die du tun kannst, um deine Meditationspraxis trotzdem weiterzuführen. Hier verraten wir dir, welche Möglichkeiten du dazu hast.

Tipp: Lies auch unseren Beitrag zum richtigen Meditationssitz. Mit der richtigen Sitzposition kannst du einschlafenden Füßen gut vorbeugen.

Warum schlafen Füße ein?

Eingeschlafene Füße sind nicht gefährlich und du kannst auch mit Kribbeln im Fuß weitermeditieren.
(Foto: CC0 / Pixabay / PatrizioYoga)

Wenn deine Füße während der Meditation einschlafen, ist das kein Grund zur Sorge. Das Kribbeln im Fuß ist zwar unangenehm, jedoch nicht gefährlich oder schädlich für deinen Körper. 

Eine verbreitete Annahme ist es, dass unsere Körperteile einschlafen, weil die Durchblutung unterbrochen ist. Das stimmt so jedoch nicht ganz. Die Apotheken-Umschau erklärt, dass Beine, Füße oder Arme einschlafen, wenn ein Nerv unter Druck eingeklemmt wird. Dann sind Nährstoff- und Sauerstoffversorgung unterbrochen. Die Kommunikation mit dem Gehirn wird dadurch gestört und Informationen können nicht richtig weitergeleitet werden.

Einige Nervenfasern senden dann ein Signal an unser Gehirn, um den Druck schnellstmöglich zu lockern. Dieses Signal nehmen wir als Kribbeln wahr. Nach einiger Zeit stellt sich neben dem Kribbeln dann auch ein taubes Gefühl ein.

Wenn der Druck rechtzeitig aufgehoben wird, schadet ein eingeklemmter Nerv dem Körper nicht. Du brauchst also keine Sorge zu haben, dass dein eingeschlafener Fuß Schäden von der Meditation davonträgt.

Weitermeditieren trotz Kribbeln im Fuß

Verweile in der Ausganosition, auch wenn du ein Kribbeln im Fuß spürst.
(Foto: CC0 / Pixabay / truthseeker08)

Mit dem Wissen, dass ein eingeschlafener Fuß nicht gefährlich ist, kannst du deine Meditation also unbesorgt fortsetzen. Entspanne dich und bleibe innerlich ruhig.

Das ist mit einem Kribbeln im Fuß natürlich nicht so leicht. Eine Möglichkeit ist es, die körperliche Herausforderung anzunehmen und einfach in der bisherigen Position zu verweilen. So übst du Selbstkontrolle und Akzeptanz. Identifiziere dich nicht mit dem Reiz. Nimm ihn wahr, bringe aber deinen Fokus immer wieder zurück auf deinen Atem. 

Je mehr du dich in die Unannehmlichkeit hinein entspannst, desto weniger wird sie dich vereinnahmen. Übe dich im Loslassen und sieh diese Herausforderung als Möglichkeit zum Lernen an. 

Verändere deine Sitzposition

Passe deine Sitzposition an, um die Nerven zu entlasten.
(Foto: CC0 / Pixabay / lograstudio)

Wenn die Meditation mit eingeschlafenen Füßen zu unangenehm wird, dann spricht nichts dagegen, deine Sitzposition zu verändern. Sobald du den Druck von dem eingeklemmten Nerv nimmst, wird das taube Gefühl nachlassen. Es folgt ein intensives Kribbeln, das jedoch nach kurzer Zeit vorbeigeht. Dann fühlen sich deine Füße wieder normal an und du kannst unbehelligt weitermeditieren. 

So kannst du deine Position anpassen und die Nerven entlasten:

  • Lass die Fußgelenke kreisen.
  • Wechsle vom Lotussitz in einen offenen Schneidersitz.
  • Wechsle von gekreuzten Beinen zu einer knienden Sitzposition. 
  • Strecke die Beine für einige Momente gerade aus. 

Auch in der Bewegung kannst du dich weiter auf deine Meditationspraxis konzentrieren. Lasse deinen Fokus auf dem Atem und entspanne dich in die neue Haltung hinein. Es ist eine gute Übung, die Meditation nicht von äußeren Umständen und Veränderungen unterbrechen zu lassen. 

Alternative zum Sitzen: Praktiziere Gehmeditation

Meditiere im Gehen, Sitzen oder Liegen, um die Füße zu entlasten.
(Foto: CC0 / Pixabay / Pezibear)

Wenn deine Füße beim Meditieren im Sitzen regelmäßig einschlafen, dann probiere einmal eine andere Form der Meditation aus. Gehmeditation ist eine entspannende Alternative zum stillen Sitzen. Dabei lenkst du deine Aufmerksamkeit komplett auf das Gehen. Am besten meditierst du barfuß. 

So kannst du Gehmeditation praktizieren:

  1. Fokussiere dich auf deinen Atem und entspanne deine Schultern, Arme und Beine. Finde einen Moment der Stille. 
  2. Setze einen Fuß vor den anderen.
  3. Gehe aufrecht und sehr langsam.
  4. Nimm bewusst wahr, wie du deinen Fuß aufsetzt, abrollst und die Zehen bewegst. 
  5. Spüre, wie sich dein Körpergewicht mit der Bewegung verlagert. 
  6. Sei dir des Bodenkontakts bewusst. 
  7. Verlangsame deinen Gang immer mehr. Komme am Ende in den Stillstand, um die Meditation zu beenden.

Tipp: Wenn die Gehmeditation dich nicht anspricht, dann kannst du alternativ auch auf einem Stuhl oder im Liegen meditieren. So werden die Nerven der Füße nicht belastet. 

Nach der Meditation: Füße entlasten

Dehne Beine und Füße regelmäßig, um sie beim Meditieren zu entlasten.
(Foto: CC0 / Pixabay / yogabelloso)

Nach einer Meditation mit eingeschlafenen Füßen möchten diese natürlich wiederbelebt werden. Nach der Meditation kannst du einige Dinge tun, um deine Glieder wieder aufzuwecken: 

  • Strecke deine Beine lang aus.
  • Massiere deine Füße sanft.
  • Lass deine Fußgelenke kreisen. 
  • Stehe vorsichtig auf. So fließt das Blut schneller zum eingeklemmten Nerv. Halte dich gegebenenfalls an etwas fest, falls dein Fuß zu kribbelig wird und nachgibt. 
  • Gehe einige Schritte, um die Füße wieder zu beleben.

Tipp Dehne deine Beine und Füße regelmäßig, um die Nerven zu entlasten. Mit einfachen Übungen oder einer Yoga-für-Anfänger-Routine kannst du deine Muskeln lockern und später entspannt im Schneidersitz meditieren. 

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