Hagebuttentee: Wirkung, Anwendung und wie du ihn selbst herstellst

Hagebutten
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Ein Tee aus Hagebuttenschalen bringt viele gesundheitliche Vorteile. Hier erfährst du mehr über die Wirkung, Anwendung und eigene Herstellung von Hagebuttentee.

Hagebuttentee: Diese Wirkstoffe machen Hagebutten zur Heilpflanze

Hagebutten sind die Früchte verschiedener Rosensorten, beispielsweise der Hundsrose
Hagebutten sind die Früchte verschiedener Rosensorten, beispielsweise der Hundsrose (Foto: CC0 / Pixabay / Oldiefan)

Hagebutten werden schon seit langer Zeit in der Naturheilkunde eingesetzt. Das haben sie ihren vielen wertvollen Wirkstoffen zu verdanken. Dazu zählen unter anderem:

1. Vitamin C

Je nach Sorte bringen es 100g Hagebutten (verzehrfertige Masse) auf etwa 500 bis 1.500mg Vitamin C. Die heimische Hagebutte schlägt damit sogar Exoten wie die Kiwi, die im Vergleich dazu gerade einmal 45mg Vitamin C pro 100g aufweisen kann. Vitamin C ist außerordentlich wichtig für die Gesundheit, denn es:

  • stärkt das Immunsystem,
  • schützt die Zellen vor freien Radikalen,
  • hilft Hormone und Botenstoffe zu bilden,
  • unterstützt bei der Regeneration von Haut, Haaren, Nägeln und dem Bindegewebe,
  • ist wichtig für den Cholesterin– und Fett-Stoffwechsel,
  • hilft Eisen besser aufzunehmen.

2. Lycopin

Lycopin ist ein Pflanzenfarbstoff, der auch für den menschlichen Körper äußerst wertvoll ist. Denn er wirkt antioxidativ und verhindert dadurch Zellschäden.

3. Pektin

Hagebutten sind reich an Pektinen. Das sind Ballaststoffe, die im menschlichen Körper leicht abführend und entgiftend wirken können und daher bei Verdauungsbeschwerden und Nierenerkrankungen helfen.

Aufgrund dieser und weiterer wertvoller Inhaltsstoffe (darunter Vitamine A, B, E und K, Flavonoide, Calcium, Magnesium, Eisen) gilt die Hagebutte als heimische Superfrucht mit großer Heilwirkung und gesundheitsförderndem Potential.

Anwendung von Hagebuttentee

Hagebuttentee hilft bei der Abwehr von Viren, die beispielsweise eine Erkältung hervorrufen können.
Hagebuttentee hilft bei der Abwehr von Viren, die beispielsweise eine Erkältung hervorrufen können. (Foto: CC0 / Pixabay / Mojpe)

Hagebutte als Tee aus getrockneten Schalen hat Tradition und ist auch heute noch sehr beliebt. Die Wirkung von Hagebuttentee ist allerdings nicht ausreichend wissenschaftlich belegt, sondern beruht auf den Erfahrungen der Volks- und Naturheilkunde. Ohne Zweifel ist Hagebuttentee aber ein bekömmliches Getränk. Hagebuttentee wird häufig angewandt zur:

  • Linderung von Verdauungsbeschwerden: Die Hagebuttenschale enthält viele Pektine. Diese löslichen Ballaststoffe erhöhen das Volumen des Darminhalts und helfen dabei, ihn schnell durch den Verdauungstrakt zu befördern.
  • Rekonvaleszenz: Dank der vielen Vitamine und Mineralien in der Frucht kann Hagebuttentee den Körper dabei unterstützen, nach Krankheiten wieder zu Kräften zu kommen.
  • Immunstärkung: Der hohe Vitamin-C-Gehalt macht Hagebuttentee besonders gesund. Denn Vitamin C schützt vor freien Radikalen und stimuliert das Immunsystem. Dadurch hilft Hagebuttentee dem Körper, krankmachende Viren, Bakterien oder Pilze abzuwehren.
  • Linderung von Magen-Darm-Beschwerden: Auch bei Durchfall kannst du zu Hagebuttentee greifen. Die Pektine in der Schale binden Wasser an sich, quellen auf und verfestigen so den Darminhalt. Gereizte Magenschleimhautwände können durch Hagebuttentee beruhigt werden, denn die enthaltenen Pektine, Flavonoide und Gerbstoffe wirken schleimhautschützend.
  • Linderung von Harnwegsbeschwerden: In Hagebutten stecken eine Menge Fruchtsäuren. Diese wirken harntreibend und begünstigen damit die Ausscheidung von Schadstoffen und Viren, die Harnwegsbeschwerden hervorrufen.

Rezept: So stellst du Hagebuttentee selber her

Selbstgemachter Hagebuttentee hat eine gelbliche Farbe. Die rote Farbe von gekauftem Tee kommt von zugefügten Hibiskusblättern.
Selbstgemachter Hagebuttentee hat eine gelbliche Farbe. Die rote Farbe von gekauftem Tee kommt von zugefügten Hibiskusblättern. (Foto: CC0 / Pixabay / dungthuyvunguyen)

Hagebuttentee lässt sich sehr leicht selbst herstellen. Dafür kannst du entweder bereits getrocknete Hagebuttenschalen im Reformhaus oder Bio-Laden kaufen oder die Hagebutten selber ernten und zu einem Tee verarbeiten. Selbstgemachter Tee hat den Vorteil, dass definitiv keine Zusätze wie Farbstoffe und künstliche Aromen enthalten sind.

Hagebuttentee selber herstellen

  1. Hagebutten ernten: Hagebutten sind im Spätherbst reif, wenn die Früchte auf Fingerdruck leicht nachgeben.
  2. Hagebutten waschen und entkernen: Wasche zuerst die Hagebutten, entferne dann die Stiele und Blütenansätze. Halbiere die Hagebutten danach und entferne die Samen. Auf den Samen befinden sich Härchen, die eventuell Hautreaktionen hervorrufen können. Trage deswegen vorsichtshalber (wiederverwendbare) Haushaltshandschuhe. Wasche nach dem Ausschaben die Schalen noch einmal gründlich ab, damit alle Härchen entfernt werden.
  3. Hagebutten trocknen: Nun kannst du die Hagebuttenschalen trocknen. Das sollte möglichst schonend und ohne zu große Hitze passieren. Am besten lässt du die Hagebutten ausgebreitet an einem warmen Ort für ein paar Tage liegen, bis sie komplett durchgetrocknet sind. Überprüfe regelmäßig, ob die Schalen komplett getrocknet sind.
  4. Hagebutten aufbewahren: Nach dem Trocknen kannst du die Schalen gegebenenfalls noch etwas zerkleinern und in einem luftdichten Gefäß aufbewahren.

Hagebuttentee zubereiten

  • Aufbrühen: Gieße auf etwa 2 Teelöffel getrocknete Hagebuttenschalen 250ml heißes Wasser und lasse den Tee für 10 Minuten ziehen.
  • Verzehr: Um von der größtmöglichen Gesundheitswirkung von Hagebuttentee zu profitieren, solltest du den Tee regelmäßig über einen längeren Zeitraum trinken. So kannst du dein Immunsystem nachhaltig stärken.

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