Lycopin: Wirkung, Eigenschaften und wo der Pflanzenstoff steckt

Lycopin
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Das Antioxidans Lycopin unterstützt das Immunsystem und schützt vor Krebs. Hier erfahrt ihr das Wichtigste über den gesunden sekundären Pflanzenstoff.

Lycopin – ein Mitglied der Carotinoid-Familie

Lycopin zählt neben dem Alpha- und dem Beta-Carotin zu den wichtigsten Carotinoiden. Carotinoide sind sekundäre Pflanzenstoffe. Sie geben Früchten und Gemüse eine gelbe bis rote Färbung.

Lycopin, Alpha-Carotin und Beta-Carotin wirken zusammen als hochpotente Antioxidantien, die freie Radikale einfangen und vernichten, die Abwehrkraft des Körpers stärken und vor verschiedenen Krankheiten schützen können. Sie können sogar nachweislich das Krebsrisiko senken.

Die Eigenschaften und Wirkungen von Lycopin

In Aprikosen steckt viel Lycopin, das antioxidativ wirkt.
In Aprikosen steckt viel Lycopin, das antioxidativ wirkt. (Foto: CC0 / Pixabay / ulleo)

Die positiven Wirkungen von Lycopin auf die Gesundheit sind vielseitig. Der Pflanzenstoff stärkt das menschliche Immunsystem, indem er das Wachstum und die Aktivitäten bestimmter Immunzellen unterstützt.

So schützt Lycopin beispielsweise vor:

  • Rheuma
  • Arthritis
  • grauem Star
  • Herzinfarkten
  • Schlaganfällen
  • frühzeitiger Hautalterung
  • Raucherschäden
  • Sonnenbrand

Außerdem zerstört Lycopin freie Radikale, die Krebs verursachen können. Lycopin kann Zellveränderungen verhindern und hemmt somit die Tumorentwicklung. Lycopin kann aufgrund dieser Eigenschaften nachweislich das Risiko senken, an Lungen-, Bauchspeicheldrüsen-, Gallenblasen- und Darmkrebs zu erkranken.

Lycopin in Kapselform – sinnvoll oder nicht?

Inzwischen werben auch Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln mit den positiven gesundheitlichen Effekten von Lycopin. Der Pflanzenstoff in Kapselform ist meist jedoch recht teuer und aufwendig in Plastik verpackt.

Nachhaltiger und günstiger ist es, lycopinhaltige Lebensmittel in den täglichen Speiseplan zu integrieren.

In welchen Lebensmitteln Lycopin drin steckt

Tomaten sind reich an Lycopin.
Tomaten sind reich an Lycopin. (Foto: CC0 / Pixabay / Couleur)

Lycopin ist in jedem gelben, roten und grünen Obst und Gemüse enthalten. Besonders viel Lycopin findet sich jedoch Tomaten, sogar in Tomatenmark und Tomatensaft.

Weitere Obst- und Gemüsesorten, die Lycopin enthalten, sind:

  • Aprikosen
  • Pfirsiche
  • Mangos
  • Wassermelonen
  • Beeren
  • Hagebutten
  • Kürbisse
  • Zitrusfrüchte, vor allem Grapefruits

Obst und Gemüse, das Lycopin enthält, ist meist relativ hitzebeständig und kann deshalb auch bei höheren Temperaturen zubereitet werden. Zudem kann Lycopin aus kleingeschnittenen oder pürierten Lebensmitteln noch besser vom Körper aufgenommen werden. Wichtig: Lycopin wirkt nur in Verbindung mit Fett!

In einem weiteren Artikel erfährst du alles, was du über Speiseöle und -fette wissen solltest.

Quelle: Münzing-Ruef, I.: Kursbuch Gesunde Ernährung, Heyne, 2000

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