Heimische Vögel: Diese solltest du kennen

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Heimische Vögel kannst du mit etwas Geduld in Wäldern, Gärten und Parks beobachten. Zu den häufigsten Arten bei uns in Deutschland zählen Amsel, Buntspecht, Kohlmeise und Sperling. Diese und weitere Vogelarten stellen wir dir vor.

Heimische Vögel: die Amsel

Amseln bekommst du in Deutschland häufig an verschiedensten Orten zu Gesicht.
Amseln bekommst du in Deutschland häufig an verschiedensten Orten zu Gesicht. (Foto: CC0 / Pixabay / Capri23auto)

Amseln gehören zu den bekanntesten deutschen Vogelarten und sind in Deutschland sogar die häufigste Vogelart überhaupt. Männliche Amseln sind an ihrem durchgehend schwarzen Gefieder und ihrem gelben Schnabel erkennbar. Amselweibchen und junge Amseln sind dagegen bräunlich gefärbt.

Zu den beliebtesten Nahrungsmitteln der Amsel zählen Insekten, Regenwürmer und Schnecken, aber auch Früchte, wie z.B. Beeren. Zur Nahrungssuche hüpfen sie daher oft über den Boden und suchen in niedrigem Gras oder unter Falllaub nach Würmern.

Ursprünglich war die Amsel ein typischer Waldvogel und wurde nur selten in der Nähe von Menschen gesichtet. Heute kannst du Amseln dagegen oft in Städten und Dörfern und insbesondere in Gärten und Parks beobachten. Zum Singen begibt sich das Amselmännchen gern auf isolierte, hohe Plätze, zum Beispiel einzeln stehende Bäume oder Antennen. Der melodisch flötende Gesang kann je nach Region und Amsel  stark variieren.

Buntspecht: heimische Vogelart aus dem Wald

Neben dem Trommeln zeichnet sich der Buntspecht durch sein auffälliges Gefieder aus.
Neben dem Trommeln zeichnet sich der Buntspecht durch sein auffälliges Gefieder aus. (Foto: CC0 / Pixabay / ginger)

Der Buntspecht ist die häufigste Spechtart in Deutschland. Durch sein markantes schwarz-weiß-rot gefärbtes Gefieder, kannst du ihn leicht identifizieren. Die Männchen zeichnen sich zusätzlich durch einen roten Fleck im Nacken aus.

Das prägnanteste Merkmal des Buntspechtes ist natürlich sein Trommeln. Dies erzeugt der Specht, indem er seinen Schnabel immer wieder in schnellen Bewegungen gegen den Stamm oder Ast eines Baumes schlägt. Ein Trommelwirbel dauert ungefähr zwei Sekunden und besteht aus 10 bis 16 Schlägen. Neben dem Trommeln ist auch ein kurzes „kix“ eine typische Lautäußerung des Buntspechtes und dient häufig als Warnruf.

Der Schweizer Vogelschutzt (SVS) zeigt im Video den Buntspecht in Aktion:

Buntspechte findest du typischerweise in Wäldern, sie lassen sich vereinzelt aber auch in Gärten und Parks blicken, solange dort viele Bäume vorhanden sind. Typische Nahrungsmittel des Buntspechtes sind Holzinsekten, die er mit seinem scharfen Schnabel aus morschem Holz hackt. Auch die Samen von Nadelbäumen sowie Eier und Jungvögel dienen als Nahrungsquelle.

Kohlmeise: Beliebte heimische Vogelart

Kohlmeisen gehören in Deutschland zu den beliebtesten Vogelarten.
Kohlmeisen gehören in Deutschland zu den beliebtesten Vogelarten. (Foto: CC0 / Pixabay / Capri23auto)

Die Kohlmeise gilt als niedlicher, kleiner, bunter und intelligenter Vogel und zählt deshalb zu den beliebtesten deutschen Vogelarten. Ihr Gefieder ist an der Unterseite gelb gefärbt und in der Mitte von einem schwarzen Längsband geprägt. Kopf und Kehle sind schwarz, wobei die Wangen weiß gefärbt sind.

Der Gesang der Kohlmeise ist sehr vielfältig. Teilweise ahmt sie sogar andere Meisenarten nach. Ihr berühmtestes Motiv ist jedoch der typische „zi-zi-bääh“-Ruf, der auch der Grund für ihren Beinamen „Zizibe“ ist.

Kohlmeisen halten sich oft in lockeren Wäldern, sowie Gärten, Parks und Alleen auf. Zudem nisten sie sich besonders gern in angebotenen Nistkästen ein. Kohlmeisen ernähren sich in der Regel von Schädlingen, wie z.B. Blattläusen sowie Raupen und Spinnen. Auch Samen und Früchte stehen auf ihrem Speiseplan.

Feld- und Haussperlinge (Spatzen)

Spatzen gehören zu den bekanntesten Vogelarten und können häufig in Stadtzentren und Dörfern gesichtet werden.
Spatzen gehören zu den bekanntesten Vogelarten und können häufig in Stadtzentren und Dörfern gesichtet werden. (Foto: CC0 / Pixabay / Oldiefan)

Spatzen zählen zu den bekanntesten Vogelarten und sind häufig in Dörfern und Städten zu beobachten. Der Feldsperling (oder auch Feldspatz) kann durch seine braune Kopfplatte, sowie die schwarzen Wangenflecken identifiziert werden. Dabei sind Männchen und Weibchen gleich gefärbt.

Bei den Haussperlingen oder auch „gewöhnlichen“ Spatzen ist das Gefieder der Männchen von einem braun bis grau eingefassten Scheitel, weißen Wangen und einem schwarzen Latz geprägt. Die Weibchen sind dagegen hauptsächlich grau-braun gefärbt.

Der Gesang der Spatzen ist weniger auffällig und besteht hauptsächlich aus eintönigen „Tschilp“-Rufen. Sie zeichnen sich insbesondere durch ihre Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit aus. So sind sie z.B. sehr flexibel bei der Wahl ihres Nistplatzes. Allerdings geht der Bestand beider Sperlingsarten seit einigen Jahren deutlich zurück. Daher stehen sie sogar beide auf der Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Brutvögel, die der NABU im Jahr 2016 veröffentlicht hat.

Das Rotkehlchen: in Parks und Wäldern heimisch

Rotkehlchen sind leicht an ihrem strahlend rot gefärbten Gefieder zu erkennen.
Rotkehlchen sind leicht an ihrem strahlend rot gefärbten Gefieder zu erkennen. (Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Das unverwechselbare Gefieder des Rotkehlchens ist größtenteils dezent braun gefärbt. Die Kehle leuchtet daher in einem strahlenden Orange-rot, was dem beliebten Vogel auch seinen Namen verleiht. Zu seinen beliebtesten Nahrungsmitteln gehören Insekten und Insekten-Larven, sowie Spinnen, Schnecken und Würmer.

In der Regel halten sich Rotkehlchen in dichten Wäldern auf. Teilweise können sie jedoch auch in Gärten und Parks, die über einen ausreichend großen Baumbestand verfügen, gesehen werden.

Die Elster: ein diebischer Singvogel

Elstern sind in Deutschland keine beliebte Vogelart und spielen daher in Fabeln oft eine negative Rolle.
Elstern sind in Deutschland keine beliebte Vogelart und spielen daher in Fabeln oft eine negative Rolle. (Foto: CC0 / Pixabay / nschlegel)

Die Elster ist in Deutschland eine eher unbeliebte Vogelart. Dies liegt besonders an ihrer Vorliebe zum Nestplündern. Dabei raubt sie die Eier und Jungtiere verschiedener kleiner Singvögel, um diese anschließend zu verzehren.

Der Mythos, die Elster löse damit den Rückgang bestimmter Singvögel-Arten aus, kann jedoch klar widerlegt werden: So sind in Gebieten, in denen sich viele Elstern aufhalten, in der Regel auch viele verschiedene Singvogel-Arten auffindbar. Eier und Jungvögel machen zudem nur etwa 15 bis 20 Prozent des Speiseplans der Elster aus. Sie ernährt sich auch von Insekten, Pflanzensamen, Aas und Getreidekörnern.

Eine Elster kannst du leicht an ihrem schwarz-weißen Gefieder, ihrem langen, glänzenden Schwanz und ihren schackernden Rufen erkennen. Heute halten sie sich auch in Dörfern und Städten auf und brüten besonders gern am Rande von Autobahnen. Auch in Gärten kannst du die Elster oft beobachten, da sie hier besonders leicht an die Nester von Singvögeln gelangt.

Der Star ist ein echter Gesangs-Star

Stare zeichnen sich insbesondere durch ihren beeindruckenden Gesang aus.
Stare zeichnen sich insbesondere durch ihren beeindruckenden Gesang aus. (Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Stare sind wegen ihrer Vielzahl an Gesangsmotiven eine beeindruckende Vogelart. Den Effekt verstärken Stare, indem sie beim Singen ihre Flügel weit öffnen und hin- und herbewegen. Zusätzlich kann der Star den Gesang zahlreicher anderer Arten sowie verschiedene Umgebungsgeräusche nachahmen. Diese Arbeit machen sich Stare natürlich nicht umsonst: Die Männchen versuchen durch ihren Gesang Weibchen anzulocken, die sich von den verschiedenen Motiven und dem ausdauernden Gesang angezogen fühlen.

Das Gefieder des Stars variiert je nach Jahreszeit. Im Frühjahr ist das sogenannte „Prachtkleid“ schwarz-blau gefärbt und von einigen wenigen weißen Punkten geprägt. Der Schnabel ist gelb. Das „Schlichtkleid“ im Winter ist durch einen schwarzen Schnabel und weniger weißen Punkten gekennzeichnet.

Im Jahr 2018 erklärte der NABU den Star zum Vogel des Jahres, um auf den abnehmenden Vogelbestand aufmerksam zu machen. So ist er auf der Roten Liste des NABU in der Kategorie „gefährdet“ eingestuft.

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(1) Kommentar

  1. Ich habe mir kürzlich die App „BirdNet“auf Android heruntergeladen (ich weiß nicht ob es diese auch auf IOS gibt). Diese App kann mithilfe von Maschinenlernen Vogelstimmen, welche man mit seinem Handy aufnimmt zuordnen. Das klappt erstaunlich gut. Seitdem habe ich als Laie viel Spass daran die heimischen Vogelarten zuzuordnen, zu suchen und zu erkennen und kennenzulernen.
    Bei uns gibt es beispielweise u.a. Buchfinken, Mönchsgrasmücken und Meisen.

    Leider sind die Server manchmal down, dann sollte man seinen Aufnahmen markieren, speichern und später zusenden.

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