Herbstlaub sinnvoll nutzen: mehr als nur Kompost

Foto: CC0 / Pixabay / DomenicBlair / Antranias

Im Herbst fallen die Blätter, doch das gefallene Laub solltest du nicht einfach in der Biotonne entsorgen, denn Herbstlaub lässt sich sinnvoll nutzen: Es ist nährstoffreich, lässt sich zu Erde verarbeiten oder dient Tieren als wärmender Unterschlupf.

Laubmulch schützt Beete und Pflanzen vor Frost

Bevor du das gesamte Herbstlaub im Garten aufsammelst und auf den Kompost bringst, verteile die gefallenen Blätter lieber auf deinen Blumenbeeten und über den Wurzeln von kälteempfindlichen Büschen und Beerensträuchern. Die Blätterschicht schützt dabei nicht nur vor Frost – sie versorgt den Boden auch mit wertvollen Nährstoffen.

Laub von Kastanie, Walnuss oder Eichen zerkleinerst du am besten, da es langsamer verrottet. Zudem solltest du es wegen der reichlich enthaltenen Gerbstoffe nur für Pflanzen nutzen, die saure Böden bevorzugen, wie z.B. Heidelbeeren.

Laub kompostieren und Erde herstellen

Laubspeicher eignen sich besser zur Kompostierung.
Laubspeicher eignen sich besser zur Kompostierung.
(Foto: CC0 / Pixabay / Antranias)

Etwas langwieriger ist es, Laub zu kompostieren. Dafür erhältst du nach etwa einem Jahr sehr luftige Erde für die Aussaat, die du auch mit Topferde vermischen kannst.

Im Komposter ist das Herbstlaub nicht ganz so gut aufgehoben, da es wesentlich langsamer verrottet als zum Beispiel Küchenabfälle. Alternativ kannst du die Blätter auch in einem eigenen Laubspeicher aufschichten, den du mithilfe von gerolltem Blumendraht schnell selber machen kannst. Indem du die Blätter vorher klein häckselst, lässt sich der Verrottungsprozess noch beschleunigen.

Herbstlaub als Winterquartier für Igel und andere Tiere

Herbstlaub: Ein Winterquartier für Igel.
Herbstlaub: Ein Winterquartier für Igel.
(Foto: CC0 / Pixabay / DomenicBlair)

Während das Herbstlaub auf dem Rasen aufgesammelt werden sollte, da das darunter liegende Gras nicht wachsen kann und im schlimmsten Fall erstickt, kannst du es unter Hecken, Bäumen oder Büschen liegen lassen. Darüber freuen sich nicht nur Spinnen, Würmer, Insekten, sondern auch Eidechsen, Frösche und natürlich auch Igel auf der Suche nach einem geeigneten Ort für ihren Winterschlaf. Achte nur darauf, dass du die liegende Laubschicht nicht wieder umschichtest. Zudem sollte sie etwas geschützt beispielsweise unter Büschen, Bäumen oder Hecken liegen, damit sie nicht zu feucht wird und zu faulen beginnt.

Um Igel und andere Tiere im Garten zu schützen, solltest du übrigens in der Herbstzeit grundsätzlich keine Laubbläser, Laubsauger und Rasenmäher verwenden: Nimm stattdessen lieber einen Besen oder Rechen.

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