Himmelsrichtung bestimmen: So kannst du dich orientieren

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Himmelsrichtung bestimmen und Orientierung behalten – in unserem Alltag helfen uns dabei allerhand technische Geräte. Wie du dich auch ohne sie zu Recht findest, erfährst du hier.

Warum sollten wir wissen wo Norden ist, wenn wir wissen, wo unser Handy steckt? Die technischen Raffinessen des 21. Jahrhunderts haben so manche (überlebens)wichtige Fähigkeit verkümmern lassen. Doch manchmal geht es schneller als gedacht und wir stecken knietief in brenzligen Situationen. Wie du es schaffst, abseits von Handy oder Navigationsgerät die Himmelsrichtungen zu bestimmen, erfährst du hier.

Himmelsrichtung bestimmen mit Hilfe der Sonne

Himmelsrichtung bestimmen mit der Sonne.
Himmelsrichtung bestimmen mit der Sonne. (Foto: CC0 / Pixabay / jplenio)

Eine bekannte Eselsbrücke sagt: „Im Osten geht die Sonne auf. Im Süden nimmt sie Mittagslauf. Im Westen wird sie untergehen. Im Norden ist sie nie zu sehen.“

Tatsächlich ist es am einfachsten, sich am Stand der Sonne zu orientieren, um die Himmelsrichtung zu bestimmen.

  • Wenn du morgens die Sonne im Rücken hast, befindest du dich im Osten und schaust in Richtung Westen. Stelle dir vor, du würdest auf einer analogen Uhr auf der 6 stehen. Die Himmelsrichtungen sind dann mit dem Uhrzeigersinn verteilt. Auf der 9 ist Süden, auf der 12 ist Westen und auf der 3 befindet sich Norden.
  • Kontrolliere gegen Mittag den Sonnenstand. Im Winter steht die Sonne um 12 Uhr am höchsten, im Sommer ist es 13 Uhr. Läufst du nun zur Sonne hin, bewegst du dich Richtung Süden. Auf der Südhalbkugel ist es übrigens anders herum! Da läufst du nach Norden, wenn du der Sonne entgegen gehst.
  • Wenn du eine analoge Uhr dabei hast, kannst du diese ebenfalls nutzen, um die Himmelsrichtungen zu bestimmen. Dafür richtest du den Stundenzeiger auf die Sonne, beispielsweise auf die 5-Uhr-Position. Süden befindet sich dann genau in der Mitte zwischen 12 Uhr und 5 Uhr. Wenn aktuell Sommerzeit ist, nimmst du 13 Uhr, also die 1-Uhr-Position auf deiner Uhr als Referenzwert.

Orientierung an natürlicher Umgebung

Pflanzen können bei der Bestimmung der Himmelsrichtung helfen.
Pflanzen können bei der Bestimmung der Himmelsrichtung helfen. (Foto: CC0 / Pixabay / jplenio)

Wenn die Sonne nicht scheint oder es bereits dunkel ist, kannst du dich auch an anderen natürlichen Merkmalen orientieren.

  • Betrachte das Pflanzenwachstum. Für gewöhnlich sind die Blätter auf der Südseite einer Pflanze dichter und dicker. Auch kannst du dich im Wald am Moos orientieren. Zwar wächst das Moos überall wo es feucht ist, aber da auf der Nordseite keine Sonne scheint, dürfte es dort grüner und feuchter sein.
  • Orientiere dich am Polarstern, denn der markiert den Norden. Du findest ihn ganz einfach, wenn du die hintere Achse des Sternzeichenes „Großer Wagen“ fünfmal verlängerst. Der Polarstern ist besonders hell und damit gut zu erkennen. Auf der Südhalbkugel funktioniert diese Methode leider nicht, da du dort den Polarstern nicht sehen kannst.

Himmelsrichtung bestimmen mit einem Kompass

Ein Kompass hilft bei der Navigation.
Ein Kompass hilft bei der Navigation. (Foto: CC0 / Pixabay / StockSnap)

Um die Himmelsrichtung bestimmen zu können, kannst du auch auf einen Kompass zurückgreifen. Die Nadel zeigt dir immer an, wo sich Norden befindet. Dabei macht sich der Kompass das magnetische Feld der Erde zu Nutze. Einige Smartphones haben übrigens bereits eine Kompass-App vorinstalliert, die dir ebenfalls bei der Orientierung hilft.

Da die vorgestellten Methoden durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden können, sind sie nicht immer 100%ig zuverlässig. Beachte deshalb folgende Dinge, bevor du dich in unbekanntes Terrain stürzt:

  • Gehe niemals alleine los oder gib mindestens Bescheid, wo du dich aufhalten wirst.
  • Vereinbare eine Zeit zu der du dich von deinem Trip zurückmeldest. So wissen andere, ob du in Schwierigkeiten steckst und vielleicht Hilfe brauchst.
  • Nimm dir ausreichend Proviant mit. Achte besonders auf einen großen Vorrat Wasser.
  • Achte auf angemessene Kleidung, so dass du tagsüber wenig schwitzt und nachts nicht frierst.
  • Gehe beim Wandern verantwortungsvoll mit der Natur um – lasse keinen Müll zurück, mache nicht zu viel Lärm und hinterlasse alles so, wie du es vorgefunden hast.

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