Kakteenerde selber mischen: Anleitung in 4 Schritten

Kakteenerde selber mischen
Foto: CC0 / Pixabay / suju-foto

Kakteen haben besondere Ansprüche an ihr Substrat. Hier erfährst du, was die Sukkulenten brauchen und wie du spezielle Kakteenerde selber mischen kannst.

Weil du Kakteen nur selten gießen musst, gelten sie im Allgemeinen als anspruchslose und pflegeleichte Zimmerpflanzen. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass die Sukkulenten nur in spezieller Kakteenerde wirklich gut gedeihen können. 

Du hast deine Kakteen im Baumarkt oder im normalen Gartenhandel gekauft? Dann ist es möglich, dass sie in minderwertiger Blumenerde stecken. Diese Art Erde wird den Bedürfnissen der Sukkulenten nicht gerecht, weil sie darin ihre Wurzeln nicht richtig entfalten können. In einem solchen Fall solltest du die Kakteen nach dem Kauf unbedingt in spezielle Kakteenerde umpflanzen.

In diesem Artikel erfährst du, wie du universelle Kakteenerde in vier Schritten selber mischen kannst und wie du das Substrat an die Ansprüche verschiedener Kakteenarten anpassen kannst.

Kakteenerde: Eigenschaften und Zutaten

Kakteenerde selber zu mischen ist wichtig für die Pflege der stacheligen Pflanzen.
Kakteenerde selber zu mischen ist wichtig für die Pflege der stacheligen Pflanzen.
(Foto: CC0 / Pixabay / johannaschen)

Kakteenerde sollte luftdurchlässig und locker sein sowie gut Wasser speichern können. Um das spezielle Substrat selber zu mischen, benötigst du relativ viele verschiedene Zutaten. Deshalb lohnt sich das Selbermischen vor allem dann, wenn du mehrere Kakteen besitzt.

Diese Bestandteile brauchst du zum Mischen von Kakteenerde:

  • Blumenerde, Anzuchterde oder mindestens drei Jahre abgelagerter Kompost versorgen deine Kakteen mit ausreichend Nährstoffen.
  • Quarzsand lockert das Substrat auf und verhindert Staunässe.
  • Grober, trockener Lehm oder Blähton machen den Boden durchlässig und säuern die Kakteenerde an.
  • Kokosfasern speichern Wasser besonders gut.

Wichtig: Bevor du Kakteenerde selber mischst, solltest du dich über den natürlichen Standort deiner Kakteensorte(n) informieren. Je feuchter ihre ursprüngliche Heimat ist, desto mehr Blumenerde solltest du für die Mischung verwenden. Je trockener der natürliche Standort ist, desto größer sollte der Sand- und Tonanteil der Kakteenerde sein.

Kakteenerde selber mischen: So geht’s

Kakteenerde kannst du recht unkompliziert selber mischen.
Kakteenerde kannst du recht unkompliziert selber mischen.
(Foto: CC0 / Pixabay / soykast)

Um Universal-Kakteenerde selber zu mischen, brauchst du folgende Zutaten:

  • ein Drittel Blumenerde, Anzuchterde oder Kompost
  • ein Drittel Lehm oder Blähton
  • ein Drittel Kokosfasern
  • pro Liter der Mischung 20 Gramm Quarzsand

Und so geht’s:

  1. Weiche die Kokosfasern in einer Schüssel mit reichlich Wasser eine Stunde lang ein.
  2. Gieße das Wasser ab. Drücke möglichst viel restliche Flüssigkeit aus den Kokosfasern, sodass sie nicht mehr nass, sondern nur feucht sind.
  3. Mische dann alle Bestandteile der Kakteenerde in einer flachen Kiste gut durch.
  4. Lasse das Substrat bis zum nächsten Tag ruhen. Mische es erneut gründlich durch. Fertig!

Tipp: Für Kakteenarten, die eine feuchtere Heimat haben, nimmst du 50 Prozent Erde, 25 Prozent Lehm oder Blähton, 25 Prozent Kokosfasern und der Gesamtmenge entsprechend viel Sand. Für Kakteenarten mit trockenem natürlichem Standort nimmst du 50 Prozent Lehm oder Blähton, 25 Prozent Erde, 25 Prozent Kokosfasern und der Gesamtmenge entsprechend viel Sand.

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