Kartoffeln vorkeimen: So bereitest du Kartoffeln für die Pflanzung vor

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Wenn du Kartoffeln vorkeimst, beginnt die Ernte früher und fällt größer aus. Wir erklären, wie du Kartoffeln am besten darauf vorbereitest, eingepflanzt zu werden.

Kartoffeln vorkeimen: Das solltest du beachten

Saatkartoffeln sind Kartoffeln, die speziell für den Anbau geeignet sind. Wenn du eine Saatkartoffel kaufst, befindet sie sich in einer natürlichen Keimruhe. Die Keimruhe ist eine Phase bei Pflanzen und Tieren, in der ihre Entwicklung auf natürliche Weise verzögert wird, zum Beispiel weil die Wachstumsbedingungen schlecht sind. Bei Kartoffeln tritt die Keimruhe ein, wenn sie dunkel und kühl gelagert werden – das verhindert, dass die Pflanzen Keime bilden.

Indem du Kartoffeln gezielt vorkeimen lässt, kannst du sie darauf vorbereiten, im Freigelände ausgepflanzt zu werden. So können die Kartoffeln im Boden schneller austreiben – was auch die Ernte ertragreicher macht und früher beginnen lässt.

Zum Vorkeimen eignen sich folgende Kartoffeln:

  • unbeschädigte Saatkartoffeln aus dem Gartenhandel
  • unbeschädigte Saatkartoffeln aus der eigenen Vorjahresernte
  • unbeschädigte und unbehandelte Speisekartoffeln, also am besten aus ökologischer Landwirtschaft

Ab wann kann man Kartoffeln vorkeimen?

Beginne etwa vier Wochen vor der geplanten Auspflanzung. Frühkartoffeln können also etwa ab Februar vorgekeimt werden, spätere Sorten ab März.

Bis dahin solltest du die Kartoffeln an einem dunklen Ort lagern, an denen Temperaturen zwischen 4 bis 8 Grad Celsius herrschen.

So keimst du Kartoffeln vor

Kartoffeln kannst du in Eierkartons vorkeimen
Kartoffeln kannst du in Eierkartons vorkeimen (Foto: CC0 / Pixabay / ulleo)

Kartoffeln kannst du in wenigen Schritten vorkeimen:

  1. Brechen der Keimruhe: Die Kartoffeln müssen nun langsam aus ihrer natürlichen Keimruhe geholt werden. Bringe die Pflanzkartoffeln dazu an einen warmen Ort mit Temperaturen zwischen 18 bis 20 Grad, wo sie zwei bis drei Tage bleiben.
  2. Kartoffeln brauchen Licht: Nun solltest du die Kartoffeln an einen hellen Ort stellen, der acht bis zwölf Stunden täglich beleuchtet ist. Die Temperatur sollte bei etwa 10 bis 12 Grad liegen.
  3. Keimbildung: An diesem hellen Ort bleiben die Kartoffeln so lange, bis sie kräftige Keime ausgebildet haben. Die Keime sollten eine Länge von 1 bis 2 Zentimeter haben. Pro Kartoffel reichen 4 bis 6 junge Triebe.
  4. Abhärten: Wenn Keime vorhanden sind, bringst du die Kartoffeln an einen kühleren Ort mit einer Temperatur von maximal 6 Grad. So härtest du die jungen Keime für die Auspflanzung in das Freigelände ab.
  5. Pflanzen: Nun kannst du die Kartoffeln auspflanzen. Lies dazu folgende Anleitung: Kartoffeln pflanzen: So funktioniert’s

Tipp: Die Kartoffeln kannst du in einer Obstkiste vorkeimen lassen. Achte darauf, dass sie nebeneinander und nicht übereinander liegen. Alternativ zur Obstkiste kannst du auch Eierkartons verwenden.

Kartoffeln vorkeimen: Das sind die Vorteile

Sollen früher reif sein: vorgekeimte Kartoffeln
Sollen früher reif sein: vorgekeimte Kartoffeln (Foto: CC0 / Pixabay / alex80)

Es bringt einige Vorteile mit sich, wenn du Kartoffeln vorkeimst:

  • Vorgekeimte Kartoffeln können auch in einem kalten Boden wachsen. Somit kannst du sie früher in das Beet legen. Kartoffeln ohne Keime würden in einem kalten Boden nicht austreiben.
  • Vorgekeimte Kartoffeln sind resistenter gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Denn sie nehmen die im Boden verfügbaren Nährstoffe und das Wasser früh auf und werden so stärker. Das macht vorgekeimte Kartoffeln auch ertragreicher.
  • Die gute und zügige Nährstoffaufnahme bedeutet auch, dass sich der Kartoffelbestand schneller entwickelt. Die Pflanzreihen schließen sich schneller. Dadurch kann sich Unkraut schlechter ausbreiten.
  • Vorgekeimte Kartoffeln kannst du früher ernten.

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