Frühkartoffeln: Anbau und Ernte

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Frühkartoffeln sind bei Hobbygärtner*innen wegen ihrer kurzen Vegetationszeit sehr beliebt. Der Anbau der kleinen Kartoffeln ist nicht kompliziert – wir zeigen dir, wie’s geht.

Frühkartoffeln haben im Vergleich zu später geernteten Kartoffeln eine kürzere Vegetationszeit – sie werden also früher geerntet. Außerdem werden die Kartoffeln nicht über den Winter eingelagert, sondern sollten recht schnell nach der Ernte verzehrt werden. Du kannst dir also merken: Frühkartoffeln werden früh geerntet und früh gegessen.

Frühkartoffeln anbauen – Anleitung

Kartoffelpflanzen, auch Frühkartoffeln, haben weiße Blüten.
Kartoffelpflanzen, auch Frühkartoffeln, haben weiße Blüten.
(Foto: CC0 / Pixabay / hugok38)

Die wichtigsten Informationen zum Anbau von Frühkartoffeln im Überblick:

  • Standort: sonnig
  • Boden: locker, reich an Humus, sandig 
  • Temperaturen: zwischen 16 und 21 Grad Celsius
  • Pflanzzeitraum: nach dem letzten Frost, März bis Mai
  • Ernte: ab Anfang Juni

So klappt der Anbau eigener Frühkartoffeln:

  1. Bevor du deine Frühkartoffeln ins Beet pflanzen kannst, müssen sie vortreiben. Das dauert etwa sechs Wochen. Du solltest Ende Januar damit beginnen. Lege deine Saatkartoffeln (die Kartoffeln, die du später auspflanzen möchtest) nebeneinander in Kisten und bewahre sie in einem hellen Raum bei etwa 11 bis 15 Grad Celsius auf. Die Luft sollte trocken sein. Saatkartoffeln kannst du im Gartencenter und auch direkt bei vielen Bäuer*innen kaufen. 
  2. Wenn deine Kartoffeln keimen, kannst du sie auspflanzen. Ab Mitte März kannst du sie mit etwa 30 Zentimetern Abstand voneinander in die Erde legen. Die Keimspitzen sollten dabei nach oben zeigen, aber etwa fünf Zentimeter mit Erde bedeckt sein. Ziehe dir vorher am besten eine etwa 10 bis 15 Zentimeter tiefe Furche in die Erde – so erleichterst du dir das Einpflanzen.
  3. Sollte es noch einmal frieren, kannst du deine Kartoffeln mit Stroh abdecken. Das schützt sie vor der Kälte.

Frühkartoffeln ernten und Beet pflegen

Sei beim Ernten der Kartoffeln vorsichtig und benutze am besten eine kleine Grabegabel, um sie nicht zu verletzen.
Sei beim Ernten der Kartoffeln vorsichtig und benutze am besten eine kleine Grabegabel, um sie nicht zu verletzen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Nicht nur die Kartoffeln benötigen Pflege, sondern auch der Boden. Vor dem Auspflanzen sollte das Beet schon gut vorbereitet sein.

  1. Den Boden bereitest du optimal vor, indem du ihn bereits im Herbst vor dem Auspflanzen mit Stallmist düngst. Alternativ kannst du ihn aber auch kurz vor dem Pflanzen mit Kompost anreichern.
  2. Sobald du erste Triebe entdeckst, solltest du den Boden lockern. Harke die Erde dazu vorsichtig rund um die Triebe.
  3. Nach weiteren zwei Wochen häufst du die Erde um die Triebe herum an. So schützt du deine Kartoffelpflanzen vor Frost und zu viel Licht. Bis zum Blühen solltest du diesen Schritt alle 14 Tage wiederholen.
  4. Viel Pflege benötigen die Frühkartoffeln dann nicht mehr. Sollte das Wetter allerdings schon im Mai sehr trocken sein, musst du sie immer wieder gießen.
  5. Sobald das grüne, sichtbare Kraut abgestorben ist, kannst du die Frühkartoffeln ernten. Da sie sich nur kurze Zeit lagern lassen, solltest du nur so viele Kartoffeln ausgraben, wie du auch essen kannst.

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