Katastrophen-Warnapps: Diese 3 gibt es

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Foto: CC0 / Pixabay / distelAPPArath

Im Zuge der aktuellen Unwetter und Überflutungen in Deutschland werden Katastrophen-Warnapps immer wichtiger, denn sie können Leben retten. Wir stellen dir die drei wichtigsten Warnapps vor.

Darum lohnen sich Katastrophen-Warnapps

Um bei Katastrophen wie Unwettern, Überschwemmungen oder auch Anschlägen benachrichtigt zu werden, gibt es spezielle Warnapps. Sie bieten Feuerwehr, Polizei oder anderen Behörden die Möglichkeit, die Bevölkerung schneller zu warnen. Neben Sirenen, Rundfunkdurchsagen oder Nachrichten über soziale Medien können sie ergänzend eingesetzt werden.

Außerdem werden Katstrophen-Warnapps immer relevanter werden, da mit dem Klimawandel auch mehr Extremwetterlagen einhergehen. Das bedeutet beispielsweise häufigere Hitzewellen oder extremere Regenfälle und Stürme. Katstrophen-Warnapps sind dann wichtig, um gut vorbereitet zu sein.

Mittlerweile gibt es mehrere verschiedene Apps. Im Folgenden stellen wir dir drei Warnapps vor.

Die Katastrophen-Warnapp NINA

Über die Katastrophen-Warnapp NINA kannst du Warnmeldungen für bestimmte Orte erhalten.
Über die Katastrophen-Warnapp NINA kannst du Warnmeldungen für bestimmte Orte erhalten.
(Foto: Screenshot / Google Play Store)

Bei der Katastrophen-Warnapp NINA handelt es sich um eine App vom Bund. Ihr Name steht für „Notfall-Informations- und Nachrichten-App“. Über NINA erhältst du wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen, wie beispielsweise Gefahrstoffausbreitung oder ein Großbrand. Die App funktioniert so, dass du Gebiete, Orte oder auch deinen aktuellen Standort abonnieren kannst. Für diese erhältst du dann Warnungen. Insgesamt hat diese Katastrophen–Warnapp mittlerweile zehn Millionen Nutzer:innnen.

Nachteile:

  • Nicht in allen Regionen sind Warnmeldungen für lokale Geschehen verfügbar. Über die Kartenansicht, kannst du leider auch nicht die Orte rausfinden, an denen NINA nicht warnt, allerdings erhältst du trotzdem einen Überblick über die Gefahren in Deutschland. Willst du dich über einen Ort informieren und die App liefert keine Informationen, kannst du dich an deinen Landkreis oder deine Stadt wenden – online oder im Notfall telefonisch über die Nummer deiner örtlichen Feuerwehr oder Polizei.
  • Voraussetzung für die App ist guter Empfang. Ist deine Verbindung einmal schlechter, verzögert sich die Warnung leider auch.
  • Grundsätzlich soll NINA innerhalb von 30 Sekunden eine Warnnachricht oder Push-Benachrichtigung versenden. Laut Rezensionen funktioniert das allerdings nicht immer so schnell und normale Nachrichten über Google kommen eher an, was eventuell aber am Empfang liegt.

Vorteile:

  • Der Versand einer Warnnachricht soll lediglich 30 Sekunden dauern. Du wirst also sofort gewarnt, wenn es gefährlich wird. Zusätzlich sind die Meldungen auch im Internet einsehbar.
  • Du wirst über neben Gefahrenlagen auch über Wetterwarnungen und Hochwasser informiert. Die jeweils zuständigen Stellen in den einzelnen Bundesländern sind ebenfalls in die App integriert.
  • Neben Warnmeldungen zu Gefahrenlagen erhältst du hilfreiche Informationen zur Corona-Pandemie, wie beispielsweise regionale Regelungen.
  • NINA lässt sich über die abonnierten Orte einfach nutzen.
  • Deine Standortdaten werden auf keinen Servern gespeichert.
  • Um einen Überblick über aktuelle Gefahren zu behalten, gibt es eine Karte, die alle aktuellen Gefahren abbildet.
  • Für den Notfall liefert dir die App Notfalltipps. Dazu zählen zum Beispiel Verhaltenshinweise bei Unwetter.
  • NINA ist kostenlos im Google Play Store, im App Store oder auf der Internetseite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erhältlich.

Die Katastrophen-Warnapp KATWARN

So sieht es aus, wenn die Katastrophen-Warnapp KATWARN keine Gefahren meldet.
So sieht es aus, wenn die Katastrophen-Warnapp KATWARN keine Gefahren meldet.
(Foto: Screenshot / Google Play Store)

Die Katastrophen–Warnapp KATWARN ist eine Service-App, die Gefahren- und Katastrophenwarnungen innerhalb Deutschlands übermittelt. Ihr Warnsystem sendet offizielle Warnungen und Handlungsempfehlungen an Betroffene. Die App wurde vom Fraunhofer–Institut FOKUS im Auftrag des Verbands öffentlicher Versicherer entwickelt. Mittlerweile wurde sie von mehr als einer Millionen Personen heruntergeladen. Ähnlich wie bei NINA kannst du bis zu sieben Postleitzahlen auswählen und für diese und deinen aktuellen Standort Warnmeldungen erhalten.

Nachteile:

  • Die Nutzung von KATWARN unterscheidet sich regional. Das liegt daran, dass in unterschiedlichen Regionen die Verantwortung für Warnungen auf verschiedene Einrichtungen verteilt ist.
  • Warnungen sind begrenzt auf Gefahrensituationen wie Brände oder Unwetter. Corona-Warnungen sind in dieser Katastrophen-Warnapp nicht enthalten.
  • Rezensionen zufolge gibt es hier ein ähnliches Problem wie bei NINA: Die Meldungen sollen teils erst sehr spät ankommen. Entwarnungen entgegen sollen schneller erscheinen.

Vorteile:

  • Über die App bekommst du flächenbasierte Warnungen sowie eine deutschlandweite Warnübersicht.
  • Sie liefert außerdem themen- und anlassbezogene Warnungen. Das bedeutet, dass du dich zum Beispiel immer bei Unwetter warnen lassen kannst.
  • Die Katastrophen-Warnapp lässt sich einfach nutzen. Entweder kannst du Benachrichtigungen über die App oder auch per SMS oder E-mail erhalten. Ein Smartphone ist also nicht zwingend notwendig.
  • KATWARN ist mit weiteren Systemen gekoppelt, wie bespielsweise dem modularen Warnsystems des Bundes, zu dem auch NINA gehört, oder dem Deutschen Wetterdienst.
  • Die App läuft nicht über GPS und schont so deinen Akku.
  • Um deine Standortdaten musst du dir hier ebenfalls keine Sorgen machen. Sie bleiben anonymisiert.
  • KATWARN ist ebenfalls kostenlos im Google Play Store, im App Store und auf der Website von KATWARN erhältlich.
  • Anders als bei NINA kannst du Warnungen weiterleiten und so auch Bekannte alarmieren.

Die Katastrophen-Warnapp WarnWetter

Ein Einblick in die Katastrophen-Warnapp WarnWetter.
Ein Einblick in die Katastrophen-Warnapp WarnWetter.
(Foto: Screenshot / Google Play Store)

Die letzte Katastrophen-Warnapp, die wir dir vorstellen, ist WarnWetter. Sie ist eine App des Deutschen Wetterdienstes.

Nachteile:

  • Die Vollversion von WarnWetter ist kostenpflichtig (1,99 Euro). In der Vollversion sind beispielsweise noch Darstellungen von aktuellen Werten wie Niederschlag und Vorhersagen bis zu sieben Tage im Voraus, Wetterkarten und Waldbrandgefahrenindizes enthalten.

Vorteile:

  • Die Katastrophen-Warnapp bietet eine Übersicht über die aktuelle Warnlage für Deutschland bis auf Gemeindeebene. Dabei kannst du dir die Orte, für die du Nachrichten erhalten möchtest, selbst aussuchen.
  • Neben Wetterwarnungen erhältst du Warnungen vor Hochwasser, Sturmflut, und Lawinen.
  • In der App kannst lassen sich die Warnelemente und -stufen konfigurieren, also selbst gestalten.
  • Meldungen in WarnWetter kannst du wie bei KATWARN mit Bekannten teilen.
  • Die Katastrophen-Warnapp ist kostenlos (Basisversion) im Google Play Store, im App Store und für Windows verfügbar.
  • Für Einsatzkräfte aus dem Bereich Katastrophen-, Bevölkerungs- und Umweltschutz ist die Vollversion kostenlos.
  • Zusätzlich ist die App auch auf Englisch verfügbar.

Es lohnt sich, zur Sicherheit eine dieser Apps herunterzuladen. So bleibst du informiert, wirst vor Gefahren gewarnt und kannst Warnungen dann auch an Freund:innen und Familie weiterleiten.

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