Keine Briefmarke? So funktioniert das Handyporto per SMS

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Du möchtest einen Brief verschicken, hast aber keine Briefmarke? Mit dem Handyporto per SMS kannst du deine Post jederzeit frankieren. Alle wichtigen Infos dazu gibt’s hier.

Das Handyporto per SMS ist ein Service der Deutschen Post, den es seit 2009 als Alternative zu regulären Briefmarken gibt. Du brauchst dabei keine echte Briefmarke, sondern musst lediglich einen Zahlencode auf den Umschlag schreiben. Das Handyporto per SMS hat zahlreiche Vorteile. Alles, was du dafür brauchst ist ein Handy, Netzempfang und einen Stift.

Mit dieser Methode sparst du dir den Gang zur Postfiliale und bist an keine Öffnungszeiten gebunden, du bist also unabhängig von Ort und Zeit. Zusätzlich umgehst du Warteschlangen – was vor allem jetzt ein großer Pluspunkt ist. Du benötigst keinen Drucker, sparst Tinte und Papier. Das Handyporto ist schnell und unkompliziert.

So funktioniert das Handyporto per SMS

Handyporto per SMS ist die Lösung, wenn du mal keine Briefmarke zur Hand hast.
Handyporto per SMS ist die Lösung, wenn du mal keine Briefmarke zur Hand hast. (Foto: CC0 / Pixabay / Catkin)

In wenigen Schritten kannst du überall und jederzeit deinen Brief oder deine Postkarte frankieren:

  1. Schicke eine SMS an die Nummer 22122 mit dem Text „Brief“ oder „Postkarte“ – je nachdem, was du frankieren möchtest.
  2. Du erhältst daraufhin eine Antwort-SMS mit einem zwölfstelligen Code.
  3. Notiere diesen Code rechts oben auf deinem Briefumschlag oder auf deiner Postkarte. Die Ziffern sind dabei quadratisch angeordnet: Schreibe jeweils vier Ziffern in eine Reihe, darunter die nächsten vier, in der dritten Zeile die letzten vier. Stelle dir einfach vor, dass die Ziffern eine Briefmarke ersetzen und somit dem Format und der Stelle entsprechen.
  4. Nun kannst du deinen Brief und Postkarte in den nächsten Briefkasten einwerfen.

Mit einem Smartphone hast du die Möglichkeit, die Ziffer über die „Post mobil App“ anzufordern (erhältlich im App Store und bei Google Play). Auf diese Weise wird ebenfalls eine SMS verschickt.

Was gibt es zu beachten?

Auch ohne echt Briefmarke kannst du deine Post in den Briefkasten werfen.
Auch ohne echt Briefmarke kannst du deine Post in den Briefkasten werfen. (Foto: CC0 / Pixabay / manfredrichter)
  • Handyporto per SMS zu bezahlen gilt nur für Post, die du innerhalb von Deutschland versenden willst. Im Ausland funktioniert dies nicht.
  • Du kannst nur Briefmarken für Standardbriefe bis 60 Gramm und Postkarten erwerben. Hat dein Brief andere Maße oder ein anderes Gewicht, musst du deine Briefmarke auf eine andere Weise kaufen (siehe weiter unten).
  • Der Preis der Briefmarken ist teurer als regulär. Eine Postkarte kostet aktuell (Stand Oktober 2020) 0,99 Euro, ein Standardbrief 1,19 Euro. Die Mehrkosten sind Bereitstellungskosten der Deutschen Post. Zusätzlich kommen die Kosten der versendeten SMS hinzu. Diese Kosten können je nach deinem Handytarif varriieren.
  • Pro SMS kannst du nur eine Briefmarke anfordern. Brauchst du mehrere Marken, musst du entsprechend viele SMS versenden.
  • Abgerechnet wird über deine Handyrechnung. Falls du einen Prepaidtarif hast, benötigst du also ein Guthaben auf deiner Karte.
  • Es ist keine Registrierung notwendig.
  • Handyporto funktioniert grundsätzlich mit jedem Mobilfunkanbieter. Gegebenenfalls ist es notwendig, die Sperre für die Nutzung von Drittanbieter-Diensten zu entfernen.

Varianten zum Handyporto: Internetmarke und mobile Briefmarke

So wird die mobile Briefmarke aussehen.
So wird die mobile Briefmarke aussehen. (Foto: Pressefoto Deutsche Post DHL Group)

Internetmarke: Über den Internetbrowser oder die Post mobil App kannst du eine Internetmarke per PDF anfordern. Hier kannst du entsprechende Briefmarken für jede Art von Briefumschlag und für Päckchen und Pakete erwerben. Du kannst ähnlich wie beim Online-Shopping zwischen verschiedenen Zahlungsweisen auswählen. Auf der Marke ist ein QR-Code abgebildet, optional kannst du verschiedene Bilder hinzufügen wie Stadtpanoramas, Blumen, Tiere oder Fahrzeuge. Anschließend musst du die Briefmarke ausdrucken, ausschneiden und auf deine Postsendung aufkleben.

Mobile Briefmarke: Die Nutzung dieses Services soll ab Ende des Jahres 2020 möglich sein. Ein genaues Datum ist noch nicht bekannt. Über die Post mobil App können Briefe, Päckchen und Pakete frankiert werden. Das Prinzip für Briefe und Postkarten ist dabei wie beim Handyporto. Du kaufst eine Marke, erhältst einen Code (diesmal einen alphanumerischen) und notierst diesen handschriftlich auf deiner Postsendung. Für Päckchen und Pakete erhältst du einen QR-Code, der in einer Postfiliale eingescannt wird und dort daraufhin der Versandbeleg ausgedruckt und auf das Paket geklebt wird.

Die mobile Briefmarke soll ein Nachfolgeservice des Handyportos per SMS sein. Dieser Service ist nur ein Teil eines dreijährigen Digitalisierungspromgramms der Deutschen Post und DHL, wie die Deutsche Post DHL Group in einer Pressemitteilung ankündigte.

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