Kinderkleidung mieten: Bei diesen Anbietern kannst du leihen statt kaufen

Kinderkleidung mieten
Foto: kilenda.de

Kinderkleidung zu mieten hat einige Vorteile: Man schont Ressourcen, spart Geld und hat immer etwas Passendes zum Anziehen für die Kleinen. So funktioniert’s.

Kinderkleidung leihen: Sharing is caring

Kinder und besonders Babys wachsen aus ihren Anziehsachen so schnell raus, dass sie ihre Kleidungsstücke oft nur wenige Male tragen, ehe sie die nächste Größe brauchen. Das ist nicht nur schade um die schönen Stücke, sondern auch kostspielig.

Gerade wer Wert auf Qualität und Bio- und GOTS-zertifizierte Kleider legt, muss oft tief in den Geldbeutel greifen. Gut beraten ist auf alle Fälle schon einmal, wer auf gebrauchte Kinderkleidung setzt und die Kleidung seiner Kinder ebenfalls weitergibt oder verkauft.

Es gibt mittlerweile aber auch einige Online-Plattformen, auf denen man Kinderkleidung leihen bzw. mieten kann. Solche Sharing-Plattformen schonen die Ressourcen unserer Umwelt, da sie den Konsum und damit die Produktion von Neuware eindämmen. Wir haben uns die Plattformen etwas genauer angeschaut.

Kilenda: Der Marktführer

Kilenda - der Marktführer
Kilenda – der Marktführer (Foto: kilenda.de)

Seit Oktober 2014 gibt es den Magdeburger Online-Mietservice Kilenda. Rund 15.000 Kleidungsstücke von über 35 Marken stehen mittlerweile zur Auswahl, darunter auch viele ’saisonale‘ Anziehsachen wie etwa Schneeanzüge oder Festkleidung.

Wie funktioniert’s?

Du bestellst deine Auswahl online und entscheidest zuhause, was du wie lange behalten möchtest. Die Rücksendung ist mit dem beigelegten Rücksendeschein kostenlos. Du bezahlst eine Gebühr für vier Wochen und danach eine geringe tägliche Gebühr. Wenn du den Wert des Einkaufpreises erreicht hast, kannst du das Stück behalten. Die Kleidungsstücke können ungewaschen und sogar kaputt zurückgesendet werden, ohne dass Extragebühren anfallen.

Angebot:

  • Kindermode (Größe 50-128)
  • Spielzeug
  • Umstands- und Stillmode
  • Ausstattung

Zustand: Man kann bei vielen Stücken (hauptsächlich Kleidung) zwischen „neu“ und „wie neu“ wählen

Kosten: 

  • Monatliche Gebühr für eine Jeans: 2 € bis 10 €
  • Gebühr für ein T-Shirt: 0,70 Cent bis 4,80 €
  • Jacke: 3 € bis 25 €
  • Ab einem Bestellwert von 15 € entfallen die Versandkosten. Unter 15 € kostet der Versand 4,76 €.

Besonderheit:

  • Es gibt die Möglichkeit, nach „fair“ oder „bio“ zu filtern.
  • Auf den Produktseiten wird angezeigt, wie lange du einen Artikel abbezahlen musst, bis er dir gehört.
  • Wer keinen Rücksendeschein mehr hat, kann bei Kilenda einen neuen kaufen oder ihn kostenlos erhalten, indem er Kilenda in den sozialen Medien teilt.

Kinderkleidung mieten bei Kindoo: Die Nr. 2 auf dem Markt

Kindoo - die Nr. 2 auf dem Markt
Kindoo – die Nr. 2 auf dem Markt (Foto: kindoo.de)

Das Start-Up kindoo aus Hessen startete im März 2016. Es bietet neben klassischen Marken auch neue Marken aus ganz Europa.

Wie funktioniert’s?

Das gleiche Prinzip wie bei Kilenda: Du wählst Größe und Zustand und bestellst dir die Auswahl nach Hause. Dort genießt du eine kostenlose Rundum-Sorglos-Garantie. Das heißt, auch bei verfleckten oder kaputten Stücken entstehen keine Zusatzkosten.

Die Rücksendung ist kostenlos (der Retourenschein liegt im Karton bei), und die Sachen müssen vorher nicht gewaschen werden. Es gibt keine Fristen für die Rücksendung. Die Preise gelten für vier Wochen, danach wird ein kleiner Betrag pro Tag abgerechnet.

Lieblingsteile kannst du einfach für den entsprechenden Restwert abkaufen und behalten. Wenn dir etwas nicht gefällt, kannst du es innerhalb von 14 Tagen zurücksenden und bekommst den Mietpreis erstattet.

Angebot:

  • Kindermode (Größe 52-116)
  • Frühchenmode (ab Größe 44)
  • Ausstattung

Zustand: Man kann bei fast allen Stücken zwischen „neu“ und „neuwertig“ wählen

Kosten:

  • Monatliche Gebühr für eine Jeans: 2,50 € bis 10,50 €
  • Gebühr für ein T-Shirt: 1,50 € bis 5,20 €
  • Jacke: 6 € bis 19 €
  • Die Versandkosten für Pakete mit einem Warenwert unter 29 € liegen bei 4,90 €. Pakete über 29 € sind versandkostenfrei.

Besonderheiten:

  • Man kann nach „Bio“ und „Bio- und GOTS-zertifiziert“ filtern.
  • Mittels eines Sofort-Kauf-Buttons kann man das Kleidungsstück auch direkt kaufen.

Räubersachen: Der minimalistische, ökologische Anbieter

Räubersachen: Der ökologische Anbieter
Räubersachen: Der ökologische Anbieter (Foto: raeubersachen.de)

Räubersachen wurde Mitte Mai 2015 in Halle (Saale) gegründet. Bei Räubersachen liegt der Fokus auf ökologischer und nachhaltiger Kleidung, insbesondere Kleidung aus Wolle und Seide. Die Macher von Räubersachen wollen die Materialien bewahren und wertschätzen.

So werden auch ramponierte Stücke von ihnen liebevoll wieder aufgearbeitet und besonders günstig als „Räubersachen“ weitervermietet. Sie verleihen aber auch neue oder neuwertige Kleidung von Bio-Herstellern.

Wie funktioniert’s?

Auch hier das gleiche Prinzip wie bei Kilenda und Kindoo: Der Mietpreis wird anfangs für einen Monat berechnet und richtet sich nach dem Zustand der Kleidung. Nach Ablauf des ersten Mietmonats kannst du die Sachen jederzeit zurücksenden und die Miete wird taggenau für die Zeit der Nutzung berechnet. Du kannst die Kleidung so lange behalten, wie du sie brauchst.

Solltest du dich entscheiden ein Stück zu behalten, wird dir deine bereits gezahlte Miete vom Kaufpreis abgezogen oder das Kleidungsstück geht nach einer bestimmten Zeit automatisch in deinen Besitz über. Abnutzungsspuren, Flecken und Löcher sind auch hier kein Problem. Aber bei verlorenen oder zu heiß gewaschenen Kleidungsstücken sowie bei mit Edding bemalten Schuhen, wird darum gebeten, das Teil zu kaufen.

Angebot:

  • Kindermode (Größe 50-128)
  • Schuhe
  • Schlafsäcke
  • Kleidung für Mamas
  • Pflegeprodukte für die Kleidung

Zustand: Es gibt die Kategorien „neu“, „sehr gut“, „gut“ und „Räubersachen“; letztere sind Teile, die mit viel Sorgfalt repariert wurden.

Kosten:

  • Monatliche Gebühr für eine Hose: 2 € bis 15 €
  • Gebühr für ein T-Shirt: 2 € bis 6,20 €
  • Jacke: 9 € bis 19 €
  • Versandkosten: 4,90 €

Besonderheiten:

  • Neben bekannten, größeren Firmen bietet Räubersachen auch Produkte kleinerer Werkstätten und Betriebe an.
  • Filtermöglichkeit nach Größen und Herstellern
  • Räubersachen verwendet zum Versenden der Waren gebrauchte Kartons und verzichtet bewusst auf Plastikverpackungen (mit Ausnahme von Neuware, die in Plastik verpackt vom Hersteller kommt).
  • Im Angebot sind ökologische Pflege- und Reparaturartikel.

Tchibo Share

Seit kurzem gibt es Tchibo auch zum Ausleihen: Tchibo Share ist eine Kooperation von Kilenda und Tchibo.

Wie funktioniert’s?

Wie bei Kilenda können Schlafanzüge, Jacken & Co. für mindestens einen Monat gemietet werden. Danach wird tagesgenau abgerechnet. Im Angebot ist nur Kleidung aus dem Tchibo-Sortiment. Alle Teile sind aus der aktuellen Kollektion.

Angebot:

  • Baby- und Kinderkleidung von Tchibo in Größe 50 bis 176
  • Spielsachen von Tchibo
  • Damenkleidung von Tchibo

Zustand: Fast alle Artikel sind neu, im Angebot sind aber auch Artikel aus der Kategorie „wie neu“.

Kosten:

  • Monatliche Gebühr für eine Hose: 0,50 € (Leggings) bis 5,20 € (Softshell-Hose)
  • Gebühr für ein T-Shirt: 0,60 € bis 2,60 €
  • Jacke: 1,40 € bis 6,60 €
  • Versandkosten: 1,99 €, ab einem Bestellwert von 15 € wird versandkostenfrei geliefert.

Besonderheiten:

Alle Produkte sind von Tchibo produziert. Meist ist die Kleidung aus Bio-zertifizierter Baumwolle hergestellt. Einige Produkte sind auch nach dem strengen GOTS Standard zertifiziert. Die nachhaltigen Produkte sind zusätzlich mit dem „GUT-GEMACHT“-Logo gekennzeichnet.

Für 16,99€ im Monat kannst du ein Saisons-Set mit elf Kindersachen bestellen. Die Sachen sind so ausgewählt, dass dein Kind eine Grundausstattung für die jeweilige Jahreszeit hat. Der Preis liegt deutlich unter dem der Einzelmiete.

Der Versand läuft über DHL Go Green, um das Klima durch den Paketversand nicht zu belasten.

Cottonbudbaby: Bio-Kleidung leihen für’s erste Lebensjahr

Cottonbudbaby: Das Paket-Model
Cottonbudbaby: Das Paket-Model (Foto: cottonbudbaby.de)

Ein weiterer Online-Mietservice für Kinderkleidung ist Cottonbudbaby. Allerdings ist das Modell ein etwas anderes, als die drei vorherigen. Bei Cottonbudbaby kannst du Pakete für unterschiedliche Größen während des ersten Lebensjahres des Kindes mieten.

Pro Paket bekommst du 20 Teile, die du aber nicht auswählen kannst. Der Kunde hat aber die Möglichkeit, individuelle Wünsche per Mail zu kommunizieren.

Die Kleidungsstücke sind geschlechtsneutral und ausschließlich GOTS- oder IVN Best-zertifiziert. Wenn dein Kind wächst, forderst du einfach die nächste Größe an – und schickst dann das Paket mit der zu klein gewordenen Kleidung einfach zurück. So ist der Kleiderschrank niemals leer.

Der Kunde hat bei Cottonbudbaby eine Rundum-Sorglos-Garantie, und der Hin- und Rückversand sind deutschlandweit kostenfrei. Kunden aus Österreich können mit einem kleinen Portoaufschlag ebenfalls die Vorteile von Cottonbudbaby nutzen.

Kosten: Es gibt zwei Bezahlmodelle: Entweder du zahlst monatlich 65 € ohne eine feste Vertragslaufzeit sowie eine Kaution von 100 €. Oder du zahlst für sechs Monate im Voraus 59 €, dann entfällt die Kaution.

Fazit: Wer sucht, der findet

Die Unterschiede zwischen den Shops sind mit Ausnahme von Cottonbudbaby gering. Wer etwas bestimmtes sucht, sollte in allen Shops nachschauen. Wer Wert auf ökologische Kleidung legt, wird überall fündig, hat aber die besten Treffer bei Räubersachen. Dort gibt es allerdings auch die kleinste Auswahl und keine Filtermöglichkeiten.

Das größte Angebot auch an zusätzlichem Zubehör bietet Kilenda. Kindoo hat ebenfalls eine ordentliche Auswahl, insbesondere an Markenprodukten, bietet aber keine nennenswerten Vorteile im Vergleich zu Kilenda. Eine besonders bequeme Methode für Shoppingmuffel ist Cottonbudbaby, denn hier kommt gleich eine ganze Box nach Hause – eine eigene Auswahl ist aber leider nur bedingt nicht möglich.

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(1) Kommentar

  1. Grundsätzlich eine gute Idee…. allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es dann nicht doch nachhaltiger und Umwelt schonender ist, Kinderkleidung vor Ort gebraucht zu kaufen und zu verkaufen, als ständig Pakete hin und her zu schicken? 🙄

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