Gute Idee: Kleidung leihen statt kaufen

Gute Idee: Kleidung leihen statt kaufen
Fotos: © Denys Karlinskyy

Warum Kleidung kaufen, wenn man sie auch mieten kann? Auf Onlineportalen wie Kleiderei oder Kilenda kannst du Kinderkleidung, Hochzeitsoutfits oder schlichte Alltagsmode ausleihen.

Wir streamen Musik, mieten uns ein Auto und leihen Werkzeug beim Nachbar. Seit der große Trend der Sharing Economy seine Bahnen um uns zieht, stellt sich die Frage, was wir heute überhaupt noch besitzen müssen. Die Antwort: Nicht mehr viel. Kleidung sammeln die meisten Menschen allerdings immer noch an, als würde morgen ein dritter Weltkrieg ausbrechen – und sie müssten dann eine ganze Mannschaft einkleiden.

Wer schon einmal auf einer Hochzeit oder einem anderen schicken Event eingeladen war, weiß, wie teuer ein festliches Outfit mit allem drum und dran sein kann – und wie viele Tage im Jahr es danach ungetragen im Kleiderschrank hängt. Alle Eltern wissen, wie schnell Kinder aus ihren Bodys, Hosen und Jacken rauswachsen, wie oft Kinderkleidung aussortiert und neu gekauft werden muss. In beiden Fällen ist geliehene Kleidung eine gute Alternative – für den Geldbeutel und für die Umwelt. Und auch, wer einfach nur einmal etwas Neues probieren möchte und gerne Abwechslung in seinem Kleiderschrank hat, dem sei ans Herz gelegt: weg vom Konsum und Klamotten künftig lieber ausleihen!

Junge Modelabels: Kleidung leihen bei Kleiderei

Die Kleiderei ist ein Online-Kleiderverleih aus Hamburg, der ausschließlich Damenmode im Sortiment hat. Hier finden sich mittlerweile mehrere tausend Teile. Alles, was man braucht, ist ein bisschen Glück, denn jedes Kleidungsstück gibt es nur ein einziges Mal. Bei gerade ausgeliehenen Teilen, heißt es also Geduld haben. Pro Monat bekommen Nutzerinnen hier ein Paket mit vier Teilen zugeschickt. Damit die Sachen auch gefallen, musst du bei der Anmeldung ein paar Stilfragen beantworten. Nach vier Wochen schickst du die Klamotten dann zurück und bekommst dafür vier neue Teile, Lieblingsteile kann man auch länger behalten und wenn man sich gar nicht trennen kann auch kaufen. Wer in Köln wohnt kann übrigens auch offline Kleidung mieten: hier gibts einen Kleiderei-Store.

Was man hier leihen kann: Alles von der schlichten Bluse über einen silberglänzenden Overall bis hin zu ausgefallenen Ohrringen, es gibt zudem auch einzelne Designerstücke von jungen Labels und Kleidung von nachhaltigen Herstellern wie Lanius und Jan’n June

Für welchen Anlass: für jeden Tag, für Mutproben, für das nächste Date

Was es kostet: vier Teile für 49 Euro monatlich

Dirndl leihen bei Dresscoded

Einmalige Anlässe wie Abibälle, Hochzeiten oder der Opernbesuch schreien förmlich nach einem ausgeliehenem Outfit. Wer schon einmal viel Geld in ein schickes Kleid investiert hat, das mit viel Glück dann zwei Mal getragen wurde, der weiß, wie ärgerlich das ist. Und auch dein Kleiderschrank freut sich, wenn er nur das beheimaten darf, was du auch regelmäßig ausführst. Abhilfe schaffen Onlineportale wie Dresscoded: Hier findest du Abendkleider und Hosenanzüge mit passenden Schuhen, Taschen und sogar Unterwäsche (diese allerdings zum Kaufen!). Also schlichtweg alles, was du beim nächsten schicken Event brauchst. Einziger Haken: selbst das leihen ist hier eher hochpreisig, wer gerne Designermode trägt und das nötige Kleingeld übrig hat, kann sich hier aber mal umschauen.

Was man hier leihen kann: Abendkleider, Dirndl, Hosenanzüge und allerlei Accessoires – meist Designerteile

Für welchen Anlass: Abiball, Hochzeitseinladung, schicke Essenseinladung, für den besonderen Tag im Büro oder die Firmenwiesn

Was es kostet: Accessoires, Blusen ab 15 Euro, Kleider von um die 50 Euro bis über 300 Euro

Designerkleider mieten bei Choice by Choice

Ähnlich wie Kleidung mieten bei Dresscoded funktioniert das Leihen bei Choice by Choice: Hier leiht man (Designer-)Kleider für Anlässe wie Hochzeit, Abschlussball oder andere Abendveranstaltungen, passende Accessoires gibt es auch dazu. Dabei kann man die Kleider bis zu acht Tage behalten. Gezahlt wird pro Stück, der Preis richtet sich nach dem Verkaufspreis des Kleids. Auch hier gilt: teuer und nichts für jeden Tag. Aber wer einmal über einen Roten Teppich laufen möchte, findet bei Choice by Choice auf jeden Fall das passende Outfit.

Was man hier leihen kann: Abendkleider und allerlei Accessoires von etablierten Labels

Für welchen Anlass: Abschlussball, Hochzeitseinladung, schicke Essenseinladung

Was es kostet: Accessoires ab 15 Euro, Kleider ab 50 Euro bis über 300 Euro

Online Kleider leihen
Online Kleider leihen bedeutet auch: jeden Monat eine Überraschung. (Foto: © Denys Karlinskyy)

Alltagsoutfit leihen bei Myonbelle

Bei der rheinländischen Seite myonbelle gibt es einmal im Monat eine Überraschungsbox zum festen Abopreis. Für diesen monatlichen Fixpreis kannst du deine Box dann allerdings auch beliebig oft austauschen lassen. Das Abo ist jederzeit kündbar. Welche Teile in deine Box kommen, wird anhand deiner Favoritenlisten bestimmt – du kannst Kleidern, Jacken & Co., die dir gefallen, ein Herz geben.

Der Vorteil hier: Es finden sich auch einige internationale Labels, die in Deutschland nicht ganz leicht zu bekommen sind. Wenn dir das Kleidungsstück übrigens besonders gut gefällt, kannst du es zu einem günstigen Preis direkt von myonbelle kaufen – laut eigener Angaben bis zu 75 Prozent günstiger als der Originalpreis.

Was man hier leihen kann: Büro-Outfits von Kala Berlin, Blusen von French Connection, Sommerkleidchen von Ichi

Für welchen Anlass: für jeden Tag, fürs Büro, fürs Kaffee-Date mit der besten Freundin

Was es kostet: Monatspreis je nach Boxengröße – Flatrate S beinhaltet z.B. zwei Kleidungsstücke für 39 Euro

Kinderkleidung mieten bei Kilenda

Besonders bei Kinderkleidung lohnt sich das Leihen. Denn, wie auch die Online-Mietplattform Kilenda in ihrer schönen Grafik zeigt, wird ein Kinder-Shirt im Schnitt nur vier Monate lang getragen. Die Animationen machen zudem deutlich, wie viele Ressourcen in der Produktion von nur einem T-Shirt stecken. Bisher konnte Kilenda demnach mit ihrem Angebot über 60 Millionen Liter Wasser und circa 30.000 kg CO2 sparen. Hier kommen die Kleidungsstücke direkt vom Hersteller. Wer also der erste Mieter ist, hat Glück und bekommt ungetragene Kindermode in der Originalverpackung.

Wissenswert: Wenn ein Kleidungsstück kaputt geht, zahlst du nicht drauf. Dieses Risiko, das ja bei Kinderkleidung besonders hoch ist, ist schon im Mietpreis mit einkalkuliert. Außerdem kannst du keinen Rücksendetermin vergessen, denn die Jacken, Shirts und Hosen werden pro Tag ausgeliehen. So zahlt man auch wirklich nur für die Tage, an denen man das Kleidungsstück braucht. Allerdings wird es trotzdem nie teurer als es zu kaufen, denn wenn man den Einzelhandelspreis erreicht, gehört einem das Stück. Was du nicht mehr brauchst oder was nicht mehr passt, kannst du also jederzeit zurückschicken. Besonders gut gefällt uns die eigene Kategorie Bio-Mode – hier findet sich Kinderkleidung aus Bio-Baumwolle, mit dem GOTS-Siegel oder Fairtrade-zertifiziert.

Was man hier leihen kann: Bio-Kinderkleidung von Vaude, Little Green Radicals, Sense Organics, aber auch Kindermode von gehobeneren Labels wie Marc O’Polo oder Levi’s

Für welchen Anlass: Für jeden Tag mit kleinen oder auch schon größeren Kindern

Was es kostet: Bodys schon ab 60 Cent, Jacken ab circa 5 Euro pro Monat. Ab einem Bestellwert von 15 Euro ist der Versand kostenlos.

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(1) Kommentar

  1. In dieser Aufzählung darf eigentlich das sehr auf Nachhaltigkeit bedachte, junge und mega kundenfreundliche Unternehmen „Räubersachen“ (www.raeubersachen.de) nicht fehlen!

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