Kirschlorbeer pflanzen: Warum das keine gute Idee ist

Foto: CC0 / Pixabay / Nennieinszweidrei

Kirschlorbeer zu pflanzen sorgt für einen dekorativen Blickfang und bietet Sichtschutz. Für einen insektenfreundlichen Garten ist die Heckenpflanze allerdings nicht geeignet.

Kirschlorbeer ist ein immergrüner Strauch und bietet rund ums Jahr Schutz vor neugierigen Blicken. Die gängigen Gartensorten sind alle winterhart und können bis zu vier Meter hoch wachsen. Im Frühling bildet der Strauch weiße, aufrecht stehende Blütenständen. Aus ihnen entwickeln sich später die namensgebenden roten Früchte. 

Kirschlorbeer: Eine invasive Pflanzenart

Für Insekten und Vögel bietet der Kirschlorbeer keine Nahrung.
Für Insekten und Vögel bietet der Kirschlorbeer keine Nahrung.
(Foto: CC0 / Pixabay / Mylene2401)

Auch wenn Kirschlorbeer einige Vorteile mit sich bringt – in deinem Garten solltest du ihn nicht pflanzen. Das spricht gegen Lorbeer: 

  • Die Blätter und Früchte der Hecke sind giftig. Sie bieten keine Nahrungsquelle für Insekten und Vögel. Für einen insektenfreundlichen Garten ist Kirschlorbeer daher nicht geeignet. 
  • Auch für Haustiere und Kinder stellt die Pflanze ein Risiko dar.
  • Kirschlorbeer stammt ursprünglich aus Kleinasien. Die Pflanze vermehrt sich extrem schnell und vertreibt dadurch heimische Pflanzenarten aus den Gärten und Wäldern. Diese Pflanzen waren zuvor eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele Tiere waren. 

Wenn du eine ökologisch unbedenkliche Hecke pflanzen willst, kannst du stattdessen auf die folgenden heimischen Alternativen zurückgreifen:

  • Weißdorn
  • Schlehe
  • Haselnuss
  • Eibe (gehört ebenfalls zu den immergrünen Pflanzen)

Was, wenn der Kirschlorbeer schon da ist?

Nach dem Pflanzen des Kirschloorbers solltest du ihn ein- bis zweimal jährlich zurückschneiden.
Nach dem Pflanzen des Kirschloorbers solltest du ihn ein- bis zweimal jährlich zurückschneiden.
(Foto: CC0 / Pixabay / 143710)

Falls du schon eine Kirschlorbeer-Pflanze hast, brauchst du sie nicht unbedingt entfernen. Du kannst darauf achten, dass die Pflanze nicht zu groß wird und zu viel Platz in deinem Garten einnimmt – damit genug Fläche für insektenfreundlichere Pflanzen bleibt. Das solltest du bei der Pflege beachten: 

  • Schneiden: Wie die meisten Heckenpflanzen braucht der Kirschlorbeer einmal jährlich einen Formschnitt, den du am besten im Juni vornimmst. Verwende dafür eine Handheckenschere, denn elektrische Geräte können die dicken Blätter des Kirschlorbeer oft nicht richtig durchtrennen. Schneide den Strauch großzügig zurück. Wenn die Sträucher besonders schnell wachsen, kannst du die überstehenden Äste im Herbst ein zweites Mal entfernen.
  • Nachbarpflanzen: Empfehlenswerte Nachbarpflanzen für Kirschlorbeer sind verschiedene Nadelgehölze sowie Azaleen, Rhododendren und Farne.
  • Pflanzabstand: Kirschlorbeer wächst und verdichtet sich sehr schnell. Nachbarpflanzen solltest du daher in ausreichendem Abstand einpflanzen. 
  • Schädlinge und Krankheiten: Vor den meisten Krankheiten und Schädlingen ist der robuste Kirschlorbeer gut geschützt. Gelegentlich kann er aber von der Schrotschusskrankheit befallen werden, bei der ein Pilz besonders bei Jungpflanzen braune Flecken auf den Blättern verursacht. 
  • Gießen: Lorbeer braucht nicht viel Wasser – nur in extremen Trockenphasen kannst du ihn zweimal die Woche gießen. Wichtig ist dabei, dass du bodennah gießt. So vermeidest du, dass die Blätter nass werden und schimmeln oder von der Sonne verbrannt werden.

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(4) Kommentare

  1. Liebe Anniausoelde,

    darauf weist der Artikel auch hin:
    „Bevor du dich entscheidest, in deinem Garten Kirschlorbeer zu pflanzen, solltest du beachten, dass die Heckenpflanze einige Nachteile für die Natur mit sich bringt. So gehört der Lorbeer zu den Pflanzen, die du besser nicht anbauen solltest, wenn dir viel an einem insektenfreundlichen Garten liegt. Die Blätter und Früchte der Hecke sind giftig und bieten deshalb keine geeignete Nahrungsquelle für Insekten und Vögel. Schlimmer noch: Dadurch, dass sich der Kirschlorbeer so rasant vermehrt, vertreibt er heimische Pflanzenarten aus den Gärten und Wäldern, die vorher die Nahrungsgrundlage für viele Tiere waren.

    Wenn du eine ökologisch unbedenkliche Hecke pflanzen willst, kannst du stattdessen auf die folgenden heimischen Alternativen zurückgreifen:“

    Viele Grüße aus Utopia,
    Ines

  2. Warum werden dann überhaupt Artikel der Art zu einer klar problematischen Pflanzen auf Utopia veröffentlicht? Das macht doch wirklich keinen Sinn?