Lärchenholz: Eigenschaften und Verwendung des Nutzholzes

Foto: CC0 / Pixabay / sergei_spas

Lärchenholz ist eine hochwertige Holzart, die du aus regionalem Anbau erwerben kannst. Mehr zu den Vor- und Nachteilen und der Verwendung des Holzes erfährst du hier.

Lärchenholz: Merkmale, Vor- und Nachteile

Die Lärche gehört zur Familie der Kieferngewächse. In Europa finden sich Lärchen größtenteils in den Alpenregionen. Im Vergleich zu anderen Baumarten machen sie in Deutschland jedoch nur einen geringen Anteil des Waldbestandes aus. Bestimmte Lärchenarten kommen auch in Teilen Asiens und Nordamerikas vor.

Lärchenholz gilt als hochwertiges Holz. So ist es formstabil, hart, relativ schwer und fest. Es ist resistent gegen Schädlinge und hält auch ohne Holzschutzmittel Wind und Niederschlag stand. Typisch für das Nadelholz ist seine rötlich-braune Farbe. Die dunklen Jahresringe sorgen zudem für eine kontrastreiche Musterung, die aus Streifen oder einer geschwungenen Maserung besteht.

Verwendest du Lärchenholz im Außenbereich, kann es durch die Witterung nach einiger Zeit eine silbergraue Färbung annehmen. Dem kannst du entgegenwirken, indem du es vorher imprägnierst. Unter sehr starken Witterungsbedingungen neigt Lärchenholz zu Drehwuchs, das heißt der Stamm wächst nach innen verdrillt weiter. Ist dies stark ausgeprägt, lässt sich das Holz deutlich schwerer bearbeiten, ist weniger haltbar und standfest.

Verwendung von Lärchenholz

Da Lärchenholz relativ robust und witterungsbeständig ist, wird es gern für Gartenmöbel verwendet.
Da Lärchenholz relativ robust und witterungsbeständig ist, wird es gern für Gartenmöbel verwendet.
(Foto: CC0 / Pixabay / hrohmann)

Lärchenholz kommt vor allem in Bereichen zum Einsatz, in denen eine robuste und widerstandsfähige Holzart gefragt ist. Dazu gehören unter anderem:

  • Türen und Rahmen
  • Bootsbau und Brücken
  • Treppen und Bodenbeläge
  • Brüstungen und Terrassen
  • Gartenmöbel

Greifst du auf Lärchenholz aus deutschem oder zumindest europäischem Anbau zurück, ist die Holzart auch aus ökologischer Sicht empfehlenswert: Da sie keine langen Transportwege zurücklegen musste, hat sie eine gute Öko-Bilanz. Laut Greenpeace findest du in Deutschland aber auch häufig Lärchenholz aus Sibirien. Dieses solltest du meiden, da dafür häufig Urwälder weichen müssen und die Transportwege lang sind. Verwende nach Möglichkeit immer Lärchenholz aus zertifiziert nachhaltiger Forstwirtschaft, zum Beispiel mit FSC-Siegel oder Naturland-Siegel

Im Außenbereich gilt Lärchenholz als nachhaltige Alternative zu Tropenholz, da die Holzarten ähnliche Eigenschaften aufweisen, sich in der Öko-Bilanz jedoch stark unterscheiden. Weitere Gründe, warum Tropenholz aus ökologischer Sicht problematisch ist, erfährst du in diesem Artikel: Tropenholz: Woran du es erkennst und weshalb du es meiden solltest

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