Leinen waschen: Temperatur, Waschanleitung und Tipps

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Leinen richtig waschen? Mit dieser Waschanleitung erfährst du, wie du den Stoff richtig pflegst, welche Temperatur die richtige ist und wie deine Leinenteile lange halten.

Leinen waschen – so kann nichts schief gehen

Leinen trocknest du am Besten an der Luft!
Leinen trocknest du am Besten an der Luft! (Foto: CC0 / Pixabay / wilhei)

Leinen waschen ist nicht schwer – sofern du ein paar zentrale Dinge beachtest. Die Leinenfaser ist glatt und das Leinengewebe schließt wenig Luft ein, deswegen ist Leinen flusenfrei und wenig anfällig gegen Schmutz und Bakterien. Zudem ist das Gewebe atmungsaktiv und dadurch kühlend auf der Haut – ein idealer Sommerstoff also!

Lediglich bei Reibung ist Leinen anfällig. Deshalb solltest du bei der Wäsche darauf achten, die Fasern nicht zu sehr aufzurauen, denn sonst wird das Gewebe hart und kratzig. Mit der folgenden Waschanleitung bleibt der Stoff glatt und sauber:

  • Bei weniger stark verschmutzten oder selten getragenen Stücken kannst du diese erst einmal an der frischen Luft auslüften. Das kann schon reichen, damit sie wieder frisch und duftig sind.
  • Die richtige Temperatur: Wasche gefärbtes Leinen bei maximal 40 Grad. Naturleinen kannst du bei 60 Grad, wenn nötig sogar ab und zu bei 95 Grad waschen.
  • Um das Leinen nicht unnötig aufzurauen, solltest du den Schonwaschgang deiner Maschine verwenden, beziehungsweise die Schleuderzahl verringern.
  • Leinen benötigt sehr viel Wasser beim Waschen, da die Fasern stark aufquellen. Gib deshalb etwas weniger Teile in deine Waschmaschine als du es bei anderen Materialien tun würdest. Achte auch darauf, deine Leinenwäsche nicht öfter als nötig zu waschen. So sparst du Wasser und Energie.
  • Verwende für Leinen mildes biologisches Waschmittel (zum Beispiel von **Memolife) ohne Aufheller. Gut geeignet sind auch Feinwaschmittel oder Waschnüsse. (Waschpulver, Baukasten oder Flüssigwaschmittel: Was ist am nachhaltigsten?)
  • Du kannst du auch ein selbstgemachtes Feinwaschmittel verwenden
  • Gib Leinen niemals in den Trockner. Hänge es lieber zum Trocknen glatt auf. So bleibt das Leinen weich und geschmeidig.

 

Flecken auf Leinen – so kannst du sie leicht rauswaschen

so behandelst du Flecken natürlich und nachhaltig
so behandelst du Flecken natürlich und nachhaltig (Foto: CC0 / Pixabay / Monfocus)

Bei Flecken auf deinem Leinenstoff solltest du schnell handeln. Da das Gewebe viel Feuchtigkeit aufnimmt, saugt es auch Flecken schneller in den Stoff ein. Diese Tipps helfen dir dabei, Flecken wieder zu entfernen:

Zitronensaft und Salz

  • Tropfe auf einen frischen Fleck frischen Zitronensaft.
  • Streue darüber Salz, um den Fleck herauszuziehen.
  • Lege das Leinen vor dem Waschen mehrere Stunden in die Sonne legen. Du solltest diese Methode jedoch nur bei jedoch nur bei weißen Leinen anwenden, denn die Kombination aus Sonne und Zitronensaft wirkt bleichend.
  • Bei hartnäckigen Flecken kannst du diesen Vorgang nach dem Waschen mehrmals wiederholen.

Kernseife

  • Alternativ kannst du Kernseife (zum Beispiel von **Memolife) verwenden, auch bei dunkleren Stoffen.
  • Mach den Stoff nass und reibe mit der Seife vorsichtig darüber (nicht rubbeln!).
  • Wasche dann das Leinen in der Waschmaschine.

Natron

  • Auch Natron-Paste kann helfen.
  • Mische dafür vier Esslöffel Natron mit vier Esslöffeln Wasser.
  • Trage die Paste auf den Fleck auf, ohne zu reiben.
  • Lasse sie dann 15 bis 30 Minuten trocknen.
  • Kratze sie dann behutsam ab und wasche den Stoff wie gewohnt.

Maisstärke

  • Gegen hartnäckige Fettflecken hilft Maisstärke.
  • Streue die Maisstärke auf den Fleck und lass sie 15 Minuten einwirken.
  • Kratze sie dann sie vorsichtig ab.
  • Wasche dein Leinen danach in kaltem Wasser mit etwas milder Seife aus.

Kann ich Leinen bügeln?

ein paar Dinge solltest du beim Bügeln von Leinen beachten
ein paar Dinge solltest du beim Bügeln von Leinen beachten (Foto: CC0 / Pixabay / stevepb)

So unempfindlich Leinen beim Waschen ist, so knifflig kann es sein, es zu bügeln. Wenn du die folgenden Tipps beachtest, steht einem knitterfreien Ergebnis jedoch nichts im Weg.

  • Leinen solltest du immer bügeln, wenn es noch leicht feucht ist. Du kannst den Stoff auch im Nachhinein anfeuchten. Das funktioniert aber nicht so gut, wie wenn du den Stoff direkt nach der Wäsche bügelst.
  • Bügle deine Kleidungsstücke aus Leinen immer auf links.
  • Leinen verträgt eine hohe Temperatur. Sofern du ein Dampfbügeleisen verwendest, kannst du mit reichlich Dampf arbeiten. Womöglich hat dein Bügeleisen auch ein spezielles Leinen-Programm.
  • Nach dem Bügeln solltest du Kleidungsstücke aus Leinen hängend aufbewahren, um sie vor Knitterfalten zu schützen.

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