Loop-Schal stricken: Strick-Anleitung für warme, selbstgestrickte Schals

Foto: Charlotte Gneupel / Utopia

Einen Loop-Schal zu stricken ist auch für Anfänger ein einfaches und zugleich tolles Projekt. Diese Anleitung zeigt dir, wie du einen schicken Loop-Schal selbst strickst.

Loop-Schals sind schick und praktisch zugleich: Sie passen zu jedem Kleidungsstil und halten deinen Hals warm. Ein Loop-Schal ist nicht anspruchsvoller zu stricken als ein normaler Schal. Der einzige Unterschied ist, dass du die beiden Enden miteinander vernähen musst. Besonders toll ist, dass du deinen Loop-Schal mit dem Muster deiner Wahl versehen kannst. In dieser Anleitung wird der Schal im Perlmuster gestrickt.

Tipp: Achte darauf, dass du für deinen Loop-Schal zertifizierte („Responsible Wool Standard“ oder GOTS) Wolle verwendest. So kannst du sicher stellen, dass den Schafen nicht ohne Betäubung Teile des Afters sowie der Schwanz abgeschnitten wurden („Mulesing“). Alternativ kannst du auch zu veganer Wolle aus z.B. Hanf oder Bambusfasern greifen.

Material für den selbst gestrickten Loop-Schal

Materialen für einen selbst gestrickten Loop-Schal.
Materialen für einen selbst gestrickten Loop-Schal. (Foto: Charlotte Gneupel / Utopia)

Für einen 115-Zentimeter-langen Loop-Schal benötigst du folgende Materialien:

  • 200 g nachhaltige Wolle in der Stärke 6 bis 15
  • (Rund-) Stricknadeln in der Stärke 6 bis 15
  • Maßband
  • Schere
  • Stopfnadel

Tipp: Mit dicker Wolle und breiten Stricknadeln wird dein Schal besonders flauschig und warm. Außerdem bist du so schneller fertig.

1. Schritt: Maschenprobe für den Loop-Schal anfertigen

Mit der Maschenprobe errechnest du, wie viele Maschen du für deinen Schal anschlagen musst.
Mit der Maschenprobe errechnest du, wie viele Maschen du für deinen Schal anschlagen musst. (Foto: Charlotte Gneupel / Utopia)

Bevor mit dem Stricken beginnst, musst du eine Maschenprobe anfertigen. So rechnest du aus, wie viele Maschen du anschlagen musst, damit dein Schal die gewünschte Breite erhält. Dafür schlägst du zehn Maschen an und strickst in dem Muster, das dein Schal haben soll, zehn Reihen hoch. Stricke die Maschen genauso fest oder locker, wie auch dein Schal werden soll. Miss nun das Strickstück (ohne es zu dehnen) von links nach rechts aus.

Nun berechnest du, wie viele Maschen in einen Zentimeter passen:

  • Dafür teilst du die zehn Maschen durch die Länge deines Strickstücks. Für diesen Loop-Schal sieht die Berechnung so aus: Zehn Maschen entsprechen hier 7,5 Zentimeter. Deshalb rechnet man 10 : 7,5 = 1,33. Ein Zentimeter entspricht daher 1,33 Maschen.
  • Jetzt überlegst du dir, wie breit dein Schal werden soll. Dann rechnest du deine gewünschte Breite mal der Anzahl der Maschen, die in einen Zentimeter passen. In diesem Fall soll der Loop-Schal eine Breite von 25 Zentimeter besitzen. Deshalb rechnest du hier: 25 x 1,33 = 33,25. Du kannst auf 33 abrunden. Also entsprechen 25 Zentimeter ca. 33 Maschen.

Jetzt weißt du, wie viele Maschen du anschlagen musst, damit dein Loop-Schal die richtige Breite erhält.

2. Schritt: Maschen anschlagen und Loop-Schal stricken

Schlage die errechnete Anzahl von Maschen an und beginne in deinem Muster zu stricken.
Schlage die errechnete Anzahl von Maschen an und beginne in deinem Muster zu stricken. (Foto: Charlotte Gneupel / Utopia)

Nun kannst du damit beginnen, deinen Loop-Schal zu stricken:

  • Schlage dafür die errechnete Anzahl von Maschen (33) auf deiner Nadel an.
  • Beginne mit dem Stricken in deinem gewünschten Muster. Für das Perlmuster strickst du immer im Wechsel eine linke und eine rechte Masche in einer Reihe. In der nächsten Reihe musst du darauf achten, dass du immer eine rechte Masche auf eine linke strickst und umgekehrt. So entsteht eine perlenähnliche Oberfläche.

Hinweis: Die erste Masche auf der Nadel wird immer nur abgehoben (also von der einen auf die andere Nadel gehoben) und nicht gestrickt. So erhält dein Loop-Schal einen schönen gleichmäßigen Rand.

  • Stricke deinen Schal ca. 115 Zentimeter hoch. Die Länge kannst du je nach Vorliebe und verfügbarer Wolle auch variieren.

3. Schritt: Den Loop-Schal abschließen und zusammenstricken

Durch das Vernähen von Anfang und Ende des Schals entsteht der Loop-Schal.
Durch das Vernähen von Anfang und Ende des Schals entsteht der Loop-Schal. (Foto: Charlotte Gneupel / Utopia)

Wenn dein Schal die gewünschte Länge erreicht hat, musst du die beiden Enden miteinander vernähen. Du kannst die Maschen abstricken und dann den Anfang und das Ende mit einer stumpfen Stopfnadel zusammennähen.

Alternativ bildest du mit einer Stopfnadel eine neue Reihe von Maschen nach, die den Anfang und das Ende des Schals verbindet.

  • Schneide dafür deinen Arbeitsfaden ab, lass ihn aber unbedingt lang genug, um eine weitere Reihe zu bilden.
  • Fädele die Stopfnadel auf den Rest des Arbeitsfadens auf.
  • Stich nun abwechselnd in die erste Masche auf der Nadel, dann in eine Masche vom Anfang des Schals und dann erneut in die Masche auf der Nadel ein. Nimm diese Masche von der Nadel und wiederhole diese Technik, bis du alle Maschen zusammengenäht hast.

4. Schritt: Versäubern der losen Fäden

In dem du beim Versäubern mit der Nadel in die Wolle einstichst, ist die Stelle später nicht sichtbar und hält besonders gut.
In dem du beim Versäubern mit der Nadel in die Wolle einstichst, ist die Stelle später nicht sichtbar und hält besonders gut. (Foto: Charlotte Gneupel / Utopia)

Im letzten Schritt musst du noch deinen Anfangs- und Endfaden und ggf. die Fäden vom Garnwechsel unauffällig vernähen.

  • Fädele dafür die Wolle auf deine Stopfnadel.
  • Stich mit der Stopfnadel mehrmals in die umliegenden Maschen ein und ziehe den Wollfaden hindurch.

Tipp: Stich mit der Nadel direkt in deine Wolle hinein. So wird dein Restfaden besonders gut verankert und löst sich beim Tragen nicht.

  • Schneide den Rest des Fadens mit einer Schere ab.

Und schon ist dein selbst gestrickter Loop-Schal fertig!

Loop-Schal selber stricken: Das Ergebnis

Ein Loop-Schal ist schnell gestrickt und hält deinen Hals schön warm
Ein Loop-Schal ist schnell gestrickt und hält deinen Hals schön warm (Foto: Charlotte Gneupel / Utopia)

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