Met selber machen: Einfaches Rezept für Honigwein

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Um Honig-Met selber zu machen, brauchst du nur wenige Gerätschaften. Wir erklären dir, wie es geht und worauf du bei der Herstellung von Honigwein ansonsten noch achten musst.

Selbstgemachter Met als uralte Tradition

Zeugnisse belegen, dass Honigwein ähnlich wie Bier in der Menschheitsgeschichte eine sehr lange Tradition hat. In der germanischen Mythologie zum Beispiel spielt Met eine wichtige Rolle. Das hat sich bis in die heutige Zeit nicht geändert – den süßen und kräftigen Wein trinken viele Menschen vor allem gern im Winter auf Weihnachtsmärkten. Met kannst du aber auch selber machen.

Met selber machen – das brauchst du dafür

Wein- bzw. Gärballons eignen sich auf für Honigmet.
Wein- bzw. Gärballons eignen sich auf für Honigmet. (Foto: CC0 / Pixabay / stux)

Um selber Wein herstellen zu können, brauchst du ein paar spezielle Gerätschaften. Das sind insbesondere ein Gärgefäß aus Kunststoff oder ein Gärballon aus Glas mit einem geeigneten Volumen und ein passender Gärverschluss. Glasballons findest du oft auf Flohmärkten für wenig Geld. Du kannst aber auch ein Starterset im Internet bestellen, das dann weitere Dinge wie zum Beispiel Hefe und Hefenährsalz enthält, die notwendig sind.

Die weiteren notwendigen Gerätschaften hast du wahrscheinlich sowieso schon:

  • Messbecher
  • Großen Kochtopf
  • Trichter
  • Thermometer

Zutaten für selbstgemachten Honigwein

Honig ist die wichtigste Zutat für Met.
Honig ist die wichtigste Zutat für Met. (Foto: CC0 / Pixabay / fancycrave1)

Die wichtigste Zutat für Met ist Honig. Achte beim Einkauf darauf, dass du möglichst Honig aus deiner Region kaufst. Mit Bio-Honig stellst du zudem sicher, dass dein Honig keine unerwünschten Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder Insektiziden enthält. Neben Honig benötigst du noch weitere Zutaten.

Zutaten für 3 Liter Met:

  • 1 kg Bio-Honig aus der Region
  • 1 TL Reinzuchthefe für Wein (die findest du in gut sortierten Drogerien oder im Internet)
  • Hefenährsalz, Dosierung nach Angaben des Herstellers (hier gilt das Gleiche wie bei der Reinzuchthefe)
  • 0,5 Liter Bio-Apfelsaft, am besten naturtrüb
  • 2 Liter Wasser

Möchtest du mehr Met ansetzen, passe die Mengen einfach an. Eine Hefekultur reicht in der Regel für bis zu 50 Liter. Bei der Menge solltest du immer beachte, dass du das Gärgefäß niemals ganz voll machen darfst. Du kannst es etwa zu drei Viertel füllen.

Met selber machen: Das Rezept

Die Zubereitung für deinen Met-Ansatz ist im Grunde ganz einfach:

  • Löse den Honig im Wasser auf. Sinnvoll ist es, wenn du ihn dafür vorsichtig erwärmst. Allerdings höchstens auf 40 Grad.
  • Gib den Apfelsaft und das Hefenährsalz hinzu und lass die Mischung auf etwa 20 Grad abkühlen.
  • Nun kannst du Hefe zugeben und den Ansatz in die Gärflasche füllen.
  • Verschließe die Flasche mit dem Gärverschluss und fülle Wasser in den Verschluss.

Von nun an übernehmen die Hefebakterien in dem Ansatz die Arbeit. Dabei gilt, je wärmer der Ansatz steht, desto aktiver ist die Hefe.

  • Ideal ist eine Temperatur zwischen 20 und 25 Grad. Ab 28 sterben die Hefezellen ab.
  • Während der Gärung wandeln die Hefezellen den Zucker einfach gesagt in Alkohol und Kohlendioxid um.
  • Nach einem bis zwei Tagen sollte die Gärung sichtbar einsetzen. In dem Ansatz bilden sich kleine Bläschen wie in Mineralwasser.
  • Das Gas steigt auf und entweicht über den Gärverschluss, der mit Wasser gefüllt ist.
  • Er sorgt dafür, dass das Gas entweichen, aber keine Luft mit schädlichen Keimen in den Ansatz gelangt.
  • Wichtig: Wegen der Gasbildung darfst du einen Gärbehälter niemals luftdicht verschließen!

Während der Gärung solltest du den Ansatz einmal am Tag kräftig schwenken oder leicht schütteln. Nach etwa 10 Tagen bis drei Wochen sollte die Gärung deutlich nachlassen.

Den Honigwein abfüllen

Wenn die Gärung nachlässt, hat die Hefe ihre Arbeit getan – allerdings ist der Met jetzt noch sehr trüb. Du kannst ihn nun entweder in Flaschen abfüllen, sodass sich die Trübstoffe darin am Boden absetzen. Oder du wartest zunächst mit dem Abfüllen und stellst den ganzen Gärbehälter für einige Zeit an einen kühlen Ort. Nachdem sich die Trübstoffe abgesetzt haben, kannst du den klaren Met in Flaschen füllen. Zum Beispiel mit einem Schlauch, den du in den Met hängst und anschließend kurz ansaugst: Solange du das äußere Ende tiefer hältst als das Ende im Met fließt der Met ab. Hänge ihn direkt in die Flasche, in die du abfüllst.

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(1) Kommentar

  1. Mahlzeit,
    Ich habe gestern einen Ansatz genau nach diesem Rezept bereit gemacht. Schon heute stelle ich erhebliche Schwebe- oder Feststoffe fest. Da das mein erster Versuch ist, Frage ich mich, ob das normal ist oder da jetzt schon etwas schief gelaufen ist.

    Weiterhin schreibt ihr nichts von schwafeln des mets. Ist das hier nicht nötig?

    Beste Grüße