Mit dem E-Bike auf dem Radweg? – Rechtliches rund ums E-Bike

E-Bike, Fahrrad
Foto: Sven Christian Schulz / Utopia

Wer mit dem E-Bike auf dem Radweg unterwegs ist, wird von Radfahrern oft zurechtgewiesen: Auf dem Radweg seien E-Bikes nicht erlaubt. Doch stimmt das wirklich? Wir erklären dir, wo du mit dem E-Bike fahren darfst und was du noch beachten solltest.

E-Bike auf dem Radweg – ist das erlaubt?

E-Bikes auf dem Radweg: erlaubt oder verboten?
E-Bikes auf dem Radweg: erlaubt oder verboten? (Foto: CC0 / Pixabay / BenKerckx)

Das E-Bike ist eine sinnvolle Alternative für kurze bis mittlere Strecken, die du sonst mit dem Auto zurücklegen würdest. Viele Modelle fahren in der Spitze 25 km/h und mehr, damit lässt du also andere Radfahrer schnell hinter dir. Ein gut ausgebauter Radweg ist allerdings dafür die Voraussetzung, wenn du nicht in der Rushhour mit den Autos an jeder Ampel warten willst. Doch in einigen Fällen ist das gar nicht erlaubt. Wer trotzdem auf dem Radweg fährt, dem droht ein Bußgeld.

Allerdings muss man unterscheiden zwischen drei verschiedenen Typen:

  1. Pedelecs mit unterstützendem Elektromotor (max. 25 km/h),
  2. E-Bikes mit einer Beschleunigung auf 25 km/h,
  3. S-Pedelecs mit 45 km/h.

Wenn ein E-Bike nur einen Trittunterstützung liefert und der Fahrer immer mittreten muss, dann gilt das E-Bike als Fahrrad. Fahren die E-Bikes auch ohne zu treten 25 km/h oder 45 km/h, zählen sie zu den sogenannten „Kleinkrafträdern mit geringer Leistung“.

E-Bike fahren auf dem Radweg: nur mit Zusatz-Schild

"Mofas frei" bedeutet auch "E-Bikes frei"
„Mofas frei“ bedeutet auch „E-Bikes frei“ (Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Die Welt der E-Bikes teilt sich also in zwei Bereiche: Einmal Pedelecs mit einem unterstützenden Motor und auf der anderen Seite E-Bikes mit einem Motor, der auch ohne Treten 25 km/h bzw. 45 km/h fährt.

Pedelecs mit Trittunterstützung

Folgende Kriterien müssen erfüllt sein, damit ein E-Bike mit Trittunterstützung als Fahrrad eingestuft wird und somit auf dem Radweg fahren darf:

  • Motor schaltet sich erst zu, wenn die Pedale getreten werden.
  • Motorleistung max. 250 Watt
  • Höchstgeschwindigkeit 25 km/h
  • Anfahrhilfe max. 6 km/h

Erfüllt dein Pedelec diese Kriterien, darfst du auf dem Fahrradweg fahren. Außerdem bist du von der Helmpflicht befreit und benötigst auch kein Versicherungskennzeichen oder einen Führerschein.

E-Bikes mit 25 km/h und 45 km/h

Ist der Motor des E-Bikes mehr als 250 Watt stark, ist eine Mofa-Prüfung notwendig. Dies gilt unabhängig davon, ob das E-Bike nur 25 km/h fährt oder 45 km/h in der Spitze. Denn entscheidend ist die Leistung des Motors. In diesem Fall ist auch ein Versicherungskennzeichen und ein Helm vorgeschrieben. Auf dem Radweg darfst du mit den E-Bikes über 250 Watt nicht fahren. Nur wenn das Schild „Mofa frei“ (siehe Bild) am Radweg steht, darfst du auch mit den leistungsstarken E-Bikes dort fahren.

Wo darf ich mit dem E-Bike fahren und wo nicht?

Verbot für Krafträder, Mofas und leistungsstarke E-Bikes
Verbot für Krafträder, Mofas und leistungsstarke E-Bikes (Foto: CC0 / Pixabay / CopyrightFreePictures)

Unsere Übersicht hilft dir, den Überblick zu behalten:

  • Radweg: E-Bikes bis 250 Watt erlaubt, leistungsstärkere E-Bikes nur auf Radwegen mit einem „Mofa frei“-Schild
  • Einbahnstraße + „Fahrrad frei“: E-Bikes bis 250 Watt erlaubt, leistungsstärkere E-Bikes verboten
  • Verbot für Mofa / Krafträder: E-Bikes bis 250 Watt erlaubt, leistungsstärkere E-Bikes verboten
  • Fußgängerzone + „Fahrrad frei“: E-Bikes bis 250 Watt erlaubt, leistungsstärkere E-Bikes nur mit einem „Mofa frei“-Schild
  • Deutsche Bahn: E-Bikes bis 25 km/h können mit einer Fahrradkarte mitgenommen werden, andere dagegen nicht.

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