NGO und Non-Profit-Organisationen: Definition und Unterschiede

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NGOs und NPOs sind gemeinnützig und sozial orientiert. Doch was verbirgt sich hinter den Begrifflichkeiten? Wir erklären die feinen Unterschiede zwischen NGO und NPO.

Was ist eine NGO?

NGO steht für „Non-Governmental-Organization“, also eine Nicht-Regierungs-Organisation. Eine NGO ist eine privat gegründete Organisation für politische Angelegenheiten. Durch solche Organisationen hat die Zivilgesellschaft die Chance an der Politik teilzuhaben, ohne direkt in die Regierung, eine Partei oder ein Gremium zu müssen.

Eine NGO kann sein:

  • Ein eingetragener Verein
  • Eine Stiftung
  • Eine Initiative

NGOs verpflichten sich, transparent zu sein. Das bedeutet, dass sie ihren Mitgliedern und Förderern zum Bepsiel offenlegen müssen, wofür sie erhaltene Spenden nutzen. Eine NGO ist nicht gewinnorientiert, sondern das Gemeinwohl der Gesellschaft steht im Vordergrund.

Nicht gewinnorientiert zu arbeiten bedeutet aber nicht, unwirtschaftlich zu handeln. Gerade NGOs haben großen Druck, ihre Geschäfte wirtschaftlich nachhaltig auszurichten, damit sie möglichst lange bestehen und ihre Mission durchsetzen können. 

NGOs stellen gerne ehrenamtliche Mitarbeiter ein, was dem Verein einige Kosten erspart. Aber ganz ohne wenige Festangestellte kommt auch eine NGO nicht aus. 

Nicht-Regierungs-Organisationen setzen sich vor allem dafür ein:

  • Umweltschutz
  • Tierschutz
  • Menschenrechte
  • Soziale Gerechtigkeit
  • Entwicklungsarbeit
  • Gesundheitswesen

Nicht-Regierungsorganisationen bieten der Zivilgesellschaft einen Rahmen, im Weltgeschehen mitzumischen. Dies geschieht durch:

  • Lobbyarbeit
  • Teilnahme an wichtigen Verhandlungen
  • Aufklärungsarbeit und Aufbereiten von Informationen 

Innerhalb der NGO’ lässt sich die Organisation weiter differenzieren und bestimmten Zwecken zuordnen. So gibt es beispielsweise BINGOs (Big International NGOs), CSOs (Civil Society Organization), DONGOs (Donor Organozed NGO), ENGOs (Environmental NGO) und viele weitere Unterkategorien.

Das macht eine Non-Profit-Organisation aus

NGO
NGO’s wollen meist auf globaler Ebene Missstände beseitigen.
(Foto: CC0 / Pixabay / geralt)

Non-Profit- Organisationen sind, wie er Name schon sagt, nicht profitorientiert. Das heißt, es werden keine Gewinne an Mitglieder und Vorstand ausgezahlt. Es wird so gewirtschaftet, dass alle Kosten abgedeckt sind. Dies ist der Hauptaspekt einer Non-Profit-Organisation.

Statt sich am Gewinn zu orientieren, werden NPOs für gesellschaftlich sinnvoll erachtete Zwecke gegründet.

NPOs können unterschieden werden in öffentliche oder private Non-Profit-Organisationen.

Private NPOs:

  • Vereine
  • Verbände
  • Stiftungen
  • Clubs
  • Wohlfahrtsorganisationen
  • Kirchen

Öffentliche NPOs sind öffentliche Unternehmen sowie öffentliche Verwaltungen. Zwischen öffentlich und privat finden sich Genossenschaften und Kammern als NPO.

Auch bei NPOs ist gutes Management wichtig, um die knappen Ressourcen wie Arbeitskräfte oder die finanziellen Mittel möglichst zielführend einzusetzen.

Unterschiede: NPO und NGO

Was ist nun der Unterschied zwischen einer Non-Profit-Organisation und einer Non-Governement-Organisation? Laut dem Gabler Wirtschaftslexikon werden in der Wissenschaft die beiden Begriffe synonym verwendet. Allerdings gibt es feine, auf den ersten Blick nicht sofort sichtbare Unterschiede:

  1. Eine NGO ist oft international ausgerichtet, eine NPO eher regional. Dadurch hat eine NGO eine größere Reichweite.
  2. Eine NPO finanziert sich aus selbst erwirtschafteten finanziellen Mitteln, eine NGO durch Mitgliederbeiträge und Spenden.
  3. Eine NGO vertritt politische Themen (z.B. Entwicklungszusammenarbeit, Menschenrechte etc.).
  4. Die Arbeit einer NGO verfolgt die Mission, die Welt zu verbessern. Die Arbeit einer NPO bietet Dienstleistungen und Güter im Rahmen eines Unternehmens an.

Man kann sagen: Jede NGO ist eine NPO, aber nicht jede NPO ist eine NGO.

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