Pfand: So erkennst du Einweg- und Mehrwegflaschen

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Foto: CC0 / Pixabay / Didgeman

Bei Pfand unterscheidet man in Einweg und Mehrweg. Wir zeigen dir, woran du erkennst, auf welche Weise du eine Flasche am besten entsorgst.

Flaschen mit Einwegpfand befüllen Unternehmen nur einmal. Nach der Rückgabe schreddern Maschinen die Plastikflaschen oder pressen sie zusammen. Das ist eine Verschwendung von Ressourcen und verursacht viel Plastikmüll. Beim Getränkekauf kannst du darauf achten, Mehrwegflaschen zu kaufen. 

Es gibt einige Merkmale, anhand derer du Ein- und Mehrweg beim Pfand unterscheiden kannst. Wir erklären dir diese genauer.

Pfand: Einweg und Mehrweg unterscheiden

Auf manchen Mehrweg-Flaschen kannst du den blauen Engel finden.
Auf manchen Mehrweg-Flaschen kannst du den blauen Engel finden.
(Foto: Publicgarden GmbH, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons)

Anhand folgender Merkmale kannst du erkennen, ob es sich um eine Mehrwegflasche handelt:

  • Mehrwegflaschen sind immer aus Glas oder dickerem PET-Kunststoff. Mehrweg-Flaschen aus Kunststoff sind eventuell schon etwas zerkratzt oder aufgeraut. Das passiert mit der Zeit durch die wiederholte Benutzung.
  • Es können die Begriffe Leihfla­sche, Pfandflasche, Mehrweg oder Mehr­wegflasche auf dem Etikett oder sogar der Flasche selbst stehen.
  • Einige Mehrwegflaschen sind mit dem Siegel Blauer Engel oder mit „Für die Umwelt MEHRWEG“ gekennzeichnet. Nach beiden Kennzeichnungen kannst du auf dem Etikett suchen.
  • Bei Mehrweg gibt es immer einen Pfand für die Flasche, egal welches Getränk darin ist. Meistens sind es 15 Cent, bei Bierflaschen 8 Cent und in seltenen Fällen auch mehr.
  • Viele Mehrwegflaschen kannst du in Kästen kaufen. 
  • Es gibt jedoch auch Einwegflaschen, die in Mehrwegkästen angeboten werden. Deswegen nimmst du am besten eine einzelne Flasche heraus und überprüfst ihre Kennzeichnung, bevor du einen Kasten kaufst. Einwegflaschen mit Pfand aus dem Kasten sind oft mit „PET-Cycle“ gekennzeichnet. Dies signalisiert, dass das Material der Einwegflasche zwar recycelt, die Flasche aber nicht wiederverwendet wird.

Daran erkennst du Einwegflaschen

Einwegflaschen werden nur einmal befüllt und dann bestenfalls recycelt.
Einwegflaschen werden nur einmal befüllt und dann bestenfalls recycelt.
(Foto: CC0 / Pixabay / Hans)

Neben dem Aufdruck „PET-Cycle“ gibt es weitere Aufdrucke, an denen du Einwegflaschen erkennst. Das sind die Beschriftung mit dem Ein­wegpfand von 25 Cent, Pfandfla­sche, oder dem Zeichen der Deutschen Pfandsystem GmbH. Die Pfandhöhe ist bei Einweg mit 25 Cent höher als bei Mehrweg.

Darüber hinaus muss im Geschäft deutlich sichtbar mit Schildern darauf hingewiesen werden, ob der Pfand Einweg oder Mehrweg bedeutet.

Die Flasche selbst gibt dir ebenfalls Hinweise. Einwegflaschen sind für gewöhnlich aus sehr dünnem und leicht eindrückbarem Plastik.

Aus ökologischer Sicht sind nur Einwegpflaschen ohne Pfand noch problematischer als Einweg-Pfandflaschen. Es gibt noch immer ein paar Produkte, die in Plastikflaschen ohne Pfand abgefüllt werden dürfen und deren Verpackung du im gelben Sack entsorgst. Dort treffen sie auf ein Gemisch aus weiteren Verpackungsmaterialien und sind somit deutlich schwieriger zu recyceln.

Das betrifft im Wesentlichen Säfte und Nektare ohne Kohlensäure, Milch oder Milchmischgetränke mit 50 % Milch oder Wein und Sekt. Bei diesen Produkten solltest du besonders aufmerksam auf die Pfand-Kennzeichnung achten. Ab 2022 gibt es diese Ausnahmen zum Glück nicht mehr.

Das ändert sich 2022 im Pfandsystem

Die Bundesregierung hat eine neue Pfandregelung in Deutschland beschlossen, die ab dem 1. Januar 2022 gilt. Damit werden alle Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff und Getränkedosen pfandpflichtig – auch diejenigen, die bisher pfandfrei waren. Das betrifft vor allem Milchgetränke, Wein, Spirituosen, Frucht- und Gemüsesäfte oder Energydrinks.

Bis zum 1. Juli dürfen Lebensmittelhändler:innen vorhandene Bestände jedoch noch pfandfrei verkaufen. Bis dahin solltest du also noch besonders aufmerksam sein.

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