Pfanne in die Spülmaschine: Warum das keine gute Idee ist

Foto: CC0 / Pixabay / Einladung_zum_Essen

Pfannen solltest du nicht in der Spülmaschine reinigen. Dabei ist egal, ob sie beschichtet sind oder nicht. Woran das liegt und wie du dein Kochwerkzeug am besten reinigst, erfährst du hier.

Pfannen haben in der Spülmaschine nichts verloren

Pfannen in der Spülmaschine zu reinigen ist vielleicht praktisch – eine gute Idee ist es trotzdem nicht. Besonders Produkte, die mit dem Kunststoff Teflon beschichtet sind, solltest du nicht in der Maschine reinigen:

  • Durch die scharfen Spülmittel in der Maschine wird die Beschichtung angegriffen. Dadurch löst sie sich nach und nach und die Lebensdauer der Pfanne wird deutlich verkürzt. Deshalb rät die Verbraucherzentrale Bayern, beschichtete Pfannen am besten per Hand zu reinigen.
  • Die Auswirkungen von Teflon auf die Umwelt sind zudem noch wenig erforscht. Feststeht, dass der Abbau des Kunststoffs in der Natur jahrzehntelang dauert. Eine Gefahr für die Umwelt kann von der Trifluoressigsäure ausgehen, die beim Abbau von Teflon freigesetzt wird.
  • Übrigens: Du solltest Teflonpfannen niemals zu stark erhitzen. Ab 202 Grad Celsius entstehen Dämpfe, die einen Wellensittich töten können. Bei Temperaturen ab 360 Grad Celsius entstehen sogar Dämpfe, die auch für Menschen giftig sind. Sie können das sogenannte Polymerfieber mit grippeähnlichen Symptomen auslösen.

Auch unbeschichtete Pfannen gehören nicht in die Spülmaschine

Manche Hersteller geben bei Ihren Produkten ausdrücklich an, dass diese für Spülmaschinen geeignet sind. In diesem Fall ist es möglich, die Pfanne so zu reinigen. Gut tut es ihnen jedoch nicht. Ganz egal, ob aus Aluminium, Gusseisen oder Edelstahl, mit oder ohne Beschichtung: Es ist besser, Pfannen von Hand zu reinigen. 

Das liegt am Folgenden: Damit sie gute Dienste leisten, müssen neue Pfannen eingebrannt werden. Das heißt, dass du sie vor dem Gebrauch mit etwas Fett erhitzen solltest. Dadurch entsteht ein feiner Ölfilm. In verstärktem Maße gilt dies für Pfannen aus Gusseisen, denn diese braten erst mit einer gewissen Patina richtig gut. Durch einen Waschgang in der Spülmaschine wird diese Schicht jedoch zerstört und die Pfanne kann ihren Zweck nicht mehr richtig erfüllen.

Pfannen mit Keramikbeschichtung müssen nicht eingebrannt werden. Von ihren Herstellern werden sie oft als spülmaschinenfest beworben. Doch auch hier gilt: Die häufige Reinigung der Pfanne in der Maschine belastet die verbauten Materialien unnötig. Dies führt zu einer kürzeren Lebensdauer des Küchenutensils.

So reinigst du eine Pfanne schonend

Pfannen sind aus der Küche nicht wegzudenken. In die Spülmaschine gehören sie jedoch nicht.
Pfannen sind aus der Küche nicht wegzudenken. In die Spülmaschine gehören sie jedoch nicht.
(Foto: CC0 / Pixabay / olafBroeker)

Du reinigst Pfannen auf die sanftetste Art, wenn du Verschmutzungen mit warmem Wasser und einem Tuch entfernst. Bei Bedarf kannst du auch einen Tropfen Spülmittel verwenden. Gegen starke Verschmutzungen kannst du einen Schwamm verwenden. Wichtig ist, dass dieser nicht kratzt. Ansonsten kann das Material beschädigt werden. Geeignet ist zum Beispiel ein Luffaschwamm. So vermeidest du außerdem Plastik.

Bei hartnäckigen Verschmutzungen kannst du die Pfanne eine Weile einweichen lassen. Wenn nötig, kannst du dem Wasser auch Natron beifügen.

Ist die Pfanne für die Spülmaschine geeignet und willst du ihr ausnahmsweise eine Tiefenreinigung in der Maschine zukommen lassen, dann wähle ein schonendes Programm. So wird deine Pfanne nicht unnötig belastet. Außerdem kannst du sie nach der Reinigung mit etwas Öl einreiben. Das pflegt sie, verbessert die Bratleistung und verlängert ihre Lebensdauer.

Dieser Text stammt von Andreas Kalus.

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