Prunkwinde: So pflanzt und pflegst du die Trichterwinde richtig

Foto: CC0 / Pixabay / Capri23auto

Die Prunkwinde ist in heimischen Gärten eine beliebte Rank- und Schlingpflanze. Wir zeigen dir, was du bei Pflanzung und Pflege der Trichterwinde beachten solltest.

Prunkwinde: Merkmale der Zierpflanze

Die Prunkwinde, auch Trichterwinde genannt, gehört zur Familie der Windengewächse und bildet mit über 600 verschiedenen Arten eine große Pflanzengattung. Auch die Süßkartoffel ist zum Beispiel eine populäre Vertreterin der Gattung.

Prunkwinden sind Kletterpflanzen, die schnell in die Höhe wachsen und sich um Hölzer, Seile und andere Rankhilfen schlingen. So eignen sie sich zum Beispiel besonders, um karge Mauern und Wände aufzuwerten.

Die glockenförmigen Blüten der Trichterwinde blühen zwischen Juli und Oktober. Es handelt sich dabei um Eintagesblüten, das heißt sie verblühen schon um die Nachmittagszeit. Am nächsten Morgen öffnen sich dann wieder frische Blüten. Daher findet man sie im Englischen auch unter dem Namen „Morning Glory“.

Prunkwinden sind einjährige Pflanzen, den Winter überstehen sie also nicht. Du kannst sie sowohl im Beet als auch im Topf pflanzen und dafür entweder Samen oder gekaufte Jungpflanzen verwenden. Die attraktiven Zierpflanzen sind dabei nicht nur schön anzuschauen, sondern bilden auch eine Nahrungsgrundlage für verschiedene Insekten. Mehr Tipps für einen insektenfreundlichen Garten bekommst du hier: Insektenfreundlicher Garten: So unterstützt du die Artenvielfalt.

So pflanzt du die Trichterwinde

Die Prunkwinde kannst du entweder im Gartenbeet oder im Topf auf dem Balkon pflanzen.
Die Prunkwinde kannst du entweder im Gartenbeet oder im Topf auf dem Balkon pflanzen.
(Foto: CC0 / Pixabay / viechfisch)

Beim Pflanzen der Prunkwinde solltest du folgende Hinweise beachten:

  • Wähle einen warmen und vollsonnigen Standort, an dem die Pflanze möglichst vor Wind und Starkregen geschützt ist. Sorge außerdem dafür, dass die Trichterwinde ausreichend Platz hat, denn sie wächst erst schnell in die Höhe und dann in die Breite.
  • Der Boden sollte nährstoffreich, gut durchlässig und nicht zu sauer sein. Zudem ist es von Vorteil, wenn die Erde reich an Humus ist und etwas Lehm enthält.
  • Wenn du die Trichterwinde direkt aus den Samen ziehen willst, kannst du diese von April bis Mai ins Beet setzen.
  • Alternativ kannst du sie ab Mitte März im Topf vorziehen. Diesen bewahrst du am besten auf der Fensterbank auf, um die Pflanze schon einmal auf die Temperaturen vorzubereiten. Wenn die Samen anfangen zu keimen, ziehst du kleine, schwächere Pflanzen vorsichtig heraus und lässt nur die kräftigsten Keimlinge wachsen. Ab Mitte Mai kannst du die Pflanzen ins Beet setzen.
  • Im Beet sollte zwischen den Pflanzen ein Abstand von etwa 40 bis 50 Zentimetern herrschen.
  • Trichterwinden brauchen zudem eine Kletterhilfe. Diese kannst du selbst aus Weidenruten oder Drähten basteln.
  • Du kannst Prunkwinden auch im Topf pflanzen und dir so den Balkon oder die Fensterbank verschönern. Wähle einen ausreichend großen Topf, der mindestens 30 Zentimeter hoch ist.

Prunkwinde: Tipps zur Pflege

Die Trichterwinde ist mit ihren glockenförmigen Blüten nicht nur eine optische Bereicherung, sondern auch eine Nahrungsquelle für Insekten.
Die Trichterwinde ist mit ihren glockenförmigen Blüten nicht nur eine optische Bereicherung, sondern auch eine Nahrungsquelle für Insekten.
(Foto: CC0 / Pixabay / Capri23auto)

Was die Pflege angeht sind Prunkwinden relativ unkompliziert. Damit die Pflanzen schnell wachsen und viele Blüten tragen, solltest du dennoch einige wichtige Punkte beachten:

  • Besonders direkt nach dem Einpflanzen brauchen Trichterwinden viel Wasser. Sorge deshalb dafür, dass die Erde immer feucht ist. Vermeide jedoch Staunässe.
  • Für einen nährstoffreichen Boden gibst du am besten schon vor der Pflanzung Kompost als Dünger unter die Erde.
  • Zudem kannst du alle ein bis zwei Wochen etwas Dünger mit ins Gießwasser geben, um das Reifen der Blüten zu fördern. Wie du ökologischen Dünger ganz einfach selbst herstellen kannst, erfährst du in diesem Artikel: Dünger für Pflanzen: Ganz natürlich selber machen.
  • Alternativ kannst du auch regelmäßig frischen Kompost oberflächlich in die Erde einarbeiten.
  • Verwelkte Blüten sollten du abschneiden, damit neue Knospen aufblühen können.
  • Ist die Blütezeit im Herbst zu Ende, kannst du die Pflanze im Ganzen entfernen und kompostieren.

Achtung: Die Samen der Trichterwinde sind giftig. Sorge deshalb dafür, dass sich die Pflanzen nicht in unmittelbarer Reichweite von Kindern und Haustieren befinden.

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