Rasengitter: Das sind die Vorteile

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Foto: CC0 / Pixabay / anaterate

Rasengitter dienen häufig zur Befestigung von Verkehrsflächen, auf Parkplätzen oder Einfahrten . Wir zeigen dir, welchen Vorteil sie umwelttechnisch gegenüber Betonflächen haben.

Egal ob zur Befestigung von Auffahrten, Parkplätzen oder kleinen Wegen: Rasengitter sind eine gute Alternative zur herkömmlichen Betonierung. Sie bieten außerdem einige ökologische Vorteile.

Wird eine Auffahrt oder ein Parkplatz asphaltiert, so ist dadurch der Boden versiegelt. Bodenversiegelung bedeutet, dass eine Bodenfläche luft- und wasserdicht abgedeckt wird. In Deutschland sind aktuell etwa 45 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen versiegelt. Dies führt zu mehreren Problemen:

  • Zum einen kann Regenwasser auf versiegelten Flächen nicht mehr oder nur noch sehr schwer abfließen. Zum anderen kann der Boden nicht mehr mit der Atmosphäre interagieren – der natürliche Gasaustausch wird also gehemmt.
  • Bei Starkregen wird ein versiegelter Boden besonders problematisch. Der Regen kann die Kanalisationen überlasten, wenn das Wasser keine Möglichkeit hat, abzufließen. Gebiete laufen so schneller Gefahr, geflutet zu werden.
  • Darüber hinaus kann der Regen die Grundwasserspeicher unter versiegelten Böden nicht weiter füllen, da das Wasser nicht durch die undurchlässige Schicht hindurchkommt. 
  • Versiegelte Böden sind auch problematisch für das Mikroklima. Sie tragen im Sommer nicht zur Kühlung der Luft bei, da sie kein Wasser aufnehmen und somit auch keine Feuchtigkeit wieder abgeben. Außerdem lassen sich auf versiegeltem Boden keine Bäume pflanzen. Somit sind versiegelte Flächen gerade im Sommer unvorteilhaft, da sie sich weder als Standort für schattenspendende Bäume eignen noch die Luft kühlen.
  • Die Versiegelung wieder rückgängig zu machen, ist nicht ganz einfach. Oft ist die Bodenfunktion danach dauerhaft gestört, da kleine Asphaltreste im Boden verbleiben können. Die Böden sind somit oftmals weniger fruchtbar als vor der Versiegelung.

Wenn du im eigenen Garten oder in deiner Auffahrt nicht zur weiteren Bodenversiegelung beitragen möchtest, eignen sich Rasengitter als nachhaltigere Alternative. 

Rasengitter: Das sind die Vorteile

Rasengittersteine sind meist aus Beton oder aus Kunststoff.
Rasengittersteine sind meist aus Beton oder aus Kunststoff.
(Foto: CC0 / Pixabay / Antranias)

Rasengittersteine sind versickerungsfähig und belastbar zugleich. Zwischen den Steinen bleibt der Boden frei, sodass Regenwasser ablaufen und sich Vegetation bilden kann. Er behält im Gegensatz zu versiegelten Flächen also mehr oder weniger seine natürliche Funktion. Je nachdem, was zwischen den Steinen wächst, bietet ein Rasengitter auch Nahrung und Zuflucht für Insekten. 

Trotzdem sind Rasengittersteine belastbar genug, damit beispielsweise ein Auto darauf parken kann, ohne dass sie brechen. Laut Angaben verschiedener Hersteller bilden sich auf dem Grün auch keine Fahrspuren und die Steine sind sehr rutschfest. Für Parkplätze, Auffahrten und kleine Wege bieten Rasengitter also eine Alternative zur Flächenversiegelung. Damit der Rasen zwischen den Steinen genug Sonne bekommt, solltest du allerdings darauf achten, dass Rasengittersteine nicht zum Dauerparkplatz werden. 

Der größte Vorteil der Steine ist, dass sie nicht zur Bodenversiegelung beitragen, aber dennoch robust sind. Je nachdem, ob du dich für ein Rasengitter aus Beton oder Kunststoff interessierst, ergeben sich weitere Vorteile.

So unterscheiden sich Rasengitter aus Beton und Kunststoff

Rasengitter aus Beton gibt es auch in Rautenform.
Rasengitter aus Beton gibt es auch in Rautenform.
(Foto: Colourbox.de / alho007)

Rasengitter aus Beton liefern dir folgende Vorteile:

  • sehr robustes Material
  • relativ verschleißfrei
  • preislich günstiger als komplette Betonierung
  • oftmals günstiger als Rasengittersteine aus Kunststoff

Neben Rasengittersteinen aus Beton gibt es auch Rasengitter aus Kunststoff. Hier wird nochmals zwischen Rasengittersteinen und Rasengitterwaben unterschieden:

  • Die Rasengittersteine aus Kunststoff sind ebenfalls sehr robust und belastbar. Sie sind jedoch einfacher zu verlegen als Betonsteine, da ihr Gewicht geringer ist. 
  • Rasengitterwaben dagegen sind etwas weniger belastbar, bieten dafür aber andere Vorteile. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich und lassen sich leicht verlegen. Durch die dünnen Verbindungen zwischen den Hohlräumen ist außerdem der Anteil an Grünfläche außerdem sehr hoch. 

Welche Art von Rasengitter dir mehr Vorteile bietet, hängt letztlich vom Verwendungszweck ab. Für Auffahrten die häufig benutzt werden, können sich Betongitter besser eignen. Möchtest du jedoch einen Weg im Garten mit einem Rasengitter versehen, kann die Verwendung von Rasengitterwaben aus Kunststoff vorteilhafter sein. Die Kunststoffwaben eignen sich hauptsächlich für Fußwege im Rasen, aber auch zur Dachbegrünung. Weiterhin ist es möglich, die Rasengitterwaben als Untergrund für Parkplätze zu verwenden. Sie sind in dieser Funktion allerdings weniger robust als Rasengitter aus Beton.

Wenn du dir unsicher bist, welches Material sich für deine Zwecke eignet, frage im Zweifel noch einmal beim Hersteller nach, was dieser empfiehlt.

Rasengitter: Weitere Tipps und Hinweise

Rasengittersteine können eventuell sogar einen finanziellen Anreiz bei der Abwassergebühr bieten. Frage dazu am Besten bei deiner Gemeinde nach, ob es finanzielle Erleichterungen gibt, wenn du Flächen auf deinem Grundstück nicht versiegelst.

Einmal richtig verlegt, brauchen die Gittersteine im Normalfall keine Pflege und sind sehr langlebig. Rasengittersteine sind relativ leicht erhältlich, es gibt sie in den meisten Baumärkten zu kaufen. Um keine Fehler bei der Verlegung zu machen, informiere dich am Besten vorab im Baumarkt, worauf du achten musst. Alternativ kannst du das Rasengitter auch von einem Fachbetrieb verlegen lassen. Diese Methode ist  dann allerdings deutlich teurer.

Utopia meint: Rasengittersteine können eine echte Alternative zur herkömmlichen Betonierung für Parkplätze oder kleine Wege am Haus sein. Sie sind nicht nur günstiger als die komplette Flächenversiegelung, sondern bieten auch ökologische Vorteile.

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