Rosen vermehren mit Stecklingen: In einer Kartoffel oder in Erde

Foto: CC0 / Pixabay / suju

Rosen vermehren kannst du auch mit Stecklingen. Dazu musst du auch keine überteuerten Sorten im Gartencenter kaufen. Frag einfach deinen Gartennachbarn, ob er dir ein paar Stecklinge gibt und probiere es aus.

Rosen vermehren: Das brauchst du

Das brauchst du, um Rosen zu vermehren.
Das brauchst du, um Rosen zu vermehren.
(Foto: katbliem/utopia)
  • einen Steckling (vom Rosenstock oder einem Blumenstrauß)
  • eine Gartenschere mit scharfer und steriler Klinge (gibt es zum Beispiel bei **Avocadostore)
  • torffreie Erde
  • einen Blumentopf
  • Tonscherben
  • eine kleine Schaufel (ein komplettes Start-Paket gibt es zum Beispiel bei **Avocadostore)
  • Wasser

Das musst du über Rosenvermehrung wissen

  • Methode: Es gibt verschiedene Methoden, um Rosen zu vermehren. Während Gärtnereien und Profizüchter ihre Rosen mittels eines Veredelungsprozess vermehren, ist für den Hobbygärtner die wesentlich leichtere und weniger arbeitsintensive Steckling-Methode empfehlenswert.
  • Rosen-Art: Einfache, robuste, wurzelechte Arten eignen sich besser, als sensible Hybrid-Rosen oder Edelrosen.
  • Jahreszeit: Der Sommer ist die ideale Jahreszeit, um Stecklinge zu schneiden und einzupflanzen, denn dann sind die jungen Triebe schon verholzt.

1.Schritt: Trieb abschneiden

Die Gartenschere muss scharf und steril sein.
Die Gartenschere muss scharf und steril sein.
(Foto: katbliem/utopia)

Suche dir einen jungen, gut verholzten Trieb und schneide ein Stück von ungefähr 20 Zentimeter, im 45 Grad Winkel, ab. Der Steckling sollte mehrere „Augen“ – das ist die Stelle, an der zwei Ästchen oder Blätter entspringen – haben und in etwa so dick wie ein Bleistift sein. Trenne die Blüte, falls vorhanden, und das erste Blattpaar oberhalb eines gut gewachsenen Blattes oder jungen Triebes ab. Entferne anschließend alle Blätter im unteren Teil.

2. Schritt: Topf mit Erde befüllen

Beim Kauf der Erde unbedingt darauf achten, dass sie torffrei ist!
Beim Kauf der Erde unbedingt darauf achten, dass sie torffrei ist!
(Foto: katbliem/utopia)

Als nächstes gibst du ein paar Tonscherben in den Blumentopf und füllst diesen mit Blumenerde. Die Scherben sollen verhindern, dass das Substrat beim Gießen ausgespült wird. Am besten eignet sich sandige Blumen- oder Gartenerde. Du kannst aber auch einfach normale Blumenerde nehmen und Sand untermischen, um den Rosensteckling einzupflanzen.

Achtung! Achte beim Kauf bitte auf torffreie Erde (gibt es etwa bei **Avocadostore), da beim Torfabbau auch das Moor mit all seinen Pflanzen und Kleintieren unwiderruflich zerstört wird.

3. Schritt: Rosensteckling einpflanzen

Um dem Steckling Starthilfe zu geben, kann dieser in eine Kartoffel gesteckt und mit dieser eingegraben werden.
Um dem Steckling Starthilfe zu geben, kann dieser in eine Kartoffel gesteckt und mit dieser eingegraben werden.
(Foto: katbliem/utopia)

Sind die Vorbereitungen abgeschlossen, kannst du den Rosensteckling vorsichtig ca. fünf Zentimeter in die Erde bohren. Es sollten nur noch die oberen Blätter herausschauen. So können sich genügend Wurzeln bilden und den Steckling mit wichtigen Nährstoffen versorgen.

4. Schritt: Gießen

Wer für ein ideals Mikroklima sorgen will, kann zusätzlich ein Glas über den Steckling stülpen.
Wer für ein ideals Mikroklima sorgen will, kann zusätzlich ein Glas über den Steckling stülpen.
(Foto: katbliem/utopia)

Jetzt musst du nur noch den Steckling ordentlich gießen und ein halbschattiges Plätzchen für ihn finden. Ideale Bedingungen zum Anwurzeln schaffst du, indem du zusätzlich ein großes Weck- oder Gurkenglas darüberstülpst und ihn immer schön feucht hältst. So entsteht ein Mikroklima, in dem Stecklinge gut gedeihen. 

5. Schritt: Warten

Bis sich zeigt, ob der Steckling Wurzeln geschlagen hat und die Vermehrung deiner Rose geglückt ist, können Wochen vergehen. In dieser Zeit solltest du nicht in Versuchung geraten und zur Kontrolle am Steckling ziehen, da dies die zarten Fadenwurzeln beschädigen könnte. Verfärbt er sich braun oder gar schwarz, ist die Vermehrung gescheitert, sprießen die ersten saftig grünen Blätter, darfst du dich über eine geglückte Rosen-Vermehrung freuen.

Kartoffel als Starthilfe für den Rosen-Steckling

Willst du deinem Steckling eine natürliche Starthilfe geben, so kannst du ihn einfach in eine Kartoffel stecken und mit dieser in der Blumenerde vergraben. Eine Kartoffel enthält nicht nur wichtige Nährstoffe, sondern spendet auch die ideale Menge an Feuchtigkeit.

Anleitung für Rosen vermehren mit Kartoffeln:

  1. Bohre ein Loch in die Kartoffel. 
  2. Stecke den Stiel deines Rosen-Stecklings hinein.
  3. Vergrabe die Kartoffel mit der Rose nun ca. fünf bis zehn Zentimeter tief in einen Topf mit Blumenerde.
  4. Gieße sie kräftig an.

Blumenstrauß – viel zu schade zum Wegwerfen

Verlängere die Lebenserwartung deines Blumenstrausses, indem du Stecklinge aus ihm machst!
Verlängere die Lebenserwartung deines Blumenstrausses, indem du Stecklinge aus ihm machst!
(Foto: CC0/pixabay/free_photos)

Stecklinge müssen nicht zwingend von Rosensträuchern im Garten geschnitten werden. Versuche es doch einmal mit Blumen aus einem Blumenstrauß! Auch die eignen sich zum Vermehren und werden dir – mit etwas Glück – noch viele Jahre Freude bereiten.

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(1) Kommentar

  1. Damaskus Rosen einfach Zweig abschneiden und den Steckling in die Erde stecken.
    Die Damaskus Rosen duften hier zwar nicht wie in Damaskus, aber immer noch toll.
    Herbst ist die beste Pflanzzeit, aber es geht auch jetzt im Juli.
    Daneben Lavendel pflanzen, Lavendel und Damaskus Rosen passt toll zusammen.
    Lavendel auch einfach Zweig abschneiden und den Steckling in die Erde stecken.
    Link´s habe ich leider nicht 🙂