Rosen umpflanzen: So bleibt die Pflanze unbeschadet

Foto: CC0 / Pixabay / Capri23auto

Willst du Rosen umpflanzen, solltest du auf den richtigen Zeitpunkt achten. Welcher das ist und was du noch beachten solltest, erfährst du hier.

Es gibt verschiedene Gründe, im Garten gepflanzte Rosen nach einer Zeit umpflanzen zu müssen. Vielleicht sind sie dir an ihrem bisherigen Platz zu groß geworden oder die Bodenbeschaffenheit hat sich verändert. Vielleicht möchtest du deinen Garten auch ganz einfach neu gestalten oder deine Rosen an einen neuen Wohnort mitnehmen. Mit ein paar Tipps kannst du die Rosen problemlos umpflanzen.

Der richtige Zeitpunkt zum Umpflanzen von Rosen

Im Frühling treiben Rosen wieder aus – dann solltest du mit dem Umpflanzen noch einige Monate warten.
Im Frühling treiben Rosen wieder aus – dann solltest du mit dem Umpflanzen noch einige Monate warten.
(Foto: CC0 / Pixabay / Hans)

Die ideale Zeit, um deine Rosen umzupflanzen ist von Anfang November bis Mitte Februar. Jetzt sind Blüten und Blätter des Zierholzes verwelkt und die Pflanze konzentriert sich darauf, Kraft für einen neuen Austrieb zu sammeln und ihre Wurzeln weiter auszubilden. Die Rose verliert zu diesem Zeitpunkt durch das Umpflanzen deutlich weniger Wasser und kann den Umzug so unbeschadet überstehen.

Hinweis: Solltest du die Rosen bei Frost umpflanzen, decke sie danach unbedingt gut mit Tannengrün oder Reisig ab.

Auf keinen Fall solltest du deine Rose während der Blühphase im Frühling oder Sommer umpflanzen. Da sie hier ihre ganze Kraft in die Triebe und Blüten steckt, könnte sie durch einen Standortwechsel nachhaltig beschädigt werden.

Rosen umpflanzen: Das musst du beim Alter der Pflanzen beachten

Junge Rosen unter drei Jahren lassen sich meist problemlos an einem neuen Standort ansiedeln. Ihr Wurzelballen ist noch nicht so stark ausgeprägt und passt sich schnell an eine neue Umgebung an.

Aber auch ältere, verholzte Rosen lassen sich umpflanzen. Bei älteren Rosenstöcken solltest du allerdings besonders vorsichtig vorgehen. Hebe das Wurzelwerk in einem großen Radius um die Pflanze aus. Nur so gewährleistest du, dass beim Ausstechen mit dem Spaten keine wichtigen Wurzeltriebe beschädigt oder zertrennt werden. Wenn möglich, pflanze gerade ältere Rosen schon im Herbst um. So hat die Pflanze noch ausreichend Zeit, sich an ihrem neuen Standort zu verwurzeln, bevor die nächste Vegetationsperiode beginnt.

Rosen umpflanzen: So geht’s

Passe beim Umpflanzen der Rose auf, dass ihre Wurzeln intakt bleiben.
Passe beim Umpflanzen der Rose auf, dass ihre Wurzeln intakt bleiben.
(Foto: CC0 / Pixabay / Screamenteagle)

Mit ein paar Tipps und der richtigen Schnitttechnik gelingt es dir leicht, deine Rosen umzupflanzen:

  • Schüttle die Erde vom ausgehobenen Wurzelballen grob ab und untersuche die Wurzeln auf eventuelle Verletzungen. 
  • Trotz aller Vorsicht können beim Ausstechen der Pflanze einige Wurzeln abgebrochen sein. Bevor du deine Rose an ihrem neuen Standort einpflanzt, trenne beschädigte Wurzelstücke mit einer scharfen (!) Gartenschere oberhalb der Verletzung sauber ab. So kann die Rose die verletzten Teile leichter selber „reparieren“. 
  • Setze deine Pflanze in ein großzügig ausgehobenes Pflanzloch und reichere es mit Kompost an an. Schütte dann das Pflanzloch mit Erde zu.
  • Decke den Wurzelbereich abschließend mit einer Schicht Laub und Tannenzweigen ab, um ihn gegen kalte Temperaturen zu schützen. Ab Mitte März kannst du den Kälteschutz wieder entfernen. 
  • Mit Ausnahme von Wildrosen und Rosenbäumchen solltest du beim Einpflanzen darauf achten, dass sich die Veredelungsstelle unter der Erde befindet. Du erkennst die Veredelungsstelle leicht: Sie befindet sich immer knapp oberhalb der Wurzeln in Form einer verholzte Verdickung, von der die einzelnen Äste ausgehen.

Rosen beschneiden

  • Es empfiehlt sich, Rosen für den Winter zurückzuschneiden. Durch das Zurückschneiden gewährleistest du einen üppigen und gesunden Wuchs im nächsten Frühjahr. 
  • Beet- und Edelrosenarten schneidest du etwa eine handbreit über ihrer Veredelungsstelle herunter. Beschneide möglichst kein mehrjähriges Holz. 
  • Strauch-, Kletter und Wildrosen schneidest du weniger stark zurück. Lass von den mehrjährigen Haupttrieben gut 60 Zentimeter stehen und schneide alle abgehenden Seitentriebe auf eine handbreit zurück. 
  • Entferne abgestorbene Seitentriebe bis zum Ansatz.

Nach erfolgreicher Umsiedelung der Rose kannst du sie im Frühjahr mit einer Düngergabe zu belohnen. versorge sie ab Mitte März großzügig mit organischem Dünger oder Kompost. Die Wurzeltriebe nehmen die wichtigen Inhaltsstoffe nach und nach durch die Erde auf und sind so über die gesamte Blütezeit gut versorgt. Deine Rose wird es dir mit einem prächtigen Wuchs danken.

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