Salbei anpflanzen und pflegen – im Garten oder im Topf

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Der aromatische Salbei gehört zu den beliebtesten Gewürz- und Heilpflanzen. Erfahre hier, wie du Salbei anpflanzen kannst – im Garten oder im Topf.

Salbei ist gesund und schmeckt gut.
Salbei ist gesund und schmeckt gut. (Foto: CC0 / Pixabay / PL_MAPHO)

Salbei tut und schmeckt sehr gut. Hinzu kommt, dass er, je nach Sorte, auch ansehnliche rosa-weiße Blüten bildet. Grund genug, ihn im eigenen Garten oder im Topf auf dem Balkon selbst anzubauen.

Salbei im Garten anpflanzen

Salbei gedeiht auch gut in Mischkultur, wie z.B. neben der Ringelblume.
Salbei gedeiht auch gut in Mischkultur, wie z.B. neben der Ringelblume. (Foto: CC0 / Pixabay / rosiehill425)

Standort

Als mediterranes Kraut mag der Salbei eine vollsonnige bis sonnige Lage. Er sollte möglichst warm und windgeschützt stehen. Der Boden darf mäßig trocken und gerne kalkhaltig- und lehmhaltig sein. Auch steiniges Erdreich gefällt dem Salbei.

Aussaat-Zeitpunkt

  • Von Ende April bis Anfang Mai kannst du die Salbeisamen direkt in das Beet säen.
  • Wenn du Salbei vorziehen möchtest, kannst du damit ab Mitte/Ende Februar beginnen.

Salbei anpflanzen

Du kannst Salbei pflanzen, indem du Samen entweder direkt in das Freiland säst, oder Pflanzen vorziehst und dann in das Beet setzt.

Direktaussaat:

  • Salbei pflanzt du am besten an, indem du die Samen unmittelbar in das Freiland setzt.
  • Lockere den Boden zuvor auf, damit die Erde feinkrümelig wird. Gib dann etwas Kompost unter die Erde.
  • Setze die Samen jeweils 1,5 cm tief und im Abstand von 30 cm voneinander in die Erde.
  • In den darauffolgenden sieben bis 21 Tagen keimen die Samen. Während dieser Zeit solltest du die Erde gut feucht halten.

Vorziehen und pflanzen:

  • Du kannst Salbeisamen in einem Saatgefäß auf der Fensterbank vorziehen.
  • Fülle das Gefäß mit einem Kompost-Sand-Gemisch und gib die zuvor eingeweichten Samen in die Erde.
  • Bedecke die Samen etwa 1 cm hoch mit Erde und befeuchte sie gut.
  • Nach sieben bis 21 Tagen keimen die Samen.
  • Nach dem Keimen solltest du die Jungpflanzen an einen etwas kälteren Ort stellen.
  • Ab Mitte Mai kannst du die Jungpflanzen ins Freiland setzen.
  • Bereite davor den Boden vor (auflockern und Kompost untermischen).
  • Setze die Pflanze so tief ein, wie sie im Anzuchtopf steckten. Wahre auch hier genügend Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen.
  • Wässer sie danach gut.

Salbei im Topf anpflanzen

Salbei macht sich im Tontopf gut. Er braucht darin eine Drainage.
Salbei macht sich im Tontopf gut. Er braucht darin eine Drainage. (Foto: CC0 / Pixabay / AnnRos)

Standort

Sonne pur ist kein Problem für den Salbei. Er ist daher auch optimal für sehr sonnige und warme Südbalkone geeignet. Etwas windgeschützt mag er es besonders gern, aber nicht zu heiß. Daher nicht direkt vor der Hauswand platzieren.

Zeitpunkt

  • Ab Mitte/Ende Februar kannst du mit der Vorzucht von Salbei auf der Fensterbank beginnen.

Vorziehen

  • siehe oben

Ins Freiland/auf den Balkon setzen

  • Ab Mitte Mai kannst du die Jungpflanzen in einem Topf in das Freiland bzw. auf den Balkon setzen.
  • Dazu müssen die Jungpflanzen jeweils in einen eigenen Topf gesetzt werden.
  • Es eignen sich vor allem Tontöpfe, da das Material durchlässig ist.
  • Das Substrat sollte nicht zu reichhaltig sein, es sollte durchlässig, kalk- und lehmhaltig sein.
  • Bevor du Substrat einfüllst, solltest du eine Drainage legen: Gib dazu Tonscherben oder Kieselsteine auf den Boden des Topfs. Dadurch kann überschüssiges Wasser ablaufen.
  • Setze die Pflanze so tief ein, wie sie im Anzuchtopf steckten.
  • Gieße sie danach gut.

Salbei im Garten und Topf pflegen

Salbei passt gut zu anderen Kräutern wie Rosmarin und zu Knoblauch
Salbei passt gut zu anderen Kräutern wie Rosmarin und zu Knoblauch (Foto: CC0 / Pixabay / stux)

Bei Pflege und Ernte macht es kaum einen Unterschied, ob dein Salbei im Gartenbeet oder im Topf gedeiht.

Gießen und Düngen:

  • Zu viel Feuchtigkeit mag der Salbei nicht. Gieße daher nur sparsam.
  • Gehe auch vorsichtig mit dem Dünger um. Nur im Frühjahr braucht der Salbei ein wenig Dünger.

Zurückschneiden:

Als klassischer Halbstrauch wächst Salbei im unteren Bereich verholzend und im oberen Teil krautig. Den krautigen Teil kannst du zurückschneiden.

  • Das Zurückschneiden des Salbeis ist sehr wichtig und solltest du von Anfang an vornehmen.
  • Knipse neue Triebspitzen ab, das fördert das Wachstum der krautigen Pflanzenteile (ab Mitte Mai).
  • Schneide während des weiteren Wachstums immer wieder ganze Zweige zurück (ab Ende Mai).
  • Achte darauf, nicht in den holzigen, unteren Teil des Halbstrauchs zu schneiden.
  • Der Salbei verträgt permanentes Zurückschneiden besser als einen radikalen Komplettrückschnitt.
  • Mitte August solltest du den Salbei das letztes Mal zurückschneiden.

Umtopfen:

  • Salbei im Topf muss jedes Jahr umgetopft werden.
  • Dabei solltest du das Substrat erneuern.
  • Wähle jedes Jahr auch einen etwas größeren Topf.
  • Vergiss nicht, eine Drainage zu legen (Tonscherben oder Kieselsteine auf dem Boden des Topfs legen).
  • Nach dem Umtopfen braucht der Salbei in den ersten Tagen ausreichend Wasser.
  • Die optimale Zeit zum Umtopfen ist das Frühjahr, bevor er das erste Mal austreibt.

Salbei ist winterhart

Obwohl Salbei winterhart ist, sollte er vor Frost geschützt werden. Lege Reisig oder Tannenzweigen auf die Erde um die Pflanzen im Beet.

Wenn dein Salbei im Topf auf dem Balkon steht, musst du etwas mehr beachten:

  • Stelle den Topf auf eine Holzplatte nah an die Hauswand. Das Gefäß solltest du mit Jutesäcken oder Vlies umwickeln. Auch von oben solltest du den Salbei durch eine entsprechende Abdeckung schützen.
  • Der Salbei übersteht sehr gut kalte, aber kurze Frostperioden. Wenn diese andauern, kann er kurzzeitig in einem kühlen, nicht zu hellem Raum überwintern. Er sollte aber möglichst schnell wieder in das Freie.

Gut zu wissen

Salbei ist ein Mitglied der Familie der Lippenblütler und ein im Mittelmeerraum heimisches Kraut, das inzwischen aber fast weltweit anzutreffen ist. Zur Gattung des Salbeis gehören 850 bis 900 Arten, darunter viele, die bereits seit Langem als Heilpflanze und Küchengewürz genutzt werden.

Die Naturheilkunde schätzt das Kraut aufgrund seiner entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkung. Deswegen kommt Salbeitee bei Erkältungskrankheiten gerne zum Einsatz. Es soll auch schweißhemmend wirken. In der Küche ist Salbei für mediterrane Speisen unverzichtbar. Das Kraut ist sehr aromatisch und schmeckt würzig-bitter. Es passt sowohl zu deftigen Fleischgerichten wie auch Gemüsegerichten.

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