Siegfried-Teig: Wie du ihn herstellst, „fütterst“ und zubereitest

Foto: CC0 / Pixabay / Ajale

Der Siegfried-Teig ist der herzhafte Bruder des süßen Hermann-Teigs. Wir zeigen dir, wie du den Teig ansetzt und ihn „fütterst“. Außerdem haben wir ein passendes Rezept für dich, das du ganz einfach nachmachen kannst.

Zutaten für den Siegfried-Teig

Für Siegfried-Teig benötigst du die folgenden Zutaten:

  • 100 g Weizenmehl
  • 15 g Zucker
  • 1/4 Würfel Frischhefe (10,5 g) oder ein halbes Päckchen Trockenhefe (3,5 g)
  • 200 ml lauwarmes Wasser

Halte außerdem eine kleine Glasschüssel oder eine Tasse, einen Holzlöffel sowie ein Einmachglas mit Deckel und 1,5 Liter Fassungsvermögen bereit.

Tipps:

  • Verwende am besten keine Küchenutensilien aus Metall für den Siegfried-Teig. Denn bei dem Teig handelt es sich um einen Sauerteig und der kann mit dem Metall reagieren.
  • Den Zucker kannst du durch Rohrzucker ersetzten. Dieser hat eine höhere Süßkraft, deshalb reichen zehn Gramm davon.
  • Anstelle von Frisch- oder Trockenhefe kannst du auch selbst gemachte Hefe nutzen.

Ansetzten: So erweckst du den Teig zum Leben

Hast du alle Zutaten abgewogen, setzt du den Siegfried-Teig an.

  1. Löse zuerst die Hefe in der Tasse oder Schüssel mit ein wenig lauwarmen Wasser auf.
  2. Gib das Mehl, den Zucker und die aufgelöste Hefe zusammen mit dem restlichen Wasser in das Schraubglas.
  3. Verrühre die Zutaten gründlich mit dem Holzlöffel, bis ein dickflüssiger, glatter Teig entstanden ist.
  4. Lege den Deckel auf das Glas, verschließe ihn aber nicht mit dem Bügel. Der Deckel soll nur lose aufliegen.
  5. Stelle den Teig an einen Platz mit normaler Raumtemperatur. Schon nach kurzer Zeit wird er zu „leben“ beginnen: Im Glas blubbert es und der Teig bläht sich auf.
  6. Lass den Siegfried-Teig zwei Tage stehen. Hebe dabei ein bis zweimal am Tag den Deckel kurz an, damit Luft entweichen kann.
  7. Rühre den Teig an beiden Tagen ein- bis zweimal kräftig um.
  8. Nach zwei Tagen stellst du das Glas mit dem Teig in den Kühlschrank. Ab jetzt wird der Siegfried-Teig gefüttert.

So „fütterst“ du den Siegfried-Teig

Der Siegfried-Teig beginnt zu "leben".
Der Siegfried-Teig beginnt zu „leben“.
(Foto: CC0 / Pixabay / tombock1)

Sobald der Teig in den Kühlschrank umgezogen ist, beginnt die Fütterung. Gehe dabei wie folgt vor:

  • 1. Tag: Lass den Teig im Kühlschrank ruhen.
  • Tag 2 bis 4: Rühre den Siegfried-Teig einmal kräftig um.
  • 5. Tag: Mische 100 Gramm Weizenmehl mit 30 Gramm Zucker und 150 Milliliter Milch. Füge es dem Teig hinzu und verrühre alles.
  • Tag 6 bis 9: Rühre den Siegfried-Teig einmal kräftig um.
  • 10. Tag: Füttere den Teig ein zweites Mal mit einem Mix aus 100 Gramm Weizenmehl, 30 Gramm Zucker und 150 Milliliter Milch. Rühre den Siegfried-Teig gut um.

Jetzt ist der Teig bereit: Du kannst ihn in drei Portionen à 200 Gramm teilen. Die Portionen kannst du für je ein Rezept verwenden oder an Freunde verschenken. Dann beginnt die Pflege wieder mit einem Ruhetag für den Teig. Du kannst die Portionen aber auch einfrieren, wenn du den Teig nicht gleich verarbeiten und nicht weiter pflegen möchtest.

Das kannst du mit Siegfried-Teig machen: ein Rezept

Siegfried-Teig eignet sich für herzhafte Brote. Wir zeigen dir ein leckeres Rezept für ein Tomaten-Siegfried-Brot. Das brauchst du dafür:

  • 200 g Siegfried-Teig
  • 300 g Roggenmehl
  • 150 g Weizenmehl
  • 1 TL Salz
  • 25 ml Sonnenblumenöl
  • 75 ml lauwarmes Wasser
  • 100 g grob gehackte Walnüsse
  • Je 60 g  Pinien- und Sonnenblumenkerne
  • 80 g getrocknete Tomaten in Öl eingelegt

Außerdem benötigst du eine Glasschüssel und einen Holzlöffel.

Siegfried-Brot schmeckt gut mit getrockneten Tomaten.
Siegfried-Brot schmeckt gut mit getrockneten Tomaten.
(Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

So bereitest du das Brot aus Siegfried-Teig zu:

  1. Heize den Backofen auf 175 Grad vor.
  2. Röste die Pinien- und Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett an und lasse sie abkühlen.
  3. Lasse die Tomaten etwas abtropfen und würfle sie fein.
  4. Mische Roggen- und Weizenmehl in einer Glasschüssel und gib alle weiteren Zutaten dazu. Verrühre alles mit dem Holzlöffel zu einem homogenen Teig.
  5. Forme aus dem Teig einen Brotlaib und schneide diesen mehrmals schräg ein.
  6. Das Tomaten-Siegfried-Brot muss nun etwa 1,5 Stunden im Backofen backen.

Beachte: Brote gelingen in der Regel auch, wenn du den Ofen nicht vorheizt – das spart Energie. Lies dazu: Backofen vorheizen: sinnvoll oder nicht? 

Dieser Text stammt von Nicole Hery-Moßmann.

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