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Vegane Schokolade im Test: von übersüßt bis vollmundig schokoladig

vegane Schokolade im Test
Foto: Utopia/vs

Auch Veganer müssen auf Schokolade nicht verzichten: Mittlerweile gibt es viele vegane Produkte auf dem Markt. Wir haben uns quer durch die Regale gegessen und neun Schokoladen getestet, die keine Zutaten tierischen Ursprungs enthalten. 

Vegane Schokoladen enthalten statt der tierischen Kuhmilch oft pflanzliche Milch beziehungsweise Siruppulver aus Reis, Mandeln oder Soja. Bitterschokoladen ab einem Kakaogehalt von mindestens 60 Prozent enthalten in der Regel keine Milch und sind somit „automatisch“ vegan. Ein Blick aufs Etikett gibt Gewissheit. Doch aufgepasst, steht auf der Zutatenliste „Butterreinfett“ ist die Schokolade nicht mehr vegan.

Wir haben neun vegane Schokoladen getestet, die entweder bio oder fair gehandelt sind, oder beide Kriterien erfüllen.

Vegane Schokolade von Rapunzel: Nirwana vegan

Reisschokolade mit 50 Prozent Praline-Füllung – das klingt vielversprechend und die vegane Schokolade von Rapunzel hält, was sie verspricht. In unserer Verkostung landet sie auf den vorderen Plätzen: „Nussig, sehr schokoladig und nicht zu süß“.

Wer veganer Schokolade etwas skeptisch gegenüber steht, sollte diese Schokolade probieren. Sie kommt ziemlich nah an den Geschmack konventioneller Nougat-Schokolade heran.

vegane Schokolade im Test, Rapunzel
Vegane Schokolade von Rapunzel (Foto: Utopia/vs)

Anbieter: Rapunzel / Kaufen: im Bioladen oder **online zum Beispiel bei Vekoop, Gourmondo, Allyouneedfresh, Amazon

Zutaten: Zucker, Haselnüsse 21 %, Kakaobutter, Kakakomasse, Reissiruppulver 7 %, Kakaopulver, Meersalz, Bourbon Vanille, Sojalecithin, Kakao mindestens 40 Prozent in der Schokoladen-Kuvertüre

Merkmale: Bio & fair gehandelt

Preis: 2,29 Euro für 100 g

Veganz: Weiße Rice Choc Himbeer-Thymian

Diese vegane Schokolade von Veganz spaltete die Tester – entweder man liebt die wilde Kombination aus saurer Himbeere und Thymian oder sie erinnert einen durch den Thymian-Geschmack etwas an Pizzateig.

Optisch macht die weiße vegane Schokolade echt etwas her – dreht man sie um, schimmern die leuchtenden Himbeerstücke hindurch, riechen tut die Schokolade leicht nach Thymian. Vielleicht sollte das Testergebnis hier lauten: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt?

vegane Schokolade im Test, Veganz
Vegane Schokolade von Veganz (Foto: Utopia/vs)

Anbieter: Veganz / Kaufen: bei Veganz, vereinzelt auch im Supermarkt, Discounter und bei dm

Zutaten: Kakaobutter 36 %, Rohrohrzucker, Reissiruppulver 18 %, Erdmandeln geröstet, Himbeerstückchen 2,5 %, Salz, Thymian 0,2 %, Vanilleextrakt

Merkmale: Bio

Preis: 1,99 Euro für 80 g

Gepa: Grand Noir Zarte Bitter Orange 70 %

Wer Orangen mag, wird diese Schokolade lieben – schließlich steckt echtes Orangenöl in der Bitterschokolade von Gepa. Mit ihren 70 % Kakaoanteil zergeht die vegane Schokolade sämig im Mund und schmeckt sehr intensiv.

Fazit: Wer Zartbitter-Schoki mag und seine Früchte sowieso in den dunklen Schoko-Brunnen taucht, dem wird diese Schokolade sehr gut schmecken, schließlich hat man hier Frucht und Schokolade auf einmal im Mund.

Vegane Schokolade, Gepa
Vegane Schokolade von Gepa (Foto: Utopia/vs)

Anbieter: Gepa / Kaufen: im Bioladen, im Supermarkt oder **online zum Beispiel bei Gepa, mytime.de, Rewe

Zutaten: Kakaomasse, Vollrohrzucker, Kakaobutter, Kakaopulver, Orangenöl, Kakao mindestens 70 %

Merkmale: Bio & fair gehandelt

Preis: 2,29 Euro für 100 g

ichoc: White Vanilla vegane Schokolade

„Schmeckt wie ein Sahnebonbon!“, war eine spontane Reaktion auf diese vegane Schokolade von ichoc. Nicht umsonst heiß sie „White Vanilla“, der Vanillegeschmack kommt deutlich durch. Manche Tester erinnerte die durchweg als lecker bewertete vegane Schokolade an Kuchenteig mit leichter Mandelnote.

Vegane Schokolade, ichoc
Vegane Schokolade von ichoc (Foto: Utopia/vs)

Anbieter: ichoc / Kaufen: im Bioladen oder **online zum Beispiel bei Vekoop, Gourmondo, Allyouneedfresh

Zutaten: Kakaobutter 37 %, Roh-Rohrzucker, Reisdrinkpulver, Erdmandelgrieß, Bourbon Vanilleschoten (gemahlen)

Merkmale: Bio

Preis: 1,99 Euro für 80 g

Lovechoc RAW organic chocolate: Creamy Hazelnut Mylk Cranberry/Buchweizen

Cranberry mit Buchweizen und das auch noch in einer veganen Schokolade? Kein Wunder, dass diese ausgefallene Kombination in unserem Einkaufskorb landete. Doch wie kommt die Schokolade geschmacklich an? „Leicht, mit fruchtiger Süße und geringem Kakaoanteil“, so beschreiben die Schoko-Verkoster die vegane Schokolade.

Etwas ungewohnt ist, dass sie im Mund leicht flockig zerfällt. „Man schmeckt, dass sie vegan ist“, so ein Kommentar zu diesem Geschmackserlebnis. Den ersten Preis für die schickste Verpackung bekommt diese Schokolade allemal. Zudem ist sie als einziges Produkt im Test ein Stück und nicht vorgestanzt, wie man es von Schokoladentafeln gewohnt ist.

Vegane Schokolade lovechoc
Die Schokolade von Lovechoc kommt im ganzen Stück. (Foto: Utopia/vs)

Anbieter: Lovechoc / Kaufen: im Bioladen oder **online zum Beispiel bei Vekoop, Gourmondo, Allyouneedfresh

Zutaten: Kakaobutter, rohe Kakaomasse, getrockneter Kokosblütennektar, Haselnüsse, getrocknete Cranberry 6 %, Buchweizen 6 %, Apfelsaft, Sonnenblumen-Lecithin, Bourbon-Vanille, Baobabpulver, Zimtpulver, Meersalz, Kakao mindestens 70 %

Merkmale: Bio, der Kakao wird auf niedriger Temperatur verarbeitet

Preis: 3,99 Euro für 70 g

Frankonia: helle Vegan

Drei Stücke Schokolade auf grünem Hintergrund, dazu ein Schriftzug – die Verpackung der veganen Schokolade von Frankonia kommt ohne viel Schnick-Schnack daher. Wie kommt der Inhalt an? Die gute Nachricht an Nostalgiker: Die Schokolade erinnert im Geschmack an Milka, hat jedoch eine „komische Konsistenz“ und ist sehr süß. Das ist nicht verwunderlich, schließlich stehen Zucker und Reispulver an vorderster Steller der Zutatenliste. Das Fazit der Tester: „Nicht edel“.

Vegane Schokolade Frankonia
Vegane Schokolade von Frankonia (Foto: Utopia/vs)

Anbieter: Frankonia / Kaufen: im Bioladen, vereinzelt bei Netto oder **online zum Beispiel bei Vekoop, Gourmondo, Allyouneedfresh

Zutaten: Zucker, Reispulver (getrockneter Reissirup, Reisstärke*, Reismehl), Kakaobutter 20 %, Kakaomasse 15 %, Haselnussmark, Lecithine, natürliches Vanille-Aroma, Speisesalz

Merkmale: Bio

Preis: 2,19 Euro für 100 g

Bonvita: Rice Milk Raisins Hazelnuts

Schokolade mit Rosinen und Haselnüssen kennt man – entsprechend hoch sind die Erwartungen an diese vegane Schokolade von Bonvita. „Öliger Geschmack“ und zähe Rosinen machen diesen Schokoladengenuss jedoch etwas schwierig. Fazit: Die Rezeptur ist verbesserungswürdig.

Vegane Schokolade Bonvita
Vegane Schokolade von Bonvita (Foto: Utopia/vs)

Anbieter: Bonvita / Kaufen: im Bioladen oder **online zum Beispiel bei Vekoop, Gourmondo, Allyouneedfresh, Amazon

Zutaten: Kakaobutter, Rohrohrzucker, Reissiruppulver 17 %, Kakaomasse, Rosinen 5 %, Haselnüsse 5 %, Vanille, Kakao mindestens 48 %

Merkmale: Bio

Preis: 2,79 Euro für 100 g

Vegane Schokolade von Vivani: Rice Choc 40 % Cacao

Diese vegane Schokolade von Vivani ist neu auf dem Markt und darf daher in unserem Test nicht fehlen. Wie andere Schokoladen auf Reismilchbasis ist auch dieses Produkt sehr süß – die süßeste Schokolade im Test. Nun mag es mancher Schokoladenliebhaber sehr süß, unseren Testern jedoch hat diese vegane Schokolade nicht so richtig gemundet. Sie landet auf den hinteren Plätzen.

Vegane Schokolade Vivani
Vegane Schokolade von Vivani (Foto: Utopia/vs)

Anbieter: Vivani / Kaufen: im Bioladen oder **online zum Beispiel bei Vekoop, Gourmondo, Allyouneedfresh

Zutaten: Roh-Rohrzucker, Kakaobutter, Kakaomasse, Reisdrink-Pulver 15 %, Haselnussmasse, Bourbon Vanilleextrakt, Kakao mindestens 40 %

Merkmale: Bio, „It’s one world – stop child slavery“-Zeichen gegen Kinderarbeit

Preis: 1,99 Euro für 100 g

Original Beans: Cru Virunga 70 %

„Eine der besten dunklen Schokoladen, die ich je probiert habe“, so ein Tester, „richtig lecker“ und „schokoladig“, aber auch „sauer“ meinen die anderen. Zusammen mit der Lovechoc Schokolade zum gleichen Preis konkurriert das Produkt von Original Beans auf jeden Fall um das schickste Design. Was auffällt: Nur drei Zutaten in der Liste. Fazit: Mehr braucht eine gute Schokolade nicht.

Vegane Schokolade Original Beans
Vegane Schokolade von Original Beans (Foto: Utopia/vs)

Anbieter: Original Beans / Kaufen: im Bioladen oder **online zum Beispiel bei Vekoop, Gourmondo, Allyouneedfresh

Merkmale: Bio, für jede Tafel wird ein Baum gepflanzt (so der Hersteller)

Zutaten: Kakaomasse, Rohrorzucker, Kakaobutter, Kakao mindestens 70 %

Fazit: Wer vegane Schokolade kaufen möchte, muss nicht lange suchen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an fairen und biologischen Produkten im Handel. Fündig wirst du auf jeden Fall im Bio-Supermarkt oder online. Aber auch einige konventionelle Marken haben mittlerweile vegane Sorten im Angebot. Und: Manchmal muss es nicht die explizit als „vegan“ ausgelobte Schokolade sein, Schokoladen ab 60 Prozent Kakaoanteil enthalten in der Regel keine Milch.

Wir empfehlen Schokolade, die bio oder fair produziert ist, im Idealfall sogar beide Kriterien erfüllt. Somit trägst du mit deinem Schokoladen-Kauf dazu bei, dass Mensch und Natur nicht ausgebeutet werden.

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(10) Kommentare

  1. schade dass ihr die neuen von ritter sport nicht getestet habt. und man hätte noch erwähnen können, dass es noch viel mehr schokoladen gibt, nur auf nicht jeder ist halt ein riesiger „vegan“-aufdruck drauf. naturata hat zb einige sorten.

    übrigens haben rossmann und alnatura grad explizit neue vegane schokoladen rausgebracht

  2. Es wurde nur Schokolade getestet, die fair gehandelt und/oder bio ist (steht am Anfang des Artikels im Text ;-)). Ich vermute mal stark, dass beides auf RitterSport nicht zutrifft …

  3. Schade, dass die „Vivani Dunkle Nougat“, oder die „Vego“ nicht getestet wurden, die sind geschmacklich bombe, aber vermutlich nicht fair…

  4. Ich finde es sehr schön, dass es mittlerweile so ein großes Angebot an veganer Schoki gibt! Allerdings ist in den meisten Sorten Nuss enthalten. Mein Sohn ist auf Milcheiweiß UND Nüsse allergisch. Das kompliziert die Sache etwas. Und herbe Schoki mag er nicht wirklich…

  5. Die Nirwana von Rapunzel ist mir persönlich zu süß (die Milchvariante kommt mir nicht so süß vor), dennoch sehr cremig mit leichten Nougatgeschmack und für veganer eine gute Alternative. Meine Favoriten sind allerdings von ichoc ‚jungle bites‘ (für Nussallergiker) & ’sunny almond‘, sowie lovechoc ‚Maulbeere/Vanille.

  6. Die schoki von frankonia hat eine viel bessere bewertung verdient 🙂 sie ist zwar süss, aber dafür cremig mit tollem Schmelz. Erinnert tatsächlich sehr an milchschokoladen aus der kindheit. Is doch super so!
    Und zum glück hat sie keine fancy verpackung, sonst wär sie bestimmt nen euro teurer.

  7. Vielleicht kann der Test ja nochmal neu aufgesetzt werden? Dieses Mal auch mit Pralinen dabei?
    Meine Schwester hat mir zum Geburtstag vegane Pralinen von einer kleinen Pralinenmanufaktur geschenkt. Sie setzen auch drauf, dass die Produkte voll BIO sind und insbesondere das Palmöl fair gewonnen wird. Bei mir muss zwar nicht alles vegan sein, aber die waren sehr lecker und ich habe gesehen, dass es mittlerweile viele Hersteller veganer Pralinen gibt. Wäre mal interessant zu sehen, wer da qualitativ vorne liegt.
    Hier noch der Link zu den Pralinen, die ich schon probieren durfte:
    https://ehren.de/infothek/vegane-schokoladen

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