Wasserkocher: Welcher Kocher ist der beste?

Wasserkocher
Foto: Colourbox.de

Wasser zum Kochen zu bringen ist keine große Kunst, über den Weg dorthin kann man sich aber Gedanken machen: Eine energieeffiziente und preiswerte Methode ist es nämlich, einen elektrischen Wasserkocher zu verwenden.

In jeder Küche finden sich eine Reihe von Geräten, mit denen Wasser erhitzt werden kann. Wenn es darum geht, schnell eine Tasse Tee oder löslichen Kaffee zuzubereiten, ist der in vielen Haushalten gebräuchlichste Weg zugleich der am wenigsten effiziente: der Elektroherd.

Verwendet man stattdessen einen elektrischen Wasserkocher, kann man Zeit und Geld sparen. Laut dem Bund der Energieverbraucher ist Wasser kochen mit dem Wasserkocher von den Kosten her um ein gutes Drittel billiger als mit dem Herd.

Der Bund rechnet vor: Erhitzt man morgens und abends je einen Liter Wasser, dann verbraucht man am Elektroherd 150 Wattstunden – mit dem Wasserkocher sind es nur 100. Dadurch spart man damit bei einem Strompreis von 30 Cent je kWh jährlich 11 Euro. Auch ein Gasherd ist keine Alternative, da der Energieverlust durch die offene Flamme etwa 40 % ausmacht.

Wasserkocher bei Öko-Test: 2 Produkte sind empfehlenswert

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Geräten, einige davon empfehlenswerter als andere. Denn: Wasserkocher können die Umwelt belasten – und zwar durch die Materialien, aus denen sie bestehen. Im Oktober 2016 testete Öko-Test 15 Wasserkocher mit einem Füllvolumen von 1,5 bis 1,7 Liter und untersuchte sie auf Schadstoffe.

Öko-Test konnte in vielen Produkten bromierte Flammschutzmittel nachweisen, von denen das Umweltbundesamt weiß, dass sie „eine Tendenz zur schlechten Abbaubarkeit und Anreicherung der Umwelt haben.“ Kurz gesagt: derartige Geräte verschmutzen die Umwelt – nicht zuletzt deshalb, weil sie meistens nicht fachgerecht entsorgt werden sondern im Restmüll landen.

Öko-Test kann nach dem Test zwei Wasserkocher empfehlen (Note „sehr gut“):

  • Bosch Styline TWK8613P, **kaufen online zum Beispiel bei Otto, Saturn, Amazon
  • Tefal Express KO 299831, **kaufen online zum Beispiel bei Saturn

Öko-Test vergab „gut“ für diese Produkte:

  • Kitchenaid Artisan5KEK1522 (rot), **kaufen z. B. bei Otto
  • Braun Multiquick WK500, Onyx (schwarz), **kaufen online z. B. bei Amazon
  • Krups BW2441 (weiß), **kaufen online z. B. bei Saturn
  • Philips Viva Collection HD9340 (Glas), **kaufen online z. B. bei Otto, Saturn
  • Siemens TW71005 (grau), **kaufen online z. B. bei Saturn

Fünf Produkte erhielten von Öko-Test die Gesamtnote „befriedigend“, drei „ausreichend“. Die meisten Abzüge vergab Öko-Test dafür, dass die Gehäuse zu heiß werden. Weniger empfehlenswert ist zum Beispiel der Kenwood Wasserkocher kMix SJM 034, der im Langzeitbetrieb das Wasser mit Nickel versetzte.

Insgesamt, so Öko-Test, seien alle getesteten Geräte von der Elektrik her sicher. Alle Wasserkocher schalteten sich aus, wenn sie ohne Wasser angeschaltet werden.

Glas, Edelstahl oder Plastik: Welcher Kocher ist der beste?

In erster Linie ist das eine Frage des persönlichen Geschmacks. Das Material bestimmt die Robustheit des Geräts: Metall oder Kunststoff sind belastbarer als Glas. Kunststoff hat außerdem den Vorteil, dass die Oberfläche des Wasserkochers relativ kühl bleibt. Wasserkocher aus Glas, Edelstahl oder Keramik geben keine Schadstoffe an die erhitzte Flüssigkeit ab, bei Geräten aus Plastik kann das durchaus der Fall sein. In jedem Fall solltest du in der Beschreibung nachlesen, ob Schadstoffe im Material enthalten sind.

Wasserkocher in höheren Preisklassen haben Zusatzfunktionen wie wählbare Temperaturstufen, Zeitautomatiken und Warmhaltefunktionen – letztere sind vom Energieverbrauch her allerdings ausgesprochen ineffizient. Praktisch sind drahtlose Geräte, bei denen nur die Basisstation mit der Steckdose verbunden ist, die Kanne aber frei bewegt werden kann.

Kann man Wasserkocher reparieren?

Aufgrund der geringen Anschaffungskosten von Wasserkochern (meist unter 100 Euro) werden die Geräte in der Regel eher ausgetauscht als im Schadensfall repariert – obwohl versierte Bastler und Reparaturdienste dazu in der Lage sind. Bei den meisten Wasserkochern ist der Zugang zur Elektrik verschraubt und nicht verklebt, was ein leichtes Öffnen erlaubt.

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(10) Kommentare

  1. Ich habe mir einfach für 5 Euro ein Set mit 2 Metallringen ( ist ein geflecht) gekauft. Davon wird einfach einer in den Wasserkocher gelegt , er fängt den Kalk auf , den kann man dann ausklopfen. Spart das Entkalken.

  2. Ja, das finde ich auch ein bisschen merkwürdig. Auf allen Seiten schreibt ihr, wir sollen doch bitte nicht bei amazon bestellen und dann sind sämtliche Verlinkungen in dem Artikel auf ama…
    Finde ich nicht gut!

  3. Hallo Ulrike, hallo Catrin,

    vielen Dank für euer Feedback. Wir können eure Kritik gut nachvollziehen. Zur Erklärung: Unser Ziel ist es, viele verschiedene Möglichkeiten zu nachhaltigerem Konsum aufzeigen und damit ein möglichst breites Publikum zu erreichen. Wir wissen natürlich, dass es dafür bessere Bezugsquellen gibt als Amazon (und haben auch schon mehrmals kritisch über Amazon berichtet und geben oftmals auch alternative Bezugsquellen an). Wir wissen aber auch, dass viele Leute ausschließlich Amazon nutzen und diesen möchten wir zeigen, dass sie auch dort nachhaltige Produkte kaufen können.

  4. mittlerweile finde ich es lächerlich, wie ihr euch finanziert!

    alternativen zu leben bedeutet auch: nicht nur einen wasserkocher zu verlinken, nicht auf amazon zu verlinken …

    wie im mikrokosmos, so im makrokosmos

    wessen geistes kind seid ihr eigentlich? PENNY-werbung? NEIN DANKE!

  5. finde ich auch sehr bedenklich – amazon Einkauflisten zu verlinken. Ja, ihr müsst auch irgendwie die Seite finanzieren, aber einem Fast-Monopolisten mit äußerst fragwürdigen Geschäftspraktiken für ein paar € in der eigenen Tasche noch weitere Kunden zuschaufeln geht nicht. Da ist Penny-Werbung noch weniger schlimm….

  6. achja, meckern ist natürlich einfach. aber als konstruktive Kritik: amazon ist sicher nicht die einzige Seite, wo man Produktlisten anlegen kann – z.B. auch idealo, (gehört aber zu Axel Springer), bzw. die Chance, kleinere Preisvergleichsseiten populärer zu machen? Da fällt mir jetzt leider auch keine mehr ein…

  7. Plastik hat in Wasserkochern nun wirklich nichts verloren, wo es in Kontakt mit dem Wasser steht. Da nützt auch kein Blick in die Beschreibung, man muss immer damit rechnen, dass bedenkliche Stoffe freigesetzt werden. Und das schmeckt man auch.

    Ich verwende immernoch den guten alten Flötenkessel auf dem Gas-Kochfeld (das auch sehr nachhaltig ist, weil unkaputtbar). Der Kessel hat mich mal 2 Euro auf dem Flohmarkt gekostet. Von dem gesparten Geld für einen Wasserkocher kann ich jahrelang Gas kaufen. Und selbst wenn es stimmen sollte, dass da 40% Energie verloren gehen, ist es immernoch billiger, Gas in Hitze zu verwandeln, als Strom.

    Dass das hier eine werbefinanzierte Lifestyle-Webseite ist, wissen wir ja nicht erst seit gestern.

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