Wie oft duschen ist sinnvoll?

Foto: CC0 / Pixabay / Seregas

Als Morgenritual, zur abendlichen Entspannung oder als Erfrischung zwischendurch – wir duschen gerne und oft. Unserer Haut tut das nicht immer gut. Wir verraten dir, wie oft duschen sinnvoll und nachhaltig ist.

Die tägliche Dusche hat für viele Menschen einen festen Platz im Alltag. Dabei geht es nicht nur im Körpergygiene – Duschen hilft beim Wachwerden ebenso wie beim Entspannen. Das tägliche Ritual hinterlässt allerdings Spuren: Die Haut kann unter dem vielen Wasser leiden und auch der Energieverbrauch ist nicht zu unterschätzen. Dabei kannst du eine gesunde Körperhygiene leicht mit einem nachhaltigen Bewusstsein verbinden.

Jeden Tag duschen schadet der Haut

Täglisches duschen ist für viele ein Ritual
Täglisches duschen ist für viele ein Ritual (Foto: CC0 / Pixabay / wilkernet)

Die Haut ist unser größtes Organ. Sie bildet unsere Hülle und schützt uns vor Schadstoffen und Krankheiten. Besonders wichtig ist der Säureschutzmantel: Er liegt wie ein Film auf der Haut und schützt sie vor dem Austrocknen.

Wasser greift den Säureschutzmantel an, indem es ihm wichtige Fette entzieht. So trocknet der Schutzfilm aus. Noch stärker ist dieser Effekt bei Seifen und Duschgels.

Tägliches Duschen schadet also der Haut. Sie wird jeden Tag aufs Neue ausgetrocknet und hat kaum Zeit, den Schutzfilm wieder aufzubauen.

Körperhygiene: Wie oft sollte man duschen?

Experten empfehlen, zwei bis dreimal die Woche zu duschen. Das genügt für eine gesunde Körperhygiene, ohne den natürlichen Schutzfilm der Haut zu zerstören.

Einige Körperregionen wie Gesicht, Achseln und Intimbereich kannst du täglich mit einem feuchten Waschlappen und einer milden Seife reinigen. Starken Schweiß spülst du am besten sofort ab – auch er greift den Säureschutzmantel an. Nach dem Sport oder einem heißen Tag kannst du ohne schlechtes Gewissen eine Extra-Dusche nehmen.

Wenn du auf die tägliche Dusche angewiesen bist, halte sie so kurz wie möglich – am besten unter zehn Minuten. Lauwarme Temperaturen bis 36 Grad sind dabei schonender für die Haut als eine heiße Dusche.

Wie nachhaltig ist tägliches Duschen?

Die täglische Dusche kannst du durch eine Katzenwäsche ersetzen
Die täglische Dusche kannst du durch eine Katzenwäsche ersetzen (Foto: CC0 / Pixabay / Pezibear)

Jedes Mal wenn wir den Duschhahn aufdrehen, fließt eine Menge Wasser – bei einem normalen Duschkopf etwa 50 bis 200 Liter pro Dusche. Ein Sparduschkopf braucht etwa halb so viel Wasser. Nach der Dusche fließt das Wasser durch den Wasserkreislauf: Es wird gereinigt und wieder eingespeist.

Du verschwendest das Wasser also nicht, sondern „leihst es aus“. Das funktioniert umso besser, je sauberer das Abwasser ist. Für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser solltest du es so wenig wie möglich verschmutzen. Dabei helfen dir zum Beispiel natürliche Hygieneprodukte ohne chemische Inhaltsstoffe.

Neben Wasser verbraucht Duschen auch Energie – vor allem für warmes Wasser. Eine warme Dusche verbraucht etwa zehn Mal so viel Energie wie reines Kaltwasser. Für die Umwelt ist es also sinnvoll, warmes Wasser zu sparen. Beachte zudem weitere Tipps zum nachhaltigen Umgang mit Wasser.

Eine nachhaltige Dusche – für deine Haut und für die Umwelt – ist möglichst kurz und lauwarm. Zwei bis dreimal in der Woche reicht für eine gesunde Körperhygiene aus.

Weiterlesen auf Utopia:

Bitte lies unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen.

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

(9) Kommentare

  1. Wollte nur erwähnen, dass die milden Olivenölseifen die Haut nicht austrocknen und wunderbar rückfetten 😉
    Und aufgrund der guten Umweltverträglichkeit kann man sie im Sommer auch ohne Bedenken unter der Gartendusche verwenden.

  2. Kalt Duschen nicht vergessen. Wasser braucht zum Händewaschen, Duschen, Spülen, und vielem mehr nicht warm zu sein. Vorsicht: Eigentlich ist bei Mischbatterien die übliche Mittelstellung schon mit Warmwasser belegt.

  3. Ja, oder erst warm dann kalt. Auf jeden Fall hat kalt duschen viele positive Effekte auf Immunsystem, Durchblutung und und und …
    Und nicht nur für Frauen interessant: die hautstraffende Wirkung 😉

    Generell würde ich immer empfehlen, lieber wieder die Heilkräfte unseres Körpers zu mobilisieren und zu stärken, als uns noch mehr von den ganzen kommerziellen Mittelchen verweichlichen und immer mehr abhängig machen zu lassen.

  4. Die Deutschen scheinen alle Umweltschützer zu sein… Das riecht man in der Bahn.

    Im Ernst: Täglich duschen (kurz u. nicht zu warm), täglich frische Wäsche/Hemd, das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Auch am Wochenende. Alles andere ist eklig und empfinde ich als Schlag ins Gesicht meiner Mitmenschen.

    Nachtrag: Nutze seit Jahren Stückseife (Bio). Hautprobleme null.

  5. hahaha, ja das stimmt wohl 🙂
    Dann doch lieber frische Landluft!

    Nachtrag: Ich kaufe auch nur noch Stückseife aus Olivenöl ohne Parfum und benutze sie für den ganzen Körper mit dem Resultat, dass sich das Hautbild verbessert hat und ich eine Menge Geld und Verpackungsmüll einspare 😉

  6. Ach so, folgendes sollte man unbedingt noch erwähnen, sonst wird es evtl. bedenkenlos übernommen: Der Kommentar von „Chintamon“ weiter oben beinhaltet unter anderem, dass Spülen mit kaltem Wasser ausreichend ist. Vorsicht kann ich da nur sagen. Gerade wenn Fleisch, vor allen Dingen Geflügel (ebenso rohe Eier etc.) im Spiel war, kommt man um das gründliche Reinigen mit (sehr) heißem Wasser u. Spülmittel nicht herum.

    Kurz: Sobald die Hygiene (und ich meine nicht die übertriebene Hygiene, z.B. sind Desinfektionsmittel meist nur bei ansteckenden Krankheiten angebracht) leidet, hört bei mir der Spaß definitiv auf.

  7. Ja, warmes Wasser ist schon des Öfteren angebracht für gründliches Waschen, gerade wenn man eine milde Seife benutzt. Sonst werden schädliche Keime nicht ausreichend entfernt.