9 häufige Duschfehler, die du vermeiden solltest

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Foto: CC0 Public Domain / Pixabay

Wir duschen mehrmals in der Woche oder sogar täglich – und machen dabei oft gleich mehrere Fehler, die uns oder der Umwelt schaden können. Was wir unter der Dusche vermeiden sollten:  

1. Den ganzen Körper einseifen

Egal ob mit Duschgel oder Seife: Es reicht, nur die Körperstellen einzuseifen, die Fette oder Gerüche produzieren. Die Pflegeprodukte lösen Fette – auf der Haut an den Armen oder Beinen gibt es jedoch in der Regel kaum Fette. Damit diese Bereiche nicht austrocknen, also lieber nicht einseifen. Klares Wasser reicht hier aus.

2. Füße vergessen

Anders sieht es jedoch bei den Füßen aus: Da man ja ohnehin im Seifenwasser steht, denkt man oft nicht daran, die Füße extra zu waschen. Dabei produzieren die Füße jede Menge Schweiß außerdem sind sie beim Barfußlaufen ständig mit dem Boden in Berührung. Hier lohnt sich also Einseifen.

3. Zu oft warm duschen

Vor allem im Sommer duschen viele gerne täglich. Für die Haut ist das jedoch eine Belastung: Das warme Wasser und die Pflegeprodukte greifen den natürlichen Säureschutzmantel der Haut an und trocknen sie aus. Trockene Haut ist nicht nur unangenehm, sondern auch anfälliger für Infektionen. Dadurch können Rötungen, Juckreiz oder sogar Ekzeme entstehen.

Eigentlich würde es reichen, ein- bis zweimal die Woche zu duschen. Gesicht, Intimbereich oder Achselhöhlen kann man trotzdem täglich reinigen.

Auch tägliches Haarewaschen ist nicht empfehlenswert, denn Shampoo und heißes Wasser stören die natürliche Ölproduktion und Feuchtigkeits-Balance der Kopfhaut. Haare und Kopfhaut werden trocken und die Kopfhaut versucht das mit noch mehr Fettproduktion auszugleichen. Experten zufolge genügt es, die Haare ein- bis zweimal pro Woche zu waschen. Selbst wer extrem fettiges Haar hat, sollte höchstens alle zwei Tage zum Shampoo greifen.

Nicht nur für Haut und Haare ist tägliches warmes duschen eine Belastung, sondern auch für die Umwelt. Also gilt: Je weniger wir duschen, desto weniger Wasser muss erhitzt werden und desto weniger Energie wird verbraucht. Das entlastet das Klima, aber auch deinen Geldbeutel.

4. Zu lange duschen

Energieverschwendung: zu lange warm duschen
Nicht zu lange duschen – der Umwelt und der Haut zuliebe. (Foto: © tomKom / photocase.de)

Viele von uns duschen außerdem viel zu lange: Das ist aus zwei Gründen problematisch: Zum einen entzieht langes Duschen der Haut viel Feuchtigkeit – das Ergebnis ist wieder trockene Haut. Zum anderen steigt der Wasser- und Energieverbrauch mit jeder Minute unter der Dusche.

5. Nach dem Duschen nicht richtig abtrocknen

Ein weiterer Fehler passiert nach dem Duschen: Nicht richtig abtrocknen. Besonders wichtig ist das jedoch bei den Füßen: Die Zehenzwischenräume vergisst man gern, in den feuchten Innenräumen kann sich dadurch leicht Fußpilz bilden.

6. Nur warm duschen

Um Wasser zu erwärmen, wird viel Energie benötigt. Je nachdem, wie die Wassererhitzung in deinem Haushalt funktioniert, kann das einiges an Gas oder Strom kosten. Daher solltest du mit warmem Wasser möglichst sparsam umgehen.

Wer nur mit warmem Wasser duscht verbraucht nicht nur jede Menge Energie, sondern verpasst auch die Vorzüge von kaltem Wasser: Sich mit kalten Wasser abzuduschen regt den Kreislauf an, stärkt das Immunsystem und strafft die oberen Hautschichten.

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7. Mikroplastik in der Dusche

In vielen Kosmetik-Produkten steckt Mikroplastik.
In vielen Kosmetik-Produkten steckt Mikroplastik. (Foto: © Utopia)

Bedenkliche Konservierungsstoffe, allergieauslösende Duftstoffe oder Mikroplastik – in herkömmlichem Shampoo, Duschgel und Seife stecken oft jede Menge Inhaltsstoffe, die sowohl der Gesundheit als auch der Umwelt schaden. Mit dem Dusch-Abwasser gelangen sie dann in die Umwelt, denn bestimmte Substanzen können selbst Klärwerke nicht herausfiltern.

Besser ist zertifizierte Naturkosmetik – am besten unparfümiert. Sie ist grundsätzlich frei von Mikroplastik und anderen synthetischen Inhaltsstoffen.

8. Mit zu hohem Druck duschen

Das Wasser soll nicht aus dem Duschkopf tröpfeln – oft ist der Wasserdruck aber viel höher als eigentlich nötig. Je höher der Wasserdruck, desto mehr Wasser kommt pro Minute aus dem Kopf. Durchschnittlich sind das je nach Duschkopf etwa 15 Liter pro Minute.

Es empfiehlt sich also, mit einem geringeren Wasserdruck zu duschen, um warmes Wasser zu sparen. Bei manchen Duschköpfen lässt sich der Druck manuell erhöhen oder verringern. Manchmal lohnt sich auch die Investition in einen sparsamen Duschkopf, Strahlregler oder eine spezielle Armatur.

Warum wir mit kaltem Wasser nicht sparsam umgehen müssen (aber auch nicht verschwenderisch): Ist Wasser sparen Unsinn?

9. Schwamm nicht reinigen

Wer einen Waschlappen oder Schwamm beim Duschen verwendet, sollte darauf achten, ihn anschließend gründlich zu reinigen. Besonders wichtig ist außerdem, ihn richtig trocknen zu lassen. Bakterien und Keime fühlen sich nämlich in feuchter Umgebung besonders wohl. Auf einem feuchten Schwamm, an dem vielleicht noch Hautschuppen kleben, vermehren sie sich besonders gut. Deswegen: Schwämme säubern, vollständig an der Luft trocknen lassen und regelmäßig austauschen oder auskochen.

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(3) Kommentare

  1. Dem Hinweis unter Punkt 5 kann man nicht zustimmen.
    Wie Fußpilz entsteht, hat viel komplexere Ursachen – dazu gehört nicht, mal zu vergessen, mit dem Handtuch zwischen den Zehen herumzurubbeln.
    Außerdem wird allerorten empfohlen, nach dem Duschen/Baden die Haut an der Luft trocknen zu lassen – kaum einer von uns muss nach dem Duschen/Baden frieren. Das spart dann auch das Wäschewaschen von Handtüchern ein.
    Dazu gehört die Empfehlung, die Hautpflege, falls man die benutzt, auf die noch feuchte Haut aufzutragen, da die Pflege dann besser diffundieren kann.
    Kann man alles vielfach im Netz finden. Für das Verlinken hier bin ich zu faul – kann man/frau bei einer Recherche vor Veröffentlichung eines Artikels machen.
    Auch die Bemerkungen unter 9 gehören doch wohl in die Motten-Kiste mit dem Label „Die grausamsten Bedrohungen durch hochgefährliche Superkeime“, wozu auch die unheimlichen, furchtbar bedrohlichen Hautschuppen (übrigens die eigenen!) ihr schreckliches Unwesen treiben. Reinigen, Trocknen, Wechseln, Auskochen? Hört sich alles an, als wäre es aus einem vergilbten Krankenpflegebuch von 1900 abgeschrieben, wo man, aufgrund mangelnder hygienischer Verhältnisse ansteckende Krankheiten so zu verhüten suchte.
    Nun leben wir ja aber schon im 21. Jahrhundert, oder? Und haben – badtechnisch gesehen – einen unvorstellbar hohen hygienischen Standard erreicht. Und haben auch alle schon mal was von Wäschewechsel gehört. Vermutlich …

  2. „die grausamste Bedrohung des letzen Jahrhunderts waren ansteckende Krankheiten“: sie sind es wieder, denn wir haben jede Menge multiresistenter Keime.
    Deshalb sollte man schon versuchen, auf Sauberkeit (nicht zu starke Hygiene) zu achten. Waschlappen, die 24 Stunden brauchen, um zu trocknen, riechen sehr unangenehm und damit will sich wohl keiner mehr waschen.
    Pilze fühlen sich in feuchtem Milieu ausgesprochen wohl, deshalb macht es durchaus Sinn, die Haut zwischen den Zehen gut zu trocknen, auch wenn es nicht die Ursache für eine Pilzinfektion ist. Aber man sorgt wenigstens dafür, daß man sie nicht noch gut ernährt.
    Den Rest der Haut kann man ja feucht lassen.

  3. Das ist jetzt nicht direkt zum Duschen – aber generell, damit das Bad schnell trocken wird, sollte man NIE Bäder komplett fliesen. Fliesen nur dort, wo es nötig ist, hinter Waschbecken und in Duschen. Sonst Kalkputz möglichst mit Kalkanstrich – das ist desinfizierend, und diffusionsoffen. So ein Bad trocknet sehr schnell wieder aus, keine Chance dass Handtücher und Waschlappen anfangen zu stinken. Für den Privatbereich gehen auch Holzfußböden in Bädern, die sind auch diffusionsoffen und warm. Dann hat auch der Schimmel keine Chance sich irgendwo einzunisten.

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