Wolfsmilch pflanzen: So gehst du mit den giftigen Gewächsen um

Foto: CC0 / Pixabay / kie-ker

Zur Gattung der Wolfsmilch gehören über 2000 unterschiedliche Arten. Wenn du eine davon in deinem Garten pflanzen möchtest, findest du hier Tipps und Tricks.

Die Wolfsmilch, mit wissenschaftlichem Namen Euphorbia, wurde 2013 zur Staude des Jahres gekürt. Und das nicht zu Unrecht: Die Gattung Wolfsmilch umfasst mehr als 2000 Arten. Optisch haben die Vertreter oft nicht viele Gemeinsamkeiten: Es gibt große Exemplare, die bis zu 1,50 Meter hoch werden können, und kleinere, die nur zierlich bleiben. Manche sehen aus wie Kakteen, andere verholzen. Auch die Blüten und das Laub variieren stark. 

Alle Arten der Gattung Euphorbia kommen ursprünglich aus tropischen und subtropischen Gebieten sowie den gemäßigten Zonen in Mitteleuropa und Asien. Trotz der warmen Herkunft ist der Großteil der Pflanzen hierzulande eingeschränkt winterhart. 

Übrigens: Wolfsmilchgewächse sind bei allerlei Insekten sehr beliebt. Für einen insektenfreundlichen Garten sind sie also eine gute Wahl.

Wolfsmilch pflanzen: Standort, Zeitpunkt und Vorgehen

Bei Insekten sind die verschiednen Arten der Wolfsmilch sehr beliebt.
Bei Insekten sind die verschiednen Arten der Wolfsmilch sehr beliebt.
(Foto: CC0 / Pixabay / Chesna)

Der perfekte Standort für die Wolfsmilch hängt in erster Linie von der genauen Art ab. Informiere dich also am besten noch einmal detailliert, wenn du weißt, welche Sorte du pflanzen möchtest.

Die meisten Wolfsmilch-Arten gedeihen am besten 

  • in nährstoffreicher, mäßig feuchter, humusreicher und gut durchlässiger Erde,
  • an sonnigen, warmen Standorten.

Unter den vielen Arten findest du natürlich auch einige, die sich an halbschattigen und schattigen Standorten wohlfühlen, beispielsweise die Mandel-Wolfsmilch. Die Walzen-Wolfsmilch bevorzugt eine sehr trockene, die Sumpf-Wolfsmilch eine sehr nasse Lage. 

Tipp: Gut geeignet sind geschützte Standorte, zum Beispiel unter Vordächern, an Mauern oder in Innenhöfen. 

Die beste Pflanzzeit hängt ebenfalls von der Art ab, für die meisten sind Mitte Mai bis Mitte Juni optimal. Wichtig ist, dass die Eisheiligen vorbei sind, sodass keine Bodenfröste mehr zu erwarten sind.

  1. Hebe Pflanzlöcher aus, die etwa doppelt so groß sind wie die Wurzelballen. Halte dabei einen Abstand von 20 bis 50 Zentimetern ein – je nach Sorte.
  2. Reichere nährstoffarme Erde mit etwas Humus an. Wenn die Erde sehr schwer und undurchlässig ist, solltest du eine großzügige Menge Sand untermischen.
  3. Nimm die Pflanzen aus ihren Töpfen und setze sie samt Wurzelballen in die Pflanzlöcher. 
  4. Fülle die Löcher mit der ausgehobenen Erde und drücke sie gut an.
  5. Gieße die Pflanzen gut an. Bis zum Winter sollte die Wolfsmilch dann gut angewachsen sein, sodass sie ohne Probleme durch die kalte Jahreszeit kommt.

Aufgepasst: Wenn du eine Wolfsmilch verletzt, tritt Milchsaft aus der jeweiligen Stelle. Dieser löst bei manchen Menschen allergische Hautreaktionen aus. Kommst du damit in Berührung, solltest du ihn schnellstmöglich abwaschen und dir keinesfalls in deine Augen fassen. Am besten trägst du Handschuhe, wenn du Wolfsmilch-Gewächse pflanzt oder pflegst.

Wolfsmilch pflegen: So machst du’s richtig

Auch was die Pflege angeht, können man schwer allgemeingültige Aussagen für alle Wolfsmilch-Arten treffen.

  • Wie oft du deine Wolfsmilch gießen musst, hängt von der Art ab. Die Sumpf-Wolfsmilch beispielsweise braucht viel Wasser, das bezieht sie aber aus ihrer ganzjährig nassen Umgebung. Euphorbien im Beet solltest du gießen, wenn es für längere Zeit nicht regnet. Sie brauchen Wasser, sobald die oberste Schicht des Substrates trocken ist. 
  • Die meisten Wolfsmilch-Arten haben nur einen mittleren Nährstoffbedarf. Wenn du alle vier Wochen mit etwas Kompost oder Hornspänen düngst, reicht das vollkommen aus. Nach der Blüte solltest du damit aufhören.
  • Winter- und immergrüne Wolfsmilchgewächse musst du nicht schneiden. Verwelkte Pflanzenteile solltest du immer entfernen.

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