Polsterstauden: Die besten Sorten und wie du sie pflegst

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Polsterstauden kannst du als bodendeckende Blütenteppiche vielseitig im Garten verwenden. Wir stellen dir hier einige heimische Polsterstauden vor, die besonders pflegeleicht und insektenfreundlich sind.

Polsterstauden als pflegeleichte Bodendecker

Du kannst Polsterstauden in Steingärten, Naturgärten und Ziergärten anbauen. Pflanzen dieser Gattung wachsen bodennah und bilden viele kleine Blüten, was sie zu guten Bodendeckern macht. Da Polsterstauden außerdem pflegeleicht und häufig winterhart sind, sind sie bei Hobbygärtnern sehr beliebt. In diesem Artikel stellen wir dir einige heimische Arten vor, die deinen Garten ohne viel Aufwand verschönern und gleichzeitig als Nahrungsquelle für Insekten dienen.

1. Polster-Seifenkraut: Eine Polsterstaude für große Flächen

Polster-Seifenkraut gehört zu den Polsterstauden, die besonders gut mit trockenen Böden und wenig Wasser auskommen.
Polster-Seifenkraut gehört zu den Polsterstauden, die besonders gut mit trockenen Böden und wenig Wasser auskommen. (Foto: CC0 / Pixabay / Sabeth)

Das Polster-Seifenkraut ist eine Sorte des Seifenkrauts, das ursprünglich aus den Gebirgen Südwesteuropas stammt und mittlerweile auch in Deutschland als geschützte Wildpflanze gilt. Diese Polsterstaude eignet sich gut, wenn du größere Flächen in deinem Garten bodennah bepflanzen möchtest. Das Seifenkraut wird zwar nur bis zu 20 Zentimeter hoch, dafür aber bis zu 60 Zentimeter breit. Von Mai bis Juli blühen die rosafarbenen bis roten Blüten des Polster-Seifenkrauts. Sie verbreiten einen angenehmen Duft und ihr Nektar ist eine wichtige Nahrungsquelle für viele Insekten.

So pflegst du das Polster-Seifenkraut:

  • Pflanzen: Das Polster-Seifenkraut kannst du von Frühjahr bis Herbst in die Erde setzen. Halte dabei unbedingt einen Pflanzabstand von mindestens 30 Zentimetern ein, da sich die Polsterstaude schnell ausbreitet und andere Pflanzen überwuchern kann.
  • Standort: Wie alle Seifenkräuter braucht das Polster-Seifenkraut einen möglichst hellen und sonnigen Platz zum Wachsen. Idealerweise sollte der Boden in deinem Garten sandig bis sandig-lehmig sein, damit der Bodendecker gut gedeiht. Schwerer und stark verdichteter Erde kannst du etwas Sand oder Blähton untermischen und sie so auflockern.
  • Gießen: Mit Trockenheit kommt das Polster-Seifenkraut besser aus als mit zu nassem Boden. Deshalb solltest du es nur in langen Trockenphasen gießen.
  • Düngen: Im Frühjahr und Sommer kann das Polster-Seifenkraut etwas Dünger vertragen. Verwende dafür am besten Kompost.
  • Schneiden: Nach der Blütezeit solltest du die Polsterstaude zurückschneiden, damit sie nicht selbst aussät und deinen gesamten Garten einnimmt.

2. Mauerpfeffer: Ideale Polsterstauden für Steingärten

Zu den wintergrünen Polsterstauden gehört auch der Mauerpfeffer.
Zu den wintergrünen Polsterstauden gehört auch der Mauerpfeffer. (Foto: CC0 / Pixabay / adege)

Als Mauerpfeffer werden vor allem die bodendeckenden Arten der Fetthenne bezeichnet, einem heimischen Dickblattgewächs, von dem es über 400 Arten gibt. Der teppichbildende Mauerpfeffer trägt von Juni bis August je nach Art weiße, gelbe oder sogar rote Blüten, die gerne von Schmetterlingen, Bienen und anderen Insekten angeflogen werden. Weil diese Polsterstaude sehr robust und an Trockenheit gewöhnt ist, kannst du sie gut im Steingarten oder an Trockenmauern pflanzen. Einige Arten des Mauerpfeffers, wie der Echte Mauerpfeffer, sind sogar winterhart.

So pflegst du den Mauerpfeffer:

  • Pflanzen: Du kannst den Mauerpfeffer entweder als Saatgut kaufen und aussäen oder als Jungpflanze in die Erde setzen. Einpflanzen kannst du die Polsterstaude im Frühjahr, Sommer oder Herbst. Halte dabei einen Pflanzabstand von mindestens 15 Zentimetern ein.
  • Standort: Je nach Art gedeiht der Mauerpfeffer entweder in der prallen Sonne oder im Halbschatten am besten. Wichtig ist, dass der Boden an seinem Standort schön locker und gut durchlässig ist. Auf zu feuchtem Boden geht der Mauerpfeffer auf Dauer ein.
  • Gießen: In seinen dicken, fleischigen Blättern kann der Mauerpfeffer Wasser speichern. Deshalb kommt er auch so gut mit trockenem Klima klar. Zusätzlich gießen musst du ihn deshalb nur bei lang anhaltender Trockenheit, ansonsten gibt er sich mit gelegentlich fallendem Regenwasser zufrieden.
  • Düngen: Mauerpfeffer benötigt nur wenig zusätzliche Nährstoffe. Deshalb reicht es auch aus, wenn du die Pflanzerde mit etwas Humus mischst, bevor du die Staude in die Erde bringst.
  • Schneiden: Schneide den Mauerpfeffer nach der Blütezeit etwas zurück, damit er seine Form behält.

Vorsicht: Mauerpfeffer enthält je nach Art unterschiedlich hohe Mengen an Alkaloiden und gilt deshalb als leicht giftig. Halte kleine Kinder und Haustiere lieber von den Polsterstauden fern.

3. Teppich-Schleierkraut: Insektennahrung aus den Alpen

Teppich-Schleierkraut ist eine bienenfreundliche Polsterstaude.
Teppich-Schleierkraut ist eine bienenfreundliche Polsterstaude. (Foto: CC0 / Pixabay / Hans)

Das bodendeckende Teppich-Schleierkraut stammt ursprünglich aus den Alpen und den Pyrenäen. Mittlerweile hat es sich aber auch in ganz Mitteleuropa und in Deutschland angesiedelt. Von Mai bis Juli bildet die Polsterstaude einen etwa 25 Zentimeter hohen weißen Blütenteppich aus. Trotz seines zierlichen Wuchses ist das Teppich-Schleierkraut sehr robust und seine Blüten sind bei Bienen und anderen Insekten sehr beliebt.

So pflegst du das Teppich-Schleierkraut:

  • Pflanzen: Teppich-Schleierkraut solltest du am besten im Frühjahr pflanzen. Damit die Wurzeln besser in den Boden dringen können, kannst du die Erde vorher etwas auflockern. Zu Nachbarpflanzen solltest du einen Abstand von mindestens 80 Zentimetern einhalten, weil sich die Polsterstauden schnell ausbreiten.
  • Standort: Pflanze den Bodendecker an einem warmen und sonnigen Platz in deinem Garten. Achte außerdem darauf, dass der Boden am Standort kalkhaltig und gut durchlässig ist. Denn Staunässe lässt die Pfahlwurzeln der Pflanze schnell faulen.
  • Gießen: Da das Schleierkraut nur sehr wenig Wasser braucht, musst du es nicht zusätzlich gießen.
  • Düngen: Im Frühjahr kannst du das Teppich-Schleierkraut mit einem organischen Dünger unterstützen. So sorgst du dafür, dass sich der Blütenteppich noch besser ausbreiten kann.
  • Schneiden: Nach der Hauptblütezeit schneidest du die Triebe des Teppich-Schleierkrauts auf etwa fünf Zentimeter zurück. Danach treiben die Pflanzen im neuen Jahr noch kräftiger aus.

4. Blutroter Storchschnabel: Polsterstauden gegen Unkraut

Der blutrote Storchschnabel ist eine sehr pflegeleichte Polsterstaude, die sogar Unkraut verdrängt.
Der blutrote Storchschnabel ist eine sehr pflegeleichte Polsterstaude, die sogar Unkraut verdrängt. (Foto: CC0 / Pixabay / Hans)

Der Blutrote Storchschnabel gehört zu den in Deutschland beheimateten Polsterstauden und bringt noch dazu viele Vorteile mit sich. Der Bodendecker verhindert zum Beispiel durch seinen dichten Blütenteppich, dass Unkraut wächst. Schnecken meiden den Storchschnabel, was ihn zusätzlich zu einer sehr pflegeleichten Gartenpflanze macht. Die violetten bis roten Blüten des Blutroten Storchschnabels sind außerdem eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Schwebfliegen.

So pflegst du den Blutroten Storchschnabel:

  • Pflanzen: Auf einem Quadratmeter kannst du etwa acht Jungpflanzen setzen. Halte zu den Nachbarpflanzen einen Abstand von etwa 35 Zentimetern ein.
  • Standort: Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal für den Blutroten Storchschnabel. Weiterhin braucht er möglichst kalkhaltigen und durchlässigen Boden mit ausreichend Nährstoffen.
  • Gießen: Den Blutroten Storchschnabel musst du nur bei lang anhaltender Trockenheit mit etwas Regenwasser gießen.
  • Düngen: Als Dünger kannst du im Frühjahr etwas Komposterde unterheben.
  • Schneiden: Nach der Blüte solltest du die Polsterstauden zurückschneiden. So kannst du die Blütenbildung anregen.

Übrigens: Da der Blutrote Storchschnabel in der freien Natur durch die intensive Landwirtschaft immer seltener anzutreffen ist, kannst du zu seiner Artenerhaltung beitragen, indem du ihn in deinem Garten pflanzt.

5. Waldmeister: Polsterstauden für schattige Plätze

Waldmeister ist ein Bodendecker und eine Polsterstaude, die an schattigen Plätzen gedeiht.
Waldmeister ist ein Bodendecker und eine Polsterstaude, die an schattigen Plätzen gedeiht. (Foto: CC0 / Pixabay / Hans)

Der Waldmeister eignet sich nicht nur als Zutat für Maibowle, er ist auch ein idealer Bodendecker. Das heimische Wildkraut wächst als lockerer Blütenteppich in Buchenwäldern. Von Mai bis Juni bildet Waldmeister weiße, sternförmige Blütenstände aus, die vor allem von Bienen bestäubt werden. Ein praktischer Nebeneffekt dieser Polsterstauden: Die Wurzeln verdrängen das Unkraut am Standort.

So pflegst du Waldmeister:

  • Pflanzen: Waldmeister-Jungpflanzen solltest du im Frühjahr auspflanzen. Wenn du den Bodendecker lieber selbst aus Samen heranziehen willst, musst du das Saatgut bereits im Winter in eine flache Schale mit Anzuchterde ausbringen. Bis die Samen keimen, musst du die Erde stets feucht halten. Im Frühjahr kannst du die kleinen Pflanzen in Töpfe umsetzen und später in den Garten pflanzen.
  • Standort: Als im Wald wachsende Pflanze braucht der Waldmeister einen halbschattigen bis schattigen Standort unter Bäumen. Damit die Polsterstauden gut anwachsen, sollte der Boden am Standort kalkreich, locker und reich an Humus sein.
  • Gießen: An heißen Tagen solltest du Waldmeister regelmäßig gießen. Ansonsten ist er recht robust und pflegeleicht.
  • Düngen: Waldmeister benötigt keinen speziellen Dünger. Du kannst lediglich etwas Herbstlaub um die Pflanzen aufhäufen, um ihnen zusätzliche Nährstoffe zuzuführen.
  • Schneiden: In Form schneiden musst du Waldmeister nicht, da er ohnehin nicht über eine Höhe von 30 Zentimetern hinaus wächst.

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