Rewe und Penny testen Lebensmittelverpackungen aus Gras

Foto: CC0 / Pixabay

Die Rewe Group will ihre Supermärkte nachhaltiger  gestalten – die neueste Idee: Verpackungen aus Graspapier. Ab kommender Woche werden Bio-Äpfel in Penny- und Rewe-Märkten testweise in Graspapier-Schachteln gepackt.

Wer im Supermarkt einkauft, kommt in der Regel mit jeder Menge Verpackungen nach Hause. Am schlimmsten sind die vielen Plastikverpackungen, aber auch Alternativen aus Papier sind eine Belastung für die Umwelt.

Die Rewe Group hat nun eine neue Verpackungsart entwickelt, die deutlich ökologischer sein soll: Schachteln aus Graspapier. Das Graspapier basiert nur noch zu 60 Prozent aus Holz und zu 40 Prozent aus sonnengetrocknetem Gras.

Rewe: Graspapier hat eine bessere Ökobilanz

Das Graspapier hat gegenüber herkömmlichem Papier einige Vorteile: Gras ist ein Rohstoff, der sehr schnell nachwächst. Für die Produktion von Graspellets kommen außerdem deutlich weniger Wasser und Energie zum Einsatz, als bei der konventionellen Papierherstellung. Auch werden laut Rewe Group deutlich weniger Treibhausgase freigesetzt.

„Insgesamt könnten so zukünftig bei 1 Million Verpackungseinheiten über eine halbe Tonne Treibhausgase (CO2-Äquivalente) im Vergleich zu bestehenden Apfelverpackungen (Trays) eingespart werden. Ebenso kann ca. 10 Prozent Energie eingespart werden“, schreibt die Rewe Group im Unternehmensblog.

Keine Chemie in Rewes neuer Verpackung

Ein weiterer Pluspunkt: Bei der Herstellung der Graspellets kommt keine Chemie zum Einsatz. Die Ökobilanz der Graspapier-Behältnisse ist also deutlich besser als die von vergleichbaren Verpackungen.

Die Papierfabrik, die das Graspapier herstellt, hat laut Rewe Group vier Jahre lang an der Entwicklung gearbeitet. Künftig will die Papierfabrik Gras von ungenutzten Ausgleichsflächen aus der Umgebung nutzen.

Erster Test in Rewe- und Penny-Märkten

Jetzt muss die Graspapier-Verpackung nur noch den Praxistest bestehen: Ab nächster Woche verkaufen alle Penny-Märkte und einige Rewe-Läden Bio-Äpfel in den Graspapier-Schachteln. Je nachdem wie die Behältnisse ankommen, landen vielleicht bald mehr Obst- und Gemüsesorten in Graspapier-Verpackungen.

Weiterlesen auf Utopia.de:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

(4) Kommentare

  1. Ja klar, hier wird gesagt “ Rewe setzt auf Nachhaltigkeit“ und auf der anderen Seite nehmen Sie die Gurken vom Bauern nicht mehr ab, weil diese nicht verpackt sind !!! Die Bauern müssen Ihre Ware wegwerfen oder billig verscherbeln !

  2. So sieht es aus. Ich finde REWE macht nur Pseudo Nachhaltigkeit. Bis jetzt wurde 10 000 Jahre Gemüse übhaupt nicht verpackt!!!
    Außerdem gibt es in manchen Filialien besprühen mit Wasserdampf und die Kühlschränke sind offen usw.
    Nur weil Sie jetzt sehen die Bio-Läden Boomen machen Sie denen jetzt manches nach.

  3. Greenwashing 🙁
    REWE will grün aussehen.
    Außerdem wird auch diese unnötige Obst-Verpackung, die anscheinend unserem „Grünen Gewissen“ schmeicheln soll, hinterher mit dem anderen Verpackungsmüll verbrannt.
    .
    Petition: REWE: Befreie Bio Lebensmittel von unnötiger Plastikverpackung!
    http://soli-klick.blogspot.com/2017/06/petition-rewe-befreie-bio-lebensmittel.html
    https://www.facebook.com/SoliKlick/posts/1507218729344413

    #plastikfrei #Konsumwende

  4. Ich kann allen Kommentaren nur recht geben. Warum kann man nicht einfach die Bioprodukte unverpackt im Supermarkt haben und sie zur Erkennung mit Stickern aus Altpapier versehen. Ich verstehe die Regierungen nicht auf der einen Seite wollen sie Bioprodukte aber auf der anderen Seite braucht alles eine „Kennzeichnung“.