Spenden via Smartphone: die App ShareTheMeal

Foto: © ShareTheMeal

Mit der App ShareTheMeal braucht es nur 40 Cent und zwei Klicks, um ein hungerndes Kind einen Tag lang zu ernähren. Und das funktioniert – bisher wurden über 6,5 Millionen Mahlzeiten gespendet.

Weltweit gibt es zwanzigmal so viele Smartphone-Nutzer wie hungernde Kinder. Es müsste also nicht einmal jeder, der ein Smartphone besitzt, einen minimalen Beitrag leisten – und es gäbe keinen hungerleidenden Kinder mehr. Das dachten sich auch die Erfinder von ShareTheMeal, der „weltweit ersten App gegen den globalen Hunger“.

ShareTheMeal – hier landen die Mahlzeiten

Seit dem Start von ShareTheMeal im Juni 2015 konnten schon vier erfolgreiche Spendenkampagnen durchgeführt und so tausenden bedürftigen Kindern und Müttern geholfen werden. Im November und Dezember 2015 sammelte die ShareTheMeal-Community beispielsweise 1,8 Millionen Mahlzeiten für  20.000 syrischen Flüchtlingskinder in Jordanien.

Mit dem gespendeten Geld wird ihr Essen in der Schule ein Jahr lang finanziert – so schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Man geht sicher, dass diese besucht wird, zudem kann so darauf geachtet werden, dass das Essen auch wirklich dort ankommt, wo es hin soll – bei den Kleinsten. „Mit Schulmahlzeiten möchten wir den Kindern Stabilität bieten und ihnen ermöglichen, sich auf den Unterricht statt auf einen leeren Magen zu konzentrieren“, erklärt ShareTheMeal.

Das aktuelle Ziel des Berliner Startups ist es, 1500 Flüchtlingskindern unter 12 Jahren in der Bekaa-Ebene im Libanon für ein Jahr mit Essen zu versorgen. Von dem Spendengeld werden Gutscheine finanziert, mit denen die Eltern Lebensmittel in örtlichen Geschäften einkaufen können.

So funktioniert die App

Ganz einfach: ShareTheMeal herunterladen, anmelden und 40 Cent oder mehr spenden. Die Organisation verspricht: 40 Cent decken die Kosten für eine Mahlzeit – Transport- und Verwaltungskosten inklusive. Kinder in Notsituationen bekommen für das Geld Spezialnahrung, wie zum Beispiel mit Nährstoffen angereicherte Kekse, die sofort verzehrt werden können. In stabileren Situationen gibt es für die Kinder Schulmahlzeiten, beispielsweise Maisbrei mit Bohnen.

Hinter der App steht das Welternährungsprogramm der UNO. Das United Nations World Food Programme (WFP) erhält also die Spenden und verteilt die Mahlzeiten vor Ort. Wer spendet, kann in der App sehen, was mit seinem Geld passiert. UNO-Mitarbeiter sammeln Geschichten und Fotos vor Ort und laden diese in der App hoch. Im Sommer und Herbst konzentrierte man sich auf Schulkindern in Lesotho, im südlichen Afrika. Fast zwei Millionen Mahlzeiten teilte die SharetheMeal-Community mit den bedürftigen Kindern.

Das WFP finanziert sich durch freiwillige Spenden, das bedeutetet, dass 90% aller Spenden direkt eingesetzt werden können. Das liegt unter anderem daran, dass die Verwaltungskosten des Welternährungsprogramms zu den niedrigsten im gemeinnützigen Bereich weltweit zählen.

Einen Minuspunkt gibt es: Gespendet werden bisher kann nur via PayPal oder Kreditkarte. Die App gibt es für das iPhoneAndroid-Smartphones und auch für Amazon-Geräte.

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(2) Kommentare

  1. „Einen Minuspunkt gibt es: Gespendet werden bisher kann nur via PayPal oder Kreditkarte.“

    Welches Bezahlverfahren würde denn in Deutschland mehr Sinn machen – unabhängig vom Gerät und Betriebssystem?