Stabmixer bei Öko-Test: Welcher Pürierstab überzeugt im Test?

Foto: © Pixelot - Fotolia.com

Stabmixer sind aus der Küche nicht mehr wegzudenken. Zwölf Pürierstäbe hat Öko-Test jetzt im Labor und in der Praxis untersucht. Nur jedes zweite Produkt überzeugte im Test. Die anderen enthalten umstrittene Inhaltsstoffe, die ins Essen gelangen können.

Stabmixer sind kleiner und handlicher als ein Standmixer und besonders für selbstgemachtes Pesto, cremige Suppen und Babybrei beliebt. Sie pürieren auf einer oder zwei verschiedenen Stufen und liegen gut in der Hand. Im Test machten sechs von zwölf Pürierstäben ihren Job gut, zumindest beim Pürieren der Gemüsesuppe und des Pestos. Der Babybrei war aber für die meisten Produkte eine Herausforderung: Entweder saugt sich der Mixfuß fest oder das Messer erfasst größere Brocken am Boden nicht.

Pürierstab-Test: die Testsieger bei Öko-Test

Gleich sechs Stabmixer haben von Öko-Test die Note „Gut“ bekommen. Für die Bestnote „Sehr Gut“ fehlt aber allen ein Überhitzungsschutz. Außerdem enthalten die Verpackungen Weichmacher, die in die Luft entweichen könnten**.

Der günstigste „Gute“ stammt von Severin und kostet weniger als 30 Euro. Allerdings könnten Hobbyköche den Pürierstab schnell einmal ungewollt einschalten, da der Schalter hervorsteht, warnt Öko-Test. Der teuerste Pürierstab kommt von Krups (ca. 70 Euro), ist aber auch der leistungsstärkste Stabmixer. Von den sechs „guten“ Produkten mussten die Mixer von Bosch, Braun und Philips am wenigsten Kritik einstecken.

Stabmixer im Test: Flammschutzmittel im Pürierstab

Gleich zwei Stabmixer sorgen mit Flammschutzmittel im Kunststoff für Kritik: Ein Clatronic- und ein Karona-Pürierstab enthalten laut Öko-Test den Stoff Triphenylphosphat. Triphenylphosphat ist schädlich für die Umwelt und steht im Verdacht, hormonelle Auswirkungen auf den Menschen zu haben.

Bei Pürierstäben sind die Inhaltsstoffe im Mixfuß von besonderer Bedeutung: Oft werden sehr heiße oder sogar kochende Speisen püriert. Durch die hohen Temperaturen können bestimmte Schadstoffe schneller freigesetzt werden und dann direkt ins Essen gelangen.

Test: Pürierstäbe unter Krebsverdacht

Öko-Test 11/2017
Öko-Test 11/2017 (© Öko-Test)

Noch ein weiterer umstrittener Inhaltsstoff macht den Experten von Öko-Test Sorgen: In vier Pürierstäben konnte das Labor Chlorparaffine nachweisen. Sie kommen in Ölen zum Einsatz, mit denen die Maschinen in der Produktion behandelt werden. Im Essen haben solche Stoffe aber nichts verloren. Sie reichern sich im Körper an und wurden sogar schon in der Muttermilch nachgewiesen.

Die kurzkettigen Chlorparaffine gelten als krebserregend, im Labor fand Öko-Test allerdings mittelkettige Paraffine. Wie gefährlich die sind, wurde bisher noch nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht. Betroffen sind der Stabmixer von Clatronik, Korona, der insgesamt mit „Gut“ bewertete WMF-Pürierstab sowie der OK-Stabmixer. Letzterer pürierte zudem so schlecht und war im Dauertest so schnell kaputt, dass er am Ende durchgefallen ist. Auch der teurere Kenwood-Stabmixer „HB615“ fiel im Test durch, weil er die Dauerprüfung nicht bestand.

Den ganzen Test findest du in Öko-Test Ausgabe 11/2017 oder online unter www.oekotest.de.

Weiterlesen bei Utopia:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: