Schon wieder ein Wal gestorben: Was die Autopsie zeigt, ist unfassbar

Plastik Plastiktüten Wal Thailand
Foto: Facebook Thai Whales

Wieder ein trauriges Beispiel, das zeigt, wie zerstörerisch unser Plastikkonsum ist: In Thailand ist ein Wal mit mehr als 80 Plastiktüten im Magen gestorben. Tierärzte hatten zuvor tagelang versucht, ihn zu retten.

Erneut ist ein Wal gestorben, weil er den Magen voller Plastiktüten hatte und deshalb verhungerte. In letzter Zeit häufen sich solche Meldungen (wie etwa von dem Wal in Norwegen oder in Spanien), der aktuelle Fall des Pilotwals in Thailand ist jedoch besonders tragisch.

Der Wal wurde am Montag in einem Kanal an der Grenze zu Malaysia gefunden. Zwar lebte er noch, es war jedoch schnell klar, dass etwas nicht stimmte. Experten versuchten noch, das Tier zu retten. Kurz bevor er schließlich starb, erbrach der Wal noch einmal fünf Plastiktüten, berichtet der britische Guardian.

Acht Kilogramm Plastik

Die Autopsie zeigte, wie viel Plastik der Wal wirklich geschluckt hatte: Die Tierärzte fanden mehr als 80 Tüten, insgesamt wogen sie rund acht Kilogramm. Da der Magen also komplett mit dem Plastik gefüllt war, konnte der Wal keine Nahrung mehr zu sich nehmen. „Wenn man 80 Plastikbeutel im Magen hat, stirbt man“, sagte der thailändische Meeresbiologe Thon Thamrongnawasawat laut Guardian.

Die große Menge Plastikmüll im Meer wird zu einem immer größeren Problem. Eine aktuelle Untersuchung fand erst vor kurzem heraus, dass beispielsweise der Müllstrudel im Pazifischen Ozean noch viel größer ist, als bislang angenommen – nämlich fast fünfmal so groß wie Deutschland. Nicht nur für Wale wird das Plastik zur tödlichen Falle: Auch Schildkröten, Meeresvögel, Fische und andere Meerestiere schlucken den Müll oder verfangen sich darin.

Was tun gegen Plastik im Meer?

Einige Projekte versuchen bereits, gegen den Plastikmüll im Meer vorzugehen. So soll beispielsweise noch in diesem Jahr ein „Meeresstaubsauger“ des Unternehmens „The Ocean Cleanup“ seine Arbeit beginnen und Plastik aus dem Pazifischen Müllstrudel fischen. Das allein reicht jedoch nicht aus. Das Plastik-Problem bekommen wir nur in den Griff, wenn wir weniger davon verbrauchen. Was du selber tun kannst: Leben ohne Plastik: diese 14 einfachen Tipps kann jeder umsetzen 

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(1) Kommentar

  1. Ungern möchte ich diesen Artikel unkommentiert lassen, aber sich dazu zu äußern fällt unsäglich schwer, macht einen der beschriebene Vorfall doch einfach nur sprachlos!

    Allmählich fühle ich nur noch Hilflosigkeit und Ohnmacht angesichts der drohenden weltweiten Katastrophe mit dem Plastikmüll. Ich erspare mir lieber weitere Kommentare zu diesem Thema und möchte stattdessen auf zwei meiner Songtexte hinweisen, die ich diesem Problem bereits gewidmet habe:

    https://community.utopia.de/foren/thema/neuer-songtext-wach-doch-endlich-auf/

    https://community.utopia.de/foren/thema/neuer-songtext-rescue-me-im-your-planet/

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