Aldi stellt mehrere Schoko-Produkte auf Fairtrade um

Aldi stellt einige Produkte auf Fairtrade um
Foto: © Aldi Süd und CC0 Public Domain / Pixabay

Bei Aldi wird es bald deutlich mehr fair gehandelte Schokolade geben als bisher. Der Discounter stellt mehrere Produkte auf das Fairtrade-Kakaoprogramm um – die Schokolade soll dadurch aber nicht teurer werden.

Bislang ist nur ein geringer Anteil an Schokolade in den Aldi-Märkten aus „fairem“ Kakao hergestellt, das soll sich in diesem Jahr jedoch schrittweise ändern. Konkret geht es dabei um Produkte der Schokoladenmarke „Moser Roth“, Cerealien mit Schokoladenanteil und Nuss-Nougat-Creme.

Den Anfang hat Aldi bereits mit dem Nutoka-Schokoaufstrich gemacht, er enthält seit Januar nur noch zertifizierten Kakao. Die Schokolade von Moser Roth und Cerealien werden wahrscheinlich ab März umgestellt. Der Kakao stammt aus Fairtrade-zertifizierten Kooperativen.

Erkennen kann man die Sorten mit fairem Kakao an dem Siegel „Fairtrade Cocoa Program“. Die Schokolade erhält also nicht das bekannte Fairtrade-Siegel, was daran liegt, das nur der Kakao aus fairem Handel stammt. Die anderen Zutaten, wie beispielsweise Rübenzucker, können also auch aus konventioneller Produktion stammen.

fairtrade kakaoprogramm
Auf den Produten von Aldi: Das Fairtrade-Kakaoprogramm-Siegel (Foto © Fairtrade)

Aldi: wichtiger Schritt mit Signalwirkung

Nur der Kakao ist also fair, mag der kritische Leser denken. Ja, aber man sollte dabei nicht vergessen, wie komplex eine Umstellung im Rohstoffeinkauf bei einem so großen Unternehmen wie Aldi ist. Und da ist es gut, wenn ein erster Schritt gemacht wird. In der Größe von Aldi liegt auch die Chance: Die scheinbar kleine Umstellung bei Aldi bedeutet, dass eine erhebliche Menge mehr an Fairtrade-Kakao gehandelt wird. Zudem setzt das, was Aldi tut, immer ein Signal an den Markt, dem andere Hersteller vermutlich folgen werden.

Einzelne Zutaten einzelner Produkte aus fairem Handel zu beziehen sollte dennoch nur ein erster Schritt sein: Für die Zukunft wäre es wünschenswert, dass Aldi & Co. ihr fair gehandeltes Sortiment weiter ausbauen.

Denn mehr Fairness in der Kakaoproduktion ist dringend nötig: Unmenschliche Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit und Ausbeutung sind an der Tagesordnung. Der Weltmarktpreis für Kakao ist auf einem Tiefstand und die Existenz vieler Kakaobauern bedroht.

Übrigens: Auch wenn die Umstellung auf fairen Kakao für Aldi einiges kostet – der Kunde soll davon nichts spüren. Die Preise für die Produkte bleiben stabil, heißt es bei Aldi.

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