E-Auto-Versicherungen im Test: So findest du günstige Policen

Foto: CC0 / Pixabay

Wer für das E-Auto eine günstige Kfz-Versicherung sucht, bekommt bei einigen Anbietern über 15 Prozent Rabatt. Doch Elektroautos sind nicht bei allen Versicherungen günstiger. Bei einigen zahlen Kunden bis zu 20 Prozent drauf …

Für E-Autos ist eine Kfz-Versicherung genauso Pflicht wie für herkömmliche Fahrzeuge. Sie springt bei einem Unfall ein und bezahlt Sach-, Personen- und Vermögensschäden anderer Verkehrsteilnehmer. Auch bei Elektroauto-Versicherungen gibt es Teilkasko- und Vollkasko-Policen. Der Vorteil einer Vollkasko-Versicherung ist, dass hier auch Schäden am eigenen Auto abgedeckt sind.

Das ist bei Elektroautos sinnvoll, weil durch Akku und Aufladen ein besonderes Risiko besteht: Laut Experten können die Akkus auch zwei Wochen nach einer Beschädigung noch Feuer fangen, schreibt Öko-Test. Ist das E-Auto mit dem Stromkreis eines Gebäudes verbunden, besteht zudem die Gefahr eines Blitzeinschlags. Denn es gibt dann keinen faradayschen Käfig mehr, der das Auto schützt. Die Gefahren seien aber „gut beherrschbar“, so Frank Görgen von der Hochschule RheinMain.

Elektroauto-Versicherungen: Öko-Test berechnet Sparpotential

Viele Versicherungen werben mit speziellen Rabatten für die Kfz-Haftpflichtversicherung von E-Autos. 30 Prozent Rabatt verspricht zum Beispiel der VCD Verkehrsclub Deutschland bei seiner Partner-Versicherung DA Direkt. Doch wie einfach bekommen Kunden so einen Rabat?

Öko-Test hat nachgerechnet und zeigt, welche Policen sich für Elektroautos lohnen, und bei welchen Anbietern die Kunden draufzahlen. Dazu haben sie drei Modellautos herangezogen, den VW e-Golf, den Smart Fortwo Coupe Elektro sowie Kia Soul EV Plug. Als Vergleich diente jeweils ein vergleichbares Modell mit Verbrenner-Motor, beim e-Golf war es beispielsweise der VW Golf 2.0 TDI.

Öko-Test E-Auto Versicherungen als ePaper kaufen**

Wenig Rabatt für Elektroauto-Versicherung

Die große Rabattschlacht blieb dabei aus: Zwar versprachen einzelne Versicherungen 20 (Allianz) oder sogar 30 Prozent (DA Direkt). Doch für keines des drei Modellautos bekam Öko-Test einen so hohen Rabatt.

VW e-Golf – im Vergleich zum Golf 2.0 TDI:

  • Größter Rabatt: Der Tarif Pro Premium von Verti erwies sich als 15,9 Prozent günstiger als der Vergleichstarif.
  • Hier zahlen Kunden drauf: Der Tarif Kfz Plus von WWK veranschlagte 6,1 Prozent mehr, als ein Verbrenner gekostet hätte.

Auch wenn der Versicherungstarif von Verti das größte Sparpotential bietet, ist er mit rund 650 Euro nicht der günstigste Tarif. Bei mehreren Anbietern liegt die Jahresprämie bei unter 500 Euro, zum Beispiel bei der Huk Coburg. Deshalb rät Öko-Test zu einem Tarif-Vergleich. Allerdings nicht bei provisionsorientierten Anbietern wie Check24 oder Verivox, sondern bei nafiauto.de.

Günstige Versicherungen für E-Autos von Smart und Kia

Beim Smart Fortwo Coupe Elektro zahlen Kunden fast immer mehr als beim Modell mit Verbrennermotor. Nur die R+V Versicherung bot Öko-Test einen Tarif mit rund sechs Prozent Rabatt an (ca. 460 Euro Jahresprämie). Allerdings ist auch dies nicht die günstigste KFZ-Versicherung. Einige Anbieter haben Policen für 300 Euro oder noch weniger im Programm. Im Vergleich mit dem Smart als Benziner sind diese aber zum Teil über zehn Prozent teurer.

Den Kia Soul EV Plug können E-Auto-Besitzer bei der R+V Versicherung mit 15 Prozent Rabatt versichern (ca. 850 Euro Jahresprämie). Die Kosten für die Versicherung liegen damit im Mittelfeld, denn die Policen für Plug-in-Hybriden liegen zwischen 547 Euro und 1.121 Euro. Ein Vergleich lohnt sich also auch hier.

Öko-Test E-Auto Versicherungen als ePaper kaufen**

Elektroauto versichern: Worauf muss ich achten?

Tipp: Bei einer speziellen Elektroauto-Versicherung ist der Akku gesondert aufgeführt. Versichert sollte in jedem Fall eine Tiefenentladung (durch Bedienfehler) sein wie auch Schäden, die durch das Aufladen und den Akku (Brand) entstehen. Wer den Akku nur mietet, muss sich darüber keine Gedanken machen. In diesem Fall ist der Akku über den Vermieter auch versichert.

Wenn das Auto abgeschleppt werden muss oder brennt, fallen höhere Kosten als bei einem normalen Auto an. Diese Kosten sollte die Versicherung übernehmen. Ebenso sollten Neuwagen gegen Diebstahl und Totalschaden mindestens für die ersten 24 Monate versichert sein.

Alle Details findest du in der Ausgabe 02/2019 von Öko-Test sowie online auf www.ökotest.de.

Weitere Beiträge zu dem Thema bei Utopia:

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.