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(211) Kommentare

  1. Schrecklich, auf Utopia die gleichen Diskussionen wie überall. Reichweite, blabla, Stromerzeugung, blabla, Kosten blabla, Ladedauer blabla. Das sind aktuelle Schwierigkeiten, für die sich aber mit Sicherheit Lösungen finden werden. Ich würde aber erwarten dass man hier über den ökologischen Nutzen und eine „faire“ Produktion diskutiert. Und hier kommen wir zum eigentlichen Problem:

    Ein Elektroauto kann aktuell absolut nicht „fair“ hergestellt werden kann. Wer sich mit „fairen“ Smartphones beschäftigt weiß, dass weder Fairphone noch Shift 100% „fair“ produziert wrden können, weil es bei manchen Rohstoffen/elektrischen Bauteilen einfach nicht möglich ist diese aus „fairer“ Produktion zu erhalten. Was ist so ein Elektroauto? Im Prinzip ist es ein rießen Smartphone, dass sogar fahren kann. Man kann sich so vielleicht grob vorstellen wie viele Smartphones „Elektroschrott“ in einem Auto stecken. Es stellen sich also die Fragen, wie viel Blut klebt an einem solchen Fahrzeug? Wie viele Kinder mussten dafür in Minen arbeiten?
    Solange sich in diesem Bereich nichts um 180° gedreht hat, kann man doch auf einer Website wie dieser, niemandem ein Elektroauto empfehlen. Nur weil es scheinbar, da es keine fossilen Brennstoffe benötigt und keine lokalen Ausstöße produziert, ökologischer ist.

  2. Ich habe mich eben als Nutzer registriert um genau auf dieses Problem hinzuweisen, da hier scheinbar nur Werbung für Elektroautos gemacht wird. Ich möchte also das oben geschriebene voll und ganz unterschreiben.
    Wer Genaueres wissen will, dem empfehle ich den Film „Der wahre Preis der Elektroautos“ in der ZDF Mediathek (https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-der-wahre-preis-der-elektroautos-100.html). Es ist einfach ein Trugschluss davon auszugehen, dass man mit einem Elektroauto ökologisch und moralisch ausgesorgt hat. Vielmehr sollte man versuchen, so wenig wie möglich motorisierte Mobilität zu nutzen. Das ist natürlich bei dem einen mehr (Städter) beim anderen weniger (Landbewohner) möglich. Aber jeder kann versuchen, das Auto so wenig wie möglich zu nutzen und mal wieder die eigene Muskelkraft in Gang zu kriegen. 🙂

    Und angeblich zertifizierte FairTrade Anbieter der Rohstoffe für den Akkubau erledigen das Problem der Wasserknappheit in den Gebieten für den Lithiumgewinn auch nicht!

  3. Das ZDF liefert mit seinen hier unreflektierten Beiträgen leider nur Munition für die Verbrennungsmotor-Lobby.

    Es steht auf Utopia nirgendwo, dass man mit Elektroautos „moralisch und ökologisch ausgesorgt“ habe. Und ja, „so wenig wie möglich Mobilität zu nutzen“ ist vernünftig und in Beiträgen wie https://utopia.de/mobilitaetsfehler-klimasuender-110296/ oder https://utopia.de/ratgeber/5-gute-gruende-fahrrad-statt-auto-zu-fahren/ (um nur zwei zu nennen) auch Thema bei uns, aber halt von den einen leichter gefordert als von den anderen umgesetzt.

  4. Lieber Herr Winterer,

    ich denke nicht, dass Kritik an den Missständen der Akkuherstellung nicht geäußert werden sollte, nur weil dies auch für eine „Verbrennungsmotor-Lobby“ genehm ist. Ich finde, das ZDF informiert auch genügend über die Nachteile dieser Fortbewegungsweise. Man muss die Nachteile beider Arten benennen und das hat das ZDF getan.

    Natürlich steht nirgends auf Utopia, dass Elektromobilität vollkommen korrekt ist. Aber es entsteht eben dieser Eindruck, wenn im Vergleich zu all den Reichweiten- und Preisinformationsbeiträgen in viel weniger (und weniger prominenten) Beiträgen auf die Nachteile hingewiesen wird. Vielleicht wäre es eine gute Möglichkeit, diese Kritikpunte in die „Produktinformationsbeiträge“ einzubauen, sodass ein differenzierteres Bild entsteht.

  5. Klar sollte man die Elektromobilität nicht unreflektiert in höchste Sphären loben, aber mal im Ernst:
    Lieber für E-Autos werben, deren Akkus noch(!) einige kritische Rohstoffe benötigen – es wird z.B. an kobaltfreien Akkus geforscht – aber ansonsten klimafreundlich „betankt“ und gefahren werden können, als:

    Vergessen, dass auch Katalysatoren von Verbrennern entsprechende Mengen Platin (ebenso kritisch) benötigen und gleichzeitig kein Potential zum ökologischen Betrieb ermöglichen, die Innenstädte verpesten, das Klima nachhaltig negativ beeinflussen und deren Treibstoff weit besser verwendet werden könnte.

    Vermutlich würden die aller Meisten auf Utopia einen Stromer einem Verbrenner vorziehen, aber in diesem Artikel geht es ja nicht um die Vorzüge oder Nachteile … Es werden einfach Stromer vorgestellt, die in Zukungt zu erwarten sind – der Artikel möchte nicht die Herstellung bestimmter Autoteile bewerten, sondern Autos vorstellen….

  6. Hinter diesen Ausführungen kann man !!! machen und hinzufügen das die Fahrzeughersteller sehr gerne ihre SUVs verkaufen um darin zukünftig die riesigen Batterien untergebracht werden können.
    Als kleine Anmerkung möchte ich noch die Frage stellen; wieviele AKWs und KKWs neu gebaut werden müssen um unsere Mobilität zu garantieren.

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