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(216) Kommentare

  1. Schrecklich, auf Utopia die gleichen Diskussionen wie überall. Reichweite, blabla, Stromerzeugung, blabla, Kosten blabla, Ladedauer blabla. Das sind aktuelle Schwierigkeiten, für die sich aber mit Sicherheit Lösungen finden werden. Ich würde aber erwarten dass man hier über den ökologischen Nutzen und eine „faire“ Produktion diskutiert. Und hier kommen wir zum eigentlichen Problem:

    Ein Elektroauto kann aktuell absolut nicht „fair“ hergestellt werden kann. Wer sich mit „fairen“ Smartphones beschäftigt weiß, dass weder Fairphone noch Shift 100% „fair“ produziert wrden können, weil es bei manchen Rohstoffen/elektrischen Bauteilen einfach nicht möglich ist diese aus „fairer“ Produktion zu erhalten. Was ist so ein Elektroauto? Im Prinzip ist es ein rießen Smartphone, dass sogar fahren kann. Man kann sich so vielleicht grob vorstellen wie viele Smartphones „Elektroschrott“ in einem Auto stecken. Es stellen sich also die Fragen, wie viel Blut klebt an einem solchen Fahrzeug? Wie viele Kinder mussten dafür in Minen arbeiten?
    Solange sich in diesem Bereich nichts um 180° gedreht hat, kann man doch auf einer Website wie dieser, niemandem ein Elektroauto empfehlen. Nur weil es scheinbar, da es keine fossilen Brennstoffe benötigt und keine lokalen Ausstöße produziert, ökologischer ist.

  2. Ich habe mich eben als Nutzer registriert um genau auf dieses Problem hinzuweisen, da hier scheinbar nur Werbung für Elektroautos gemacht wird. Ich möchte also das oben geschriebene voll und ganz unterschreiben.
    Wer Genaueres wissen will, dem empfehle ich den Film „Der wahre Preis der Elektroautos“ in der ZDF Mediathek (https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-der-wahre-preis-der-elektroautos-100.html). Es ist einfach ein Trugschluss davon auszugehen, dass man mit einem Elektroauto ökologisch und moralisch ausgesorgt hat. Vielmehr sollte man versuchen, so wenig wie möglich motorisierte Mobilität zu nutzen. Das ist natürlich bei dem einen mehr (Städter) beim anderen weniger (Landbewohner) möglich. Aber jeder kann versuchen, das Auto so wenig wie möglich zu nutzen und mal wieder die eigene Muskelkraft in Gang zu kriegen. 🙂

    Und angeblich zertifizierte FairTrade Anbieter der Rohstoffe für den Akkubau erledigen das Problem der Wasserknappheit in den Gebieten für den Lithiumgewinn auch nicht!

  3. Das ZDF liefert mit seinen hier unreflektierten Beiträgen leider nur Munition für die Verbrennungsmotor-Lobby.

    Es steht auf Utopia nirgendwo, dass man mit Elektroautos „moralisch und ökologisch ausgesorgt“ habe. Und ja, „so wenig wie möglich Mobilität zu nutzen“ ist vernünftig und in Beiträgen wie https://utopia.de/mobilitaetsfehler-klimasuender-110296/ oder https://utopia.de/ratgeber/5-gute-gruende-fahrrad-statt-auto-zu-fahren/ (um nur zwei zu nennen) auch Thema bei uns, aber halt von den einen leichter gefordert als von den anderen umgesetzt.

  4. Lieber Herr Winterer,

    ich denke nicht, dass Kritik an den Missständen der Akkuherstellung nicht geäußert werden sollte, nur weil dies auch für eine „Verbrennungsmotor-Lobby“ genehm ist. Ich finde, das ZDF informiert auch genügend über die Nachteile dieser Fortbewegungsweise. Man muss die Nachteile beider Arten benennen und das hat das ZDF getan.

    Natürlich steht nirgends auf Utopia, dass Elektromobilität vollkommen korrekt ist. Aber es entsteht eben dieser Eindruck, wenn im Vergleich zu all den Reichweiten- und Preisinformationsbeiträgen in viel weniger (und weniger prominenten) Beiträgen auf die Nachteile hingewiesen wird. Vielleicht wäre es eine gute Möglichkeit, diese Kritikpunte in die „Produktinformationsbeiträge“ einzubauen, sodass ein differenzierteres Bild entsteht.

  5. Klar sollte man die Elektromobilität nicht unreflektiert in höchste Sphären loben, aber mal im Ernst:
    Lieber für E-Autos werben, deren Akkus noch(!) einige kritische Rohstoffe benötigen – es wird z.B. an kobaltfreien Akkus geforscht – aber ansonsten klimafreundlich „betankt“ und gefahren werden können, als:

    Vergessen, dass auch Katalysatoren von Verbrennern entsprechende Mengen Platin (ebenso kritisch) benötigen und gleichzeitig kein Potential zum ökologischen Betrieb ermöglichen, die Innenstädte verpesten, das Klima nachhaltig negativ beeinflussen und deren Treibstoff weit besser verwendet werden könnte.

    Vermutlich würden die aller Meisten auf Utopia einen Stromer einem Verbrenner vorziehen, aber in diesem Artikel geht es ja nicht um die Vorzüge oder Nachteile … Es werden einfach Stromer vorgestellt, die in Zukungt zu erwarten sind – der Artikel möchte nicht die Herstellung bestimmter Autoteile bewerten, sondern Autos vorstellen….

  6. Hinter diesen Ausführungen kann man !!! machen und hinzufügen das die Fahrzeughersteller sehr gerne ihre SUVs verkaufen um darin zukünftig die riesigen Batterien untergebracht werden können.
    Als kleine Anmerkung möchte ich noch die Frage stellen; wieviele AKWs und KKWs neu gebaut werden müssen um unsere Mobilität zu garantieren.

  7. Die unfaire herstellung betrifft hauptsaechlich die „seltenen erden“, diese werden genauso in den steuerungstechnicken Fossilfahrender Autos verwendet! Der fortschritt liegt auch nicht in dem benutzen von Elekrischer energie solange diese auch immernoch mit kohlekraftwerken gewonnen werden die jetzt als ersatz für die abzuschlatenden Atomkraftwerke herhalten müssen!
    Unter dem Nachhaltigkeits aspekt ist es dennoch ein fortschritt da bei dem bewussten nutzer die entscheidung kommen kann nur bei Regenerativ Stromherstellenden Tankstellen einzukaufen, es ist nur ein teilfortschritt! die herstelllung von den seltenen erden aus recycletem elektroschrott steck gerade in den kinderschuhen und kann bisher nur anteile der herstellung neuer elektronik ersetzen! Es gibt ansätze für nachhaltigkeit in allen bereichen, das nicht immer alle für alles verwendet werden _können_ liegt mitunter auch daran das diese eben in ihrer noch geringen verfügbarkeit einen Flaschenhals darstellen der den bedarf neuer autos nicht decken kann!
    Auch ist nich jede herstellung von regenerativen energien automatisch grün! Die verträglichkeit von manchen Windkraftwerken auf die vogelpopulation ist umstritten, allerdings auch dort wird entwickelt diese verträglicher zu platzieren bzw ungefährlicher zu machen! Eine aufmerksamkeit für das Thema ist bereits vorhanden, aber aus dem hut gezaubert werden kann eine allumfassende Technische revolution nicht eben mal! Fortschritt auf ethischer ebene ist auch etwas das kleinschrittiger laeuft als man sich wünschen könnte, das heisst aber nicht das er nicht geschieht sondern nur das er manchmal unter der warhnehmbarkeitsgrenze laeuft! Ob unsere eigene Generation davon noch profitieren kann und die nächste die Früchte in grösserem ausmass, es wird so sein! Fraglich ist nur ob der umfang nach einem vorher zu definierendem kriterium entsprechen kann!

  8. Warum werden ausgerechnet in diesem Forum E-Autos „beworben“ ?

    Und sonst: Es geht ja nur um u n s e r e Ökobilanz und um u n s e r Klima das es zu verteidigen gilt. Was geht uns u n s e r Müll in fremden, weit entfernten Ländern an? In u n s e r e r Ökobilanz schlagen diese d u r c h u n s v e r u r s a c h t e n Schäden doch gar nicht zu Buche! Wirklich clever, zumindest auf den ersten Blick. Ist die Idee, uns nun unschuldig freudestrahlend mit umweltfreundlichen E-Autos überschütten zu wollen nicht geradezu genial? Wer fragt schon danach, woher und unter welchen Umständen die Mengen von Lithium abgebaut werden, die man für die großen Auto Batterien benötigt? Ach so, die durch den Lithium Abbau angerichteten umfassenden Schäden an Umwelt, Mensch und Tier finden wiederum an weit entfernten Orten statt. Praktisch unsichtbar. Welch glücklicher Zufall. Man könnte allerdings – im Rahmen einer gewissen Fairness – daran denken die Verursacher all dieser Schäden nicht nur zur Kasse zu bitten; man könnte diese Personen direkt an die Orte ihrer Zerstörung versenden und denselben Dreck schaufeln lassen, mit denen sie gleichgültig und ohne Unterlass Wehrlose unserer Welt überschütten…..
    Danke an Schnuddelbuddel für die Filmempfehlung!

  9. Guten Morgen!
    Als ich mich vor gut einem Jahr zum Kauf eines neuen Autos entschloss habe ich mich ausgiebig mit dem Thema CO2 Ausstoß beschäftigt und musste erschreckt feststellen, dass ein Elektroauto aufgrund der Ressourcen fressenden Herstellung des Akkus so viel CO2 ausstößt, wie ein Benzinauto nach ca. 120.000 km!
    Aber welche Alternative gibt es?
    Ich habe mich dann für ein Auto mit CNG (nicht LPG – bzw. „Autogas“!) entschieden, denn zum einen ist der Ausstoß von CO2 gut 25% geringer als bei Benzinern und Diesel und wenn man dann noch eine Tankstelle findet, die BIOMETHAN (Methan ist der Stoff, der auch im CNG vorhanden ist) verkauft, dann fährt man praktisch klimaneutral.
    Es ist mir ein Rätsel, warum dieser Antrieb nicht mehr propagiert wird, denn besagtes BIOMETHAN kann man aus jeglicher Art von Pflanzenresten und Gülle herstellen, ohne dass dafür, wie z.B. bei E10, extra Rapsfelder angelegt werden müssen.
    Wenn Ihr also ein neues Auto kaufen wollt, dann schaut doch mal nach einem Auto mit CNG Antrieb. Ich jedenfalls bin mit einem SEAT LEON TGI sehr zufrieden!

  10. Wie können Elektroautos denn ökologisch sein wenn dahinter die selben hohlen und dummen Konzepte stehen, wie sie schon die Spritflotten hatten. Fett und schwer, anstatt Sitze eine Wohnzimmersitzgruppe in jedem Auto und ein „Stadtflitzer“ der dort (also in der Stadt)wohl seine 150 km/h ausfährt. Da muss man sich nicht wundern. nein eine Autoindustrie zelebriert immer noch den Statusbenz, den „sportlichen“ Gemächtverlängerer und andere längst prähistorische Rollen, die dem Vehikel übergestülpt werden. Elektrisch fahren geht durchaus ökologischer als so. Z.B. in dem man einen kleinen Stadtflitzer mit einem 1000 Watt Elektromotor für Kurzstrecken nutzt, der für seine 80 – 100 km Reichweite gerade mal 2,7 KWh verwendet und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h innerorts in der tat am erlaubten Limit ist.
    Seine Batterien sind aus Blei, also ähnlich dem was Benziner als Starterbatterien haben. Das Ding hat eine Ladefläche von 90 x 150 x 50 und ist so in der Lage sowohl kleinere Umzüge als auch größere Einkäufe zu bewältigen, es besitzt eine Sitzbank für zwei Personen in einer wetterfesten Kabine, besteht zu über 90 % aus Blech und zu ganz wenig aus Plastik, hat drei Räder und kostete mich als Privatimport 3200 €-. Dazu kommen jetzt noch TÜV Gutachten und Einzelzulassung. Dass deutsche Autobauer immer nur Angeberautos oder Wollmilchsäue bauen müssen, ist eine Krankheit, die jedes Fahrzeug aus deutscher Produktion für sinnvolles Verhalten im Verkehr untauglich macht. Nun sind das nicht nur deutsche Fahrzeuge, die hier aufgelistet werden. Was ich aber gerade bei Utopia vermisse, sind die kleinen, etwa das Twike, die norwegischen E-Autos, niederländische und andere europäische Elektrokleinwagen. Wie sehr ist die Mär vom „richtigen “ Auto in den Köpfen der Deutschen verankert, dass sie nicht merken wie blöde es ist, für eine Karre jahrelang einen Haufen Geld hin zu legen, die sie eigentlich nicht gebrauchen können und für die sie jede Menge Lebensqualität opfern? Ein Auto hat Transportaufgaben und wenn ich mich leicht fühlen will kann ich mich auch in die Badewanne legen oder mehr Sport treiben. Wenn ein Maserati hinter einem Trabbi her kriecht, wer von den Fahrern hat da Grund, sich überlegen zu fühlen? Auto fahren ist nicht der Hype, den die Fahrzeugwerbung verspricht. Ich will ja eigentlich nicht so weit gehen, Johann Gottlieb Seume zu zitieren, mache es aber doch. „Es ginge vieles besser, wenn jeder mehr ginge.“ Ein Spruch vom Ende des 18. Jahrhunderts.

  11. Es gibt praktisch keine grüne Konsumgesellschaft. Heutige Akkus sind in der Herstellung eine Katastrophe und zudem tickende Zeitbomben, wenn sich keine Möglichkeiten für ein Recycling entwickeln lassen.