„Verhaltensgestört“: So bösartig wird Greta Thunberg angefeindet

greta thunberg
Foto: Greta Thunberg (Instagram)

Greta Thunberg ist für viele Schüler und Erwachsene zum Vorbild geworden – aber nicht jeder findet ihre Klimaproteste gut: Gretas Kritiker posten in den sozialen Netzwerken zurzeit boshafte und beleidigende Kommentare über sie.

Es begann mit einem Schulstreik für das Klima – inzwischen ist Greta weltberühmt. Sie hält Reden vor tausenden Menschen und wird regelmäßig zu wichtigen Veranstaltungen eingeladen. Am Freitag sprach sie auf dem Weltwirtschaftsforum, erneut mit schonungslosen Worten: „Ich will nicht eure Hoffnung, ich will, dass ihr in Panik geratet“, sagte sie in Bezug auf den Klimawandel.

Ihre Rede kam nicht bei allen gut an. So kommentierte beispielsweise ein User auf Twitter: „Ein 16 jähriges Mädchen, altklug und verhaltensgestört, von Untergangsphantasien verfolgt und von der Idee besessen, die Welt retten zu müssen, wird innerhalb weniger Wochen zur Ikone einer neuen Jugendbewegung.“ Dass Greta „verhaltensgestört“ sei, bezieht er wahrscheinlich darauf, dass sie das Asperger-Syndrom hat. Der Tweet wurde mehr als 4.500 mal geliked (Stand 29.1.)

Kritik an Greta kommt oft von einer bestimmten Seite

Kommentare wie diese findet man in den sozialen Netzwerken viele – oftmals von Usern mit einer bestimmten politischen Gesinnung. So schreibt beispielsweise der Vorsitzende der AfD Sachsen auf Twitter: „Das arme Kind braucht einen Psychotherapeuten, keine Auftritte, die ihre Psychose noch bestätigen.“

Die AfD Heidelberg twittert: „Die #Klimareligion hat nun neben Priestern und Jüngern auch eine minderjährige Heilige, zu der die ganze Kirchengemeinde ehrfurchtsvoll aufschaut.“

Greta Thunberg lässt sich nicht abhalten

Die Kritiker sind oft Menschen oder Organisationen, die ohnehin verleugnen, dass der Klimawandel menschengemacht ist. Dass ein 16-jähriges Mädchen mit der gegenteiligen Botschaft innerhalb kurzer Zeit weltweite Aufmerksamkeit erhält, scheint sie zu stören. Vermutlich deswegen greifen sie Greta als Person an, nennen sie „altklug“ oder „psychisch gestört“. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit ihren Argumenten findet nicht statt.

Greta hält das nicht davon ab, sich weiter für den Klimaschutz einzusetzen. Sie beweist dabei mehr Mut, als all die Menschen, die im Internet boshafte Kommentare verbreiten.

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(47) Kommentare

  1. Dies Kind sagt dass was ich den Politikern auch immer sage. Und sie sagt:“ Helft uns der jungen Generation, damit wir eine Zukunft haben“. Jeder der Greta oder einen anderen Menschen mit den selben Ansichten wie Greta angreift, den geht die Zukunft und die Existenz aller nachfolgenden Generationen mächtig am Hinterkopf vorbei, er handelt vorsätzlich und fahrlässig.

  2. Es spricht doch für die Armselikeit dieser Menschen die sich darüber profilieren ein 16 jähriges Mädchen aufgrund einer angeborenen Schwäche zu diskreditieren.
    Von Greta konkrete Lösungsvorschläge zu verlangen ist lächerlich, die Lösungsvorschläge liegen seit 30 Jahren unbeachtet vor. Jeder weiß welche Maßnahmen nötig sind um den Klimawandel auszubremsen. Leider werden diese Maßnahmen seitens der Politik nur zögerlich bis gar nicht umgesetzt.
    Greta hat recht, wenn sie die Verantwortlichen dazu auffordert in Panik zu geraten und endlich wehement zu handeln um den Klimawandel zu stoppen, denn Gretas Generation wird unter den Fehlern und Versäumissen unser Generation am meisten zu leiden haben.

  3. Zunächst erst mal ein dickes Lob für diesen sachlichen Kommentar – auch wenn ich nicht alles darin gesagte teile. Davon könnte so mancher Utopia-Nutzer eine große Scheibe abschneiden!
    Was ich einzuwänden hätte:
    Vor 30 Jahren waren viele technische Möglichkeiten für eine Eindämmung des Klimawandels noch nicht gegeben, teilweise sind sie es selbst heute noch nicht. Das ist ein Fakt, der sich (leider) nicht wegreden läßt.
    Darüber hinaus gebe ich noch einen Umstand zu bedenken:
    Auch die 68-er wollten seinerzeit die Welt umkrempeln. Und das sind genau jene Leute, die heute in den Vorstands-Etagen der Wirtschaft und in der der Politik sitzen.
    Ein Schalk, wer Böses dabei denkt …

  4. Du …. schau mal auf den Wecker. „Die 68-er“ sind seit gut 5 – 10 Jahren verrentet. Spiegel oder Focus hatten mal eine Titelstory, um darauf hinzuweisen und zu fragen, was sie erreicht hätten -)

    Ausnahme ist sicher Dirk Rossmann, der mit über 70 noch relativ aktiv arbeitet, aber als ehem. Wiener Kunststudent auch nicht derart mit den 68-ern in Berührung stand.

  5. „Die Kritiker sind oft Menschen oder Organisationen, die ohnehin verleugnen, dass der Klimawandel menschengemacht ist.“
    Dazu folgendes: Leugnen bedeutet, eine Sache wider besseres Wissen abzustreiten. Bei den Kritikern des menschengemachten Klimawandels handelt es sich aber um Menschen, die ihre Überzeugung vertreten. Zu diesen Kritikern gehören im übrigen viele Meteorologen und sonstige Naturwissenschaftler.

  6. Was in der Diskusion immer wieder vergesen wird:
    Der Klimawandel besteht aus zwei Komponenten. Einmal der natürliche Klimawandel, den es schon immer gegeben hat und der von Faktoren abhängt, die wir nicht beeinflussen können. Und einmal dem menschengemachten Klimawandel.
    Und es ist leider noch nicht abschließend untersucht, in welcher Wechselwirkung diese beiden Komponenten stehen. Vielleicht addieren sich da verschiedenei faktoren, vielleicht arbeiten da aber auch verschiedene Faktoren gegeneinander oder heben sich untereinander auf.
    Das gilt es erst einmal abschließend zu klären, bevor mal in Panik verfällt und dabei vielleicht sogar noch mehr Schaden anrichtet als ohnhin schon vorhanden ist.

  7. Hör doch einfach auf, mit deinen billigen, leicht durchschaubaren Versuchen, deine Leser für dumm zu verkaufen. So wenig wie es zweierlei Klima gibt, gibt es zwei verschiedene Klimawandel. Es gibt e i n e n. Und selbstverständlich werden bei dessen Untersuchung natürliche Faktoren mit einbezogen.

  8. @mamichgi: Welche Rolle spielt das? Überzeugung speist sich nicht zwingend aus Wissen. Wenn nun zu diesen „Kritikern“ sogar nur „viele“ „Meteorologen und sonstige Naturwissenschaftler“ gehören, der Rest also aus Laien besteht, und die übrigen damit befassten Wissenschaftler mit ihrer gegenteiligen Überzeugung eine überwältigende Mehrheit von an die 90 % stellen, sollte die Bewertung doch nicht schwer fallen. Oder?

  9. @WernerMax: Die damit befassten Wissenschaftler wären arbeitslos, wenn sie den menschengemachten Klimawandel „leugnen“ würden. Ist doch wohl klar: Wenn sie die Politiker überzeugen könnten, dass beim Klimawandel der Mensch keine Rolle spielt, dann wäre es Verschwendung von Steuergeldern, wenn man die Wissenschaftler dafür bezahlen würde, damit sie nachforschen, wie der Klimawandel eingedämmt werden könnte. Und auch Wissenschaftler sind nur Menschen, wollen ihre Familie ernähren, das Häuschen abbezahlen, sich auch sonst was gönnen.
    Im übrigen: Behaupten wirklich alle mit der Erforschung des Klimawandels, dieser wäre menschengemacht? Wenn sie den Auftrag haben, darzustellen, wie sich eine Klimaerwärmung auswirken würde, dann gehen sie dieser Aufgabe nach, wobei es keine Rolle spielt, aus welchen Gründen diese Klimaerwärmung erfolgen würde.

  10. @mamichgi – Klimaforschern vorzuwerfen, sie würden den Klimawandel herbeireden, damit sie mit Klimawandel-Berichten Geld verdienen können, ist ein bisschen so wie Ärzten vorzuwerfen, sie würden uns lieber krank sehen als gesund, weil sie nur dann ein Auskommen haben. Das klingt ebenso einleuchtend wie es bösartig unterstellend ist. Es geht von einem Menschenbild aus, das gezielt ausgesuchte Menschengruppen (Ärzte, Klimaforscher) herabwürdigt und ihnen Lügen und Eigennutz vorwirft.

    Im Alltag kann jedenfalls ich derlei einfach nicht erkennen. Mein Zahnarzt klopft und rüttelt seit 15 Jahren an der selben Bleifüllung herum – und tut doch er nicht so, als müsse die nun raus. Und meine Hausärztin hat die Praxis vollgequetscht mit echten Kranken, die braucht keine zusätzlichen Kranken, die durch Fehlbehandlung entstehen.

    Und auch Klimaforscher erforschen nicht etwa deswegen das Klima, weil geheimnisvolle Kräfte im Hintergrund am Werk sind, die den Klimawandel herbeireden wollen, und weil Klimawandel-Warnungen zu verbreiten so super lustig und beruflich erfüllend ist oder weil Großkonzerne mit viel Geld hinter ihnen stehen und sagen würden „Ja, weiter so, mehr Klimabedrohung bitte!“.

    Klimaforscher forschen, weil unser Wetter und unser Klima ganz entscheidend bestimmen, wie wir uns fühlen, wie unsere Ernten ausfallen, wie unsere Logistik arbeiten kann und welche Vorsorgemaßnahmen wir gegen Extremwetter (aus welchen Ursachen auch immer) wir ergreifen müssen, um uns und unsere Mitmenschen zu schützen. Mit der Erforschung dessen haben Klimaforscher auch ohne Klimawandel genug zu tun, und ich bin sicher, sie alle würden liebend gerne auf den Klimawandel verzichten.

    Wär aber halt dumm, wenn sie die Ergebnisse ihrer Forschungen in den Müll werfen würden, nur weil die Nichtklimaforscher diese nicht hören wollen und sie halt nicht so angenehm anzuhören sind wie „weiter so, wird schon nichts passieren“.

  11. @mamichgi – Bei deinem Gedankenspiel könnte man aber umgekehrt genauso die These aufstellen, dass die Wissenschaftler unter den sogenannten Klimaskeptikern von Wirtschaftskonzernen und Politikern dafür bezahlt werden, dass sie die möglichen anthropogenen Ursachen des Klimawandels herunterspielen. Das klingt für mich fast noch wahrscheinlicher als andersherum, es ist ja auch eine allgemein beliebte Methode, etwas zu leugnen, was sich als unbequem herausstellt und einem gegen den Strich geht.

    Ich bin zwar keine Expertin und dennoch bin ich davon überzeugt: Zu ignorieren, dass wir Menschen den Klimawandel in irgendeiner Form beeinflussen können, ist damit vergleichbar, als würden wir dem bereits in den Brunnen gefallenen Kind beim Ertrinken zusehen, während wir tatenlos daneben stehen, weil wir es einfach nicht wahrhaben wollen. Ich möchte es nicht mit Panikmache gleichsetzen, obschon die dringende Notwendigkeit zum Handeln gegeben ist, weil das Kind im Brunnen in mehrfacher Hinsicht gleichsam stellvertretend für unsere Zukunft steht und für den Fortbestand unseres Planeten.

  12. „Die Kritiker sind oft Menschen oder Organisationen, die ohnehin verleugnen, dass der Klimawandel menschengemacht ist.“

    … das es überhaupt einen gibt ….
    und mit diesen Grundsätzlich-alles-Leugnern ist auch kein Start zu machen. Darum sind ja in der Randgruppe und hauen auf alles zu, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist … es fehlt halt ein differenziertes Denkvermögen und Analysefähigkeit. Ökologie und Atmosphärenchemie sind mehrdimensional agierende Systeme, kein Fischer-Technik-Baukasten

  13. Greta Thunberg wird hochstilisiert zu einer Ikone.
    Nichts anderes als bei „wir suchen Superstars“ oder wie sie alle heissen, nur unter dem biogrünen Mantel des Klimaschutzes gepaart und zusätzlich benutzt zur Hetze auf Andersdenkende, die man eben mal mit dem Begriff „Menschen einer anderen politischen Gesinnung “ betitelt.

    Und wenn ich mich umschaue in diesem Forum gibt es mindestens zwei Menschen, die immer wieder, egal welches posting es betrifft, sofort ihre trolligen Qualitäten mit hineinbringen.

    Und nein, Denkenderbürger isses nicht.

    Dieses Forum Utopia, auf welches ich mal grosse Hoffnungen gelegt hatte, ist verschwunden. Stattdessen ist es eine Plattform für Neusprech Polemik geworden.

    Doch nun zurück zu Greta…..
    Greta sollte ein Kind sein welches mit Lust und Hoffnung in das weitere Leben schaut und kein Kind, welches uns unsere Ängste widerspiegeln muss, damit wir wahrnehmen lernen.
    Der Klimawandel, darüber werde ich mich hier nicht auslassen, da die KlimaKontrollis sofort sich einschalten……

    Es gibt dazu einen sehr guten Vortrag zum Thema wie man Dinge präsentiert um Zustimmung zu bekommen, Greta passt leider genau in dieses Schema hinein.
    Der Vortrag ist von einer Frau, die leider zu früh verstorben ist.
    Sicherlich hätte die gute Vera Birkenbihl einige Dinge anders zu dem Thema zu sagen.
    Frau Birkenbihl hatte übrigens selbst dieses Asperger Syndrom.

    https://www.youtube.com/watch?v=vwnehpJKJgU&list=PLwYEmWtBMapg4V3g4OXYSb5893qWCbPuf

    Folgevortrag passend zum Thema ist „wie man Menschen beeinflussen kann“

  14. Dass Greta für ihren Mut geschätzt oder bewundert wird, so wie andere Leute aufgrund ihres Gesangstalents, daran kann ich nichts Negatives sehen, schon gar nicht, weil sich Greta hier für die gute Sache einsetzt, ein Thema, das uns alle angeht. Umso schöner ist es, dass ihr Handeln nicht ungesehen bleibt, sondern eine Signalwirkung für unsere Gesellschaft hat. Immerhin sind inzwischen schon mehr als 20.000 Menschen ihrem Beispiel gefolgt, um sich für den Klimaschutz starkzumachen. Die Notwendigkeit hierfür dürfte wohl außer Frage stehen.

    Auch bei uns in Wiesbaden findet zurzeit eine entsprechende Aktion statt.
    Der Stadtschülerrat und das Jugendparlament haben die Jugendlichen dazu aufgerufen, sich heute der deutschlandweiten Aktionen „Fridays for Future“ anzuschließen und zu demonstrieren mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit der Politik und der Bürger auf die Konsequenzen unserer Handlungen zu lenken. Das Motto lautet: „Die Erderwärmung geht uns alle was an.“

    Und nur zur Beruhigung, damit jetzt nicht von verschiedenen Seiten wieder der Vorwurf des Schulschwänzens kommt, noch der Hinweis, dass es heute in Hessen Halbjahreszeugnisse gibt und die Demo erst ab 11 Uhr geplant ist.

    Auch wenn ich mir insbesondere für unsere Kinder und Jugendlichen unbeschwertere Zeiten wünsche, so macht es dennoch keinen Sinn, sie nur aus diesem Grund – die Umweltgefahren ignorierend – mit Scheuklappen durchs Leben zu führen. Daher kann ich es nur befürworten und unterstützen, dass ihnen ihre Zukunft nicht gleichgültig ist und sie dafür kämpfen wollen.

  15. Bliebe eine interessante Frage:
    Wie viele der 20.000 machen da aus wirkicher und ehrlicher Überzeugung mit und wieviele davon nur, weil es garade ml chick ist.
    Bei dem „Friday for Future“ ist es nicht anders:
    Wieviele Schüler machen da aus ehrlicher Überzeugung mit und wie viee sehen das nur als günstige Gelegenheit und guten Vorwand an, einfach mal nicht in die Schule zu gehen?
    Das gilt es zu bedenken – viele wollen das nur leider nicht sehen.

  16. @Denkenderbuerger – Ich glaube nicht, dass es uns wirklich zusteht, die Ambitionen der jungen Leute infrage zu stellen. Ich würde jedenfalls keinem unterstellen wollen, dass es ihm tatsächlich eher ums Blaumachen geht, als um dessen gefährdete Zukunft. Außerdem brauchen echte Schulschwänzer keinen Anlass, um blauzumachen, sie müssen dafür nicht zwangsläufig bis Freitags warten und sich an den Demos beteiligen, sondern können einfach an jedem beliebigen Tag die Schule schwänzen und die entsprechende freie Zeit mit anderen Dingen verbringen.

  17. „Greta Thunberg wird hochstilisiert zu einer Ikone.
    Nichts anderes als bei „wir suchen Superstars“ oder wie sie alle heissen, nur unter dem biogrünen Mantel des Klimaschutzes“

    Aus meiner Sicht wird Greta doch vor allem von ihren Angreifern „hochstilisiert“.
    Mir begegnen diese „Superstars“ nirgends, ich könnte weder einen Namen noch ein Gesicht oder eine Stimme je als sogenannten „Superstar“ irgendwo erkennen.
    Greta tut das was sie für richtig und sinnvoll hält. So ganz ohne großen Wirbel, nur mit einem selbstgebastelten Schild ist ihr das gelungen! Damit tritt sie so manchem auf die Füße oder hält den Spiegel hin. Sie kratzt an Bequemlichkeit und an gedankenlosem Egoismus, das hat so gar nichts mit „Superstar“ zu tun. Da wird von „die letzte Freiheit“ geschrieben, wenn es um das Auto geht und das soll gefälligst alles so bleiben, wie es bisher war. Wobei ich ohnehin nicht verstehe, was das für eine Freiheit sein soll, wenn man dafür Versicherung und Steuern bezahlen muss, mehr im Stau steht und auf Parkplatzsuche ist, als dass man wirklich fahren könnte. Und dann geht das Gefährt ja auch hier und da in die Brüche und kostet wieder Geld. Teure Freiheit.
    Wieso brauchen 3-Personenhaushalte dicke, fette Kühltruhen neben einem Kühlschrank mit Eisfach? Wieso einen Trockner? Den würde ich einer kinderreichen Familie zugestehen, aber das sind alles scheinbar Statussymbole, die zumeist überflüssig sind. Die Malle – Urlaube oder was weiß ich wohin, Kreuzfahrten, mit denen herumgeprotzt werden muss, weil man dann was genau geschafft hat?
    Dennoch schreien Gretas Gegner wie getroffene Hunde, greifen sie persönlich an, wollen nichts mit Veränderungen zu tun haben.
    Bei manchen löst Greta offenbar auch Neid aus, weil sie in relativ kurzer Zeit einen echten Selbstläufer auf die Beine gestellt hat, dem sich keiner entziehen kann, ob man nun dafür oder dagegen ist. Weil sie den Nerv der Zeit punktgenau getroffen hat!

    „wie man Dinge präsentiert um Zustimmung zu bekommen, Greta passt leider genau in dieses Schema hinein“

    Traust du hier der 15-jährigen Greta nicht ein bisschen viel zu? Dann wäre sie ja eine ganz Gewiefte, ein Manipulationsgenie.
    Hat sie ihre schulfreie Zeit also genutzt, um einen ganz pfiffigen Plan auszuarbeiten, der auf die Klimathematik aufmerksam machen soll und sie gleichzeitig zur Superwoman machen kann?
    Dann sollte sie sich diesen Plan schnell patentieren lassen, denn sie könnte eine Menge Geld mit dieser gewieften, ausgefeilten Technik verdienen.

  18. > Greta Thunberg wird hochstilisiert zu einer Ikone.

    interessant, bloß, wer sollte denn für Greta Thunberg ansonsten sprechen ?

    0. Ich bin mir auch nicht sicher, ob wir überhaupt mitbekommen, daß sich andere Jugendliche ebenfalls äußern …. (?)

    1. Greta ist mit 16 Jahren kein Kind mehr, sondern junge Erwachsene / Heranwachsende.

    Sie ist prädestiniert dafür, weil sie am Anfang eines mit der Volljährigkeit beginnenden Erwachsenenlebens steht – stellvertretend für jede neue Generation.

    2. Folgen einer Klimaveränderung / eines Klimawandels sind sog. Naturgewalten. ZB Hitze / Dürre; Kälte; Stürme ggfs. Überflutungen / Muren und Lawinen etc. pp.

    3. Anders als bei vielen anderen Themen für Erwachsene / Heranwachsende – wie Berufswahl, Familiengründung, Wohnung, Bildungsweg / Qualifikation …- besteht beim Klima einfach keine Option. Bei Krieg und Frieden bestehen auch kaum Optionen. Also existentiell.

    4. für unser Klima und unser Zusammenleben ist vollkommen irrelevant, ob Greta und andere Asperger haben – es ändert nichts an den Beobachtungen von Naturkatastrophen, bei denen Menschen sterben und Gegenden für die nächsten Jahre verwüstet werden.

  19. Und weil es unterschiedliche Meinungen und Aussagen zum Thema Klimawandel gibt und sich die in der Vergangenheit getroffenen drastischen Prognosen zur Klimaentwicklung glücklicherweise bisher nicht in vollem Ausmaß bewahrheitet haben, dürfen wir jetzt vielleicht beruhigt die Hände in den Schoß legen?
    Gibt uns das etwa die Legitimation zur Passivität? Das klingt für mich leider so, als dürfte es uns bereits ausreichen, nach derartigen Ausflüchten zu suchen, um unseren individuellen Fußabdruck zu ignorieren und unser eigenes Gewissen zu beruhigen.
    Woher sollen wir denn bitte die Gewissheit nehmen, dass es diesmal wieder anders kommt als befürchtet?

    Was passiert denn beispielsweise, wenn sich bei uns selbst immer wieder Anzeichen einer Krankheit zeigen, die z.B. mit Schmerzen einhergehen? Dann würden wir diese Tatsache auch nicht dauerhaft ignorieren und verharmlosen, sondern entsprechende Maßnahmen einleiten (Schmerzmittel vorrätig halten, Arztbesuch ins Auge fassen etc.) Es ist doch in jedem Fall besser, immer auf das Schlimmste vorbereitet zu sein.
    Und weshalb wohl sollten wir dann anders verfahren, wenn unser Planet offensichtlich krankt und es möglich scheint einzuschreiten, bevor der Zustand „unheilbar“ wird?

  20. Vielleicht wäre die Lösung einfacher, als man denkt:
    Wie wäre es denn, den Klimawande nicht so sehr in den Focus zu rücken sondern den Schwerpunkt der Debatte auf die Schonung der natürlichen Recourcen zu legen.
    Dem wird sich keiner entziehen können …

  21. @mamichgi: In diesem „Womöglich“ steckt ja das eigentliche Problem.
    Das Ökosystem ist leider viel zu komplex und empfindlich, als dass man die Realität ganz einfach in einem Klimamodell zielsicher abbilden könnte.

    Außerdem klingt es für mich nach einem faulen Kompromiss, die negativen Umweltfolgen aufgrund des starken Treibhausgasausstoßes für die nächsten Jahrzehnte und Jahrhunderte in Kauf zu nehmen, um die nächste drohende Eiszeit in erheblich fernerer Zukunft möglicherweise weiter hinauszuzögern oder abzuschwächen.
    Das hieße dann wohl im Klartext: Der Klimakatastrophe von morgen tatenlos entgegenzusehen mit dem guten Gefühl, damit eventuell eine andere von überüberübermorgen zu vermeiden.

    Ich fürchte nun mal, dass generell ein Sicheinmischen des Menschen in das sensible ökologische Gleichgewicht mehr Nachteile als Vorteile bringt und leider tun wir das schon viel zu lange mit unserer rücksichtslosen Lebensweise, ohne uns über die möglichen Folgen Gedanken zu machen.

  22. @sigrebe: Um es nochmal klar zu sagen: ich bin der Meinung, dass unser CO2-Ausstoß nicht im geringsten etwas mit dem Klimawandel zu tun hat.
    Nebenbei bemerkt: Ich verhalte mich sehr umweltbewusst, fahre kein Auto, ziehe mir erst ein paar Wollpullis übereinander an, bevor ich die Heizung aufdrehe, kaufe nach Möglichkeit alles gebraucht, ernähre mich vegetarisch, baue mein Gemüse selbst streng biologisch an, verwende keinerlei Kosmetika und nur umweltfreundliche Putzmittel.. Selbstverständlich sollten wir fossile Energien nach Möglichkeit einsparen, wo immer möglich, weil sie zum ersten nicht in unbegrenzter Menge vorhanden sind und zweitens, weil z. B. die Verbrennung von Öl oder Kohle die Luft verpestet. Aber nicht wegen des Klimas!!!

  23. Ganz ehrlich: Solange sich jemand um umweltfreundliches Handeln bemüht, kann es mir im Grunde gleichgültig sein, welche Veranlassung es hierfür gibt, wenngleich es mir etwas befremdlich vorkommt, dass es tatsächlich auch umweltbewusste Menschen geben soll, die den antropogenen Treibhauseffekt so vehement leugnen. Aber jedem das Seine!

    Interessante Einblicke gibt in diesem Zusammenhang übrigens die Rezension zu dem Buch „Der Tollhaus-Effekt“ bzw. „Im Tollhaus – Wie die Klimawandel-Leugner tricksen und manipulieren“: Thematisch geht es dabei im Wesentlichen um die Verbreitung von Propaganda durch „professionelle Wissenschaftsverdreher“ und anheuerbare „universell einsetzbare Leugner“.

    https://www.riffreporter.de/klimasocial/schrader-tollhaus-rezension/

  24. Wie kommt man darauf ein 16 jähriges Mädchen die sich außer mit sich selbst und einem Pappschild für die Zukunft einer ganzen Generation einsetzt mit irgendeiner gecasteteten Person der Unterhaltungsindustrie zu vergleichen? Mir persönlich fallen auf anhieb mehrere Leute ein die aus den lächerlichsten Gründen mediale Aufmerksamkeit erhalten.
    Es ist wohl so wie No-way schreibt. Es tut weh, wenn ein Teenager es schaft so viele Menschen hinter sich zu bringen und obendrein noch zu Kongressen eingeladen wird um dort zu sprechen. Für diese Menschen ist es sicher bitter, dass Greta inzwischen nicht mehr alleine ist die sich den egoismus und die Gleichgültikeit nicht mehr gefallen lassen möchte.
    Ich wundere mich auch darüber, welche Leute sich plötzlich dafür interessieren, dass Schüler Unterricht verpassen. Wenn Schüler Unterricht verpassen weil sie für ihre Rechte demonstrieren ist es asoziales Verhalten, aber wenn Unterricht aufgrund des chronischen Lehrermangels ausfällt wird das nicht mal zur Kenntnis genommen.

  25. > Womöglich hilft sogar CO2 und Methan, eine kommende Eiszeit etwas erträglicher zu machen.

    gut, wie lauten die chemischen Reaktionsprodukte daraus ?
    Gegeben sind noch H2O (Wasserdampf) und Licht als Katalysatoren.

  26. Na, bei der Verbrennung von Methan entsteht natürlich CO2 und Wasser. Das kann womöglich auch schon bei Sonneneinstrahlung passieren, das weiß ich nicht. Aber ich sehe das überhaupt nicht problematisch: schließlich wird CO2 von den Pflanzen benötigt, die den Kohlenstoff aufnehmen und den Sauerstoff freisetzen. Um CO2 zu reduzieren, brauchen wir nur genügend Pflanzen. Im übrigen beträgt der CO2-Gehalt in der Luft gerade mal 0,4 Promille, und diese geringe Menge, noch dazu in Gasform, soll ausreichen, um eine Art Treibhaus um unseren Planeten zu bilden? Da lachen ja die Hühner!

  27. 1. atmosphärisches CH4 (Methan), CO2, Ozon, N2O („Lachgas“) …
    befinden sich 0 bis 90 …. 500 km hoch über den Bäumen in der Atmosphäre.
    Du kannst nur bodennahes CO2, CH4 etc. von 0 bis ca. 90 km Höhe meinen.

    2. unter Klimawandel werden reproduzierbare
    a.) physikalische Verhältnisse (Masse, Dichte, Temperatur, Diffusion ….)
    b.) und chemische Prozesse (Reaktion, Bindungsverhalten, Katalyten ….)
    betrachtet.

    3. Problematisch ist die Umsetzung unserer wissenschaftlichen Kenntnisse und technischen Möglichkeiten in eine konstante Höhe,
    die weit über dem Erdboden liegt. Die Forschungsflugzeuge fliegen
    zwar große Höhen, können aber nicht auf dem Punkt stillstehen und
    beeinflussen chemische /physikalische Ergebnisse durch sich selbst
    (Verbrennung, Luftbewegung, Wärme der Turbinen, Kondensations-
    oberfläche des Fliegers etc.). Ballone haben nur sehr begrenzte
    Kapazitäten und sind ohne Aufsicht vor Ort.

    Das DKRZ stellt zu den physikalischen Parametern eine Anwendung
    bereit, in der Du ein bißchen herumspielen kannst
    http://mscm.dkrz.de/overview_i18n.html?locale=DE

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