Öko-Test Kontaktlinsen: Zweimal mangelhaft, zweimal ausreichend

Fotos: Öko-Test

Zwei Kontaktlinsen sind bei Öko-Test durchgefallen: Die Durchmesser stimmen bei ihnen nicht exakt und sie lassen zu wenig Sauerstoff an die Augen. Besonders gut haben aber Silikon-Hydrogel-Linsen im Test abgeschnitten.

Kontaktlinsen von dm, Rossmann, Mister Spex und anderen Unternehmen hat Öko-Test in der Mai-Ausgabe 2021 getestet. Es handelt sich dabei um weiche Monatslinsen, die jeden Tag stundenlang auf den Augen bleiben.

Besonders wichtig ist daher, dass die Kontaktlinsen genug Sauerstoff ans Auge lassen. „Zu wenig davon und es kann unter anderem zu Schädigungen der Hornhaut oder zu einer Bindehautentzündung kommen“, warnt Öko-Test. Das Verbrauchermagazin hat 16 weiche Monatslinsen getestet, darunter auch viele Silikon-Hydrogel-Linsen. Sie lassen besonders viel Sauerstoff ans Auge und haben auch im Test deutlich besser abgeschnitten.

Kontaktlinsen im Test: Drei sind Testsieger bei Öko-Test

Die Silikon-Hydrogel-Linsen haben im Kontaktlinsen-Test die Nase vorn: Alle getesteten Linsen dieser Machart sind mit dem Prädikat „sehr gut“ oder „gut“ ausgezeichnet worden. Auch bei den drei Testsiegern handelt es sich um Silikon-Hydrogel-Linsen, zum Beispiel die Lenscare Monatslinsen SH-System Plus (im Test mit -2,00 dpt). Bei ihnen stimmen die Werte, es gelangt genug Sauerstoff an die Augen und auch der UV-Schutz hält, was er verspricht.

Der Nachteil der Silikon-Kontaktlinsen laut Öko-Test: Sie seien nicht sehr elastisch und fühlen sich etwas trocken an. Daher dauere es etwas, bis man sich an sie gewöhnt. Deshalb greifen viele Menschen lieber zu den Hydrogel-Kontaktlinsen (also ohne Silikonpolymer). Im Test war von ihnen jedoch keine frei von Mängeln. Zwei sind immerhin „gut“, lassen aber nicht so viel Sauerstoff ans Auge.

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Kontaktlinsen von dm und Rossmann im Test

In diesem Testdurchlauf hat Öko-Test jeweils zwei Monats-Kontaktlinsen von Rossmann und dm getestet. Eine der dm-Linsen ist durchgefallen, eine der Kontaktlinsen von Rossmann war nur „ausreichend“. In beiden Fällen handelt es sich um die Hydrogel-Kontaktlinsen:

  • dm Visiomax Monats Kontaktlinse: Die Linsen lassen zu wenig Sauerstoff an die Augen, kritisiert Öko-Test. Außerdem weicht der Durchmesser bei den Kontaktlinsen ab und in der Aufbewahrungsflüssigkeit steckt Bor. Das Test-Ergebnis lautet daher „mangelhaft“.
  • Rossmann Best View Weiche Monatslinse: Die Linsen lassen ebenfalls zu wenig Sauerstoff ans Auge, schreibt Öko-Test. So wenig, dass gleich zwei Noten abgezogen wurden. Da auch noch Bor in der Aufbewahrungsflüssigkeit steckt, sind die Kontaktlinsen nur „ausreichend“.

Bereits 2019 hat Öko-Test die Kontaktlinsen von Rossmann und dm wegen der gleichen Mängel kritisiert. Geändert hat sich bisher aber nichts. Auch die Eyelike Monatskontaktlinsen sind mit „mangelhaft“ durchgefallen. Bei ihnen hat Öko-Test ebenfalls Bor und abweichende Werte kritisiert. Außerdem sollen sie nicht sehr durchlässig für Sauerstoff sein. Kleiner Trost: Die Silikon-Linsen von dm und Rossmann haben besser abgeschnitten.

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Kontaktlinsen-Test: Das Problem mit Bor

Die Monatslinsen stecken in einer Blisterpackung und schwimmen in einer Aufbewahrungsflüssigkeit. In vielen Fällen enthält diese Flüssigkeit Borverbindungen, die als Puffer den pH-Wert stabilisieren sollen. Bor steht jedoch in der Kritik, weil einige Verbindungen die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können. Besonders ärgerlich: Nur wenige Hersteller weisen darauf hin, dass die Flüssigkeit Bor enthält. Diese borhaltige Aufbewahrungsflüssigkeit kommt übrigens unabhängig der Kontaktlinsen-Art bei Hydrogel- sowie Silikon-Hydrogel-Linsen vor.

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Alle Details findest du in der Ausgabe 05/2021 von Öko-Test sowie online auf www.ökotest.de.

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