Agar Agar: Was du über das pflanzliche Geliermittel wissen musst

Gelatine Agar Agar Törtchen
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Agar Agar ist nicht nur für Veganer und Vegetarier eine echte Alternative zu herkömmlichem Geliermitteln. Wir erklären, wie das rein pflanzliche Geliermittel verwendest und wie es hergestellt wird.

Geliermittel Agar Agar – was ist das?

Aus getrockneten Blaualgen wird Agar Agar hergestellt.
Aus getrockneten Blaualgen wird Agar Agar hergestellt.
(Foto: © Colourbox)

Agar Agar sind Kohlenhydrate, die in den Zellwänden von Blau- und Rotalgen sitzen. Mit heißem Wasser wird Agar Agar aus den sonnengetrockneten Algen gewonnen, getrocknet und zu Pulver verarbeitet. Bereits seit dem 17. Jahrhundert ist Agar Agar in der japanischen Küche zuhause. Zum Beispiel als Verdickungsmittel in Suppen oder Geliermittel in Süßigkeiten und Eis.

Im Gegensatz zu Gelatine, das Knochen, Knorpel und Bindegewebe von Rindern und Schweinen enthält, ist es rein pflanzlich. Agar Agar kannst du entweder im Schraubglas oder in kleine Papierpackungen kaufen, ähnlich wie Backpulver. Die meisten Drogerien, Bioläden und Reformhäuser haben das pflanzliche Geliermittel im Sortiment.

Agar Agar: Die japanische Gelatine

Agar Agar wird hauptsächlich in Ostasien produziert, also in Japan, China und Korea. Aber auch in Sri Lanka und Neuseeland wird es hergestellt. Dabei stammt der Name „Agar Agar“ aus Indonesien und Malaysia, ist aber auch dort der Eigenname für die mit der Algen-Gelatine angerührten Speisen.

Das Problem an der ostasiatischen Herkunft: Bis das pflanzliche Geliermittel in unserer Küche landet, hat es bereits eine weite Reise hinter sich. Durch den Import entstehen zusätzliche CO2-Emissionen, die sich vermeiden lassen. Daher solltest du Agar Agar mit Bedacht verwenden.

Außerdem werden die Algen, aus denen Agar Agar besteht, meist in Aquakulturen angebaut. Die wachsende Nachfrage nach Algen verbraucht viel Wasser. Auch Schädlinge können sich in diesen Algenfarmen besser verbreiten, da die Netze mit den Algen sehr dicht aneinander hängen. Viele Bio-Hersteller achten daher auf eine hohe Wasser- und Algenqualität. Ihre Aquakulturen liegen meist entfernt von Städten und Dörfern, sodass das Trinkwasser nicht verunreinigt wird. Beim Agar Agar-Kauf solltest du daher auf entsprechende Bio-Siegel achten. 

So verwendest du Agar Agar

Auch Torten gelingen mit Agar Agar
Auch Torten gelingen mit Agar Agar
(Foto: CCO/pixabay/WerbeFabrik)

Agar Agar kannst du problemlos für süße und herzhafte Speisen verwenden – genau wie herkömmliche Geliermittel. 

  • Einzig bei der Menge musst du aufpassen und die Packungsangaben ganz genau lesen. Denn Agar Agar kann nicht eins zu eins wie Gelatine dosiert werden.
  • Agar Agar löst sich nur in kochenden Flüssigkeiten auf und wird erst beim Abkühlen fest.
  • Die Gelierkraft des Pflanzenproduktes ist dabei sechs bis zehnmal stärker als bei herkömmlichen Geliermitteln.
  • Allerdings reagiert Agar Agar auf jede Flüssigkeit anders. Vor allem Säure und Fett können die Bindefähigkeit schwächen. Früchte wie Pflaumen und Aprikosen verstärken hingegen die Gelierkraft.

Tipp: Wenn du lieber auf Nummer sicher gehen willst, solltest du eine Gelierprobe machen.

  1. Lege dazu einen Teller für ein paar Minuten in das Gefrierfach.
  2. Nachdem du die Flüssigkeit mit Agar Agar nach Packungsangabe aufgekocht hast, gibst du ein paar Löffel der Masse auf den gekühlten Teller.
  3. Ist sie nach zwei bis drei Minuten noch zu flüssig, musst du noch etwas mehr Agar-Agar-Pulver dazu geben. Ist die Masse zu fest, braucht es mehr Flüssigkeit.

Wie gesund ist Agar Agar?

Da Agar Agar ein Produkt aus Algen ist, hat es einen hohen Proteingehalt. Weitere Inhaltsstoffe sind:

Agar Agar besteht hauptsächlich aus langsam verdaulichen Kohlehydraten und Eiweiß. Du solltest darauf achten nicht zu viel Agar Agar zu dir zu nehmen. Denn in großen Mengen kann das pflanzliche Geliermittel abführend wirken. 

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